Geschlechtergerechte Pädagogik

Männer und Frauen sind gleichberechtigt. Der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin.

Grundgesetz Artikel 3 Absatz 2

Warum wir geschlechtergerechte Pädagogik brauchen

Die Gleichberechtigung von Frauen und Männern ist im Grundgesetz in Art. 3 Abs. 2 als Staatsziel verankert. Trotz vieler Fortschritte ist dieser Verfassungsauftrag in Hinsicht auf die Chancengleichheit und Teilhabegerechtigkeit von Frauen und Männern in vielen gesellschaftlichen Bereichen (privat, öffentlich, wirtschaftlich) nicht umgesetzt. Dies zeigt sich zum Beispiel daran, dass in Deutschland stereotyp Berufen ein Geschlecht zugeordnet wird, an der geringeren Lebenserwartung von Männern, dem hohen Anteil von Männern im Strafvollzug oder an der geringen Teilhabe von Frauen an Führungsposition in Wirtschaft oder Politik. Entscheidende Weichen für diese unterschiedlichen Chancen werden in der Kindheit und im Jugendalter gestellt. Geschlechtergerechte Pädagogik hat das Ziel, Mädchen und Jungen bzw. junge Frauen und Männer darin zu unterstützen, die Vielfalt individueller Entwicklungsoptionen wahrzunehmen und damit die eigenen Möglichkeiten selbstbestimmt zu erweitern. Im Zentrum steht dabei die Stärkung des Selbst von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Chance und Basisaufgabe von Schule ist es, Schülerinnen und Schülern unabhängig von ihrem Geschlecht gleiche bzw. gleichwertige Bildungs- und Entwicklungsmöglichkeiten zu bieten. Die Angebote im Bereich geschlechtergerechter Pädagogik orientieren sich an wesentlichen Merkmalen einer inklusiven Pädagogik. Sie unterstützen Lehrkräfte darin, die Entwicklung von Teilhaberechtigkeit im Schulalltag zu ermöglichen. Dies beinhaltet:

Wissen aus der Geschlechterforschung zu erwerben,
eine sensible Wahrnehmung zu entwickeln, um alltägliche geschlechtsgebundene Verhaltensweisen einordnen zu können,
Einstellungen gegebenenfalls zu hinterfragen und zu verändern (eigenen Werte und Normen und deren Reflexion),
das eigene Handeln entsprechend zu verändern.

Wenn Sie eine Frage oder ein Anliegen haben, wenn Sie Erfahrungsaustausch oder Unterstützung wünschen, freuen wir uns, wenn Sie sich an uns wenden.

Kontakt: Gregor Prüfer, Telefon: 233-32161, E-Mail: gregor.pruefer[at]muenchen.de

Soziale Bildung / Gleichstellung / Prävention – Kontakt

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