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Fachtag Deutsch – 19. Juli 2022

Fachtag Deutsch

Tu Gutes und rede darüber! (Georg-Volkmar Graf Zedtwitz-Arnim)

Hier verdeutlicht der Urheber die enge Verknüpfung von Werten, also dem, was wir als Gesellschaft, als Einzelperson und eben auch als Lehrkraft als „gut“ erachten, und Sprache: Denn sprachlich sollen diese Werte nicht nur ausgehandelt, sondern auch vermittelt werden.

Eine kritische Betrachtung von Sprachkompetenz und Sprachgebrauch im schulischen Kontext scheint deshalb umso wichtiger, kann doch das schulische Lernen und Lehren Weichen stellen für ein mehr oder weniger gelingendes Leben. Sicherlich ist eine ausreichende Sprachkompetenz ganz grundsätzlich, also auch über Fächergrenzen hinweg, eine Kernkompetenz. Dem Fach Deutsch kommt jedoch eine besondere Bedeutung zu, hat es doch die Möglichkeit, Sprache in allen Facetten zu beleuchten und zu hinterfragen und Schüler*innen für den Gebrauch von Sprache zu sensibilisieren.

Über die Sprache entwickelt sich auch die Fähigkeit zur Wertereflexion. Das Klassenzimmer bietet hierzu vielfältige Lerngelegenheiten; Bildungs- und Integrationsprozesse werden weitgehend sprachlich gestaltet (vgl. Anselm, 2020).

Moderner Deutschunterricht nimmt so Einfluss auf die individuelle Entwicklung von Schüler*innen, aber auch auf die unserer Gesellschaft.

Der Fachtag Deutsch 2022 widmet sich deshalb dem Thema „Deutschunterricht und gesellschaftliche Verantwortung“.

Beginnen möchten wir mit einem internationalen Blick auf die Rolle des Deutschunterrichts. Es diskutieren der ehemalige Schulleiter und Deutschlehrer Sven Jonsson (Schweden) mit der Deutschdidaktikerin Prof. Dr. Sabine Anselm (München) über die Anforderungen und Herangehensweisen an sprachliche Bildung und die Rolle der Lehrkräfte. Auch die anschließenden Workshops richten ihren Fokus auf die Lehrer*innenpersönlichkeit. Wir laden Sie ein, sich mit Ihrer individuellen Positionierung im weiten Feld der Werte und der Werteerziehung auseinander zu setzen, die Tragweite der Auswahl von Klassenlektüren zu hinterfragen oder sich die Anforderungen kritischer Textbetrachtung nochmals zu vergegenwärtigen.

Das PI-ZKB hat sich zur Aufgabe gemacht, den Austausch zwischen den Lehrkräften unterschiedlicher Schularten zu fördern. Unser Angebot richtet sich deshalb explizit an Lehrkräfte, Lehramtsanwärter*innen und Student*innen aller Schularten. Damit knüpfen wir außerdem an eine Idee des Projekts „Brückensteine“ der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) an, das 2014 mit dem Preis für Lehrinnovation der LMU ausgezeichnet wurde.

Diskutieren Sie mit und lassen Sie sich inspirieren!

Wir freuen uns, Sie am 19. Juli 2022 im Pädagogischen Institut – Zentrum für Kommunales Bildungsmanagement persönlich zu begrüßen!

Informationen zu Referent*innen, Inhalt, Ablauf und Anmeldung finden Sie hier.

Sollten Sie nach Ihrer Anmeldung keine Bestätigung erhalten, melden Sie sich bitte zusätzlich per Email bei sophie.fasbender@muenchen.de oder bei ellen.herrmann@muenchen.de an!

Bitte nennen Sie uns dabei die Workshops, die Sie gerne besuchen wollen!

Ihr PI-ZKB, Bereiche Allgemeinbildende und Berufliche Schulen