Pädagogisches Institut der Landeshauptstadt München
Fortbildung, Weiterbildung und Entwicklung der Bildungseinrichtungen
69. Programm 2013

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Geschlechtergerechte Pädagogik und Gewaltprävention: eine Querschnittsaufgabe für Bildung und Erziehung

Die Fachberatung geschlechtergerechte Pädagogik und Gewaltprävention steht dem gesamten Bereich RBS-KITA zur Verfügung. Neben der fachlichen Vernetzung sowie der Beratung und Begleitung der pädagogischen Teams in den Einrichtungen konzipiert die Fachberatung auch Fortbildungen gemeinsam mit dem PI und führt diese zum Teil selbst durch.

Ein weiterer wichtiger Baustein zur fachlichen Qualifizierung ist der Arbeitskreis Dialog der Geschlechter. Er findet unter der Leitung der Fachberatung viermal im Jahr statt und ist für alle interessierten Kolleginnen und Kollegen aus den unterschiedlichen Hierarchieebenen und Funktionen von RBS-KITA offen. Im Rahmen dieses Arbeitskreises hat sich unter anderem der Unterarbeitskreis Männer im pädagogischen Dialog gegründet. Hier treffen sich Kollegen, die sich sowohl mit ihrer spezifischen Rolle als pädagogischer Mitarbeiter in den Einrichtungen als auch mit geschlechtergerechter Jungenarbeit auseinandersetzen möchten. Auch dieser Arbeitskreis ist offen für alle Männer in RBS-KITA. Neben dem kollegialen Austausch bearbeitet der AK Schwerpunktthemen und Projekte, die sich aus den Arbeitsbedarfen der Kollegen entwickeln. Wie auch zum AK Dialog der Geschlechter sind alle Interessierten herzlich eingeladen!

Auch für die Fortbildungen im PI zum Thema geschlechtergerechte Pädagogik ist es ein wichtiger Leitgedanke der Fachberatung, „die unterschiedlichen Lebenslagen von Jungen und Mädchen zu berücksichtigen, Benachteiligungen abzubauen und die Gleichberechtigung von Jungen und Mädchen zu fördern“ (§9 Abs. 3 KJHG). Dies beinhaltet die Umsetzung der Ausführungen zu geschlechtergerechter Arbeit im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan. Berücksichtigt werden dabei ebenfalls die Entwicklung der Geschlechtsidentität, Sexualpädagogik, sexualisierte Gewalt/Missbrauch sowie Normen und Grenzen in der Erziehung der Geschlechter, gesellschaftspolitische Entwicklungen und individuelle Einstellungen. Das übergeordnete Ziel der Fortbildungen ist die Professionalisierung der Pädagoginnen und Pädagogen zu diesem grundsätzlichen Querschnittsthema.

Vorrangiges Ziel in der Gewaltprävention ist die Stärkung der Konfliktfähigkeit der Erziehungskräfte, um sie zu befähigen, mit Streitigkeiten, Mobbing und Aggressionen zwischen Kindern angemessen und im Sinne der Gleichstellung der Geschlechter umzugehen. Diese Sensibilisierung ist ebenso hilfreich in der Kommunikation mit Müttern und Vätern wie für Konfliktbearbeitung im Team.

Fachberatung für geschlechtergerechte Pädagogik und Gewaltprävention
Elisabeth Kretschmar-Marx, Telefon 233-84357, N.N., Telefon 233-84359