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Lernen zuhause – schulpsychologische Anregungen für Schüler*innen

Du kannst gerade nicht oder weniger häufig zur Schule gehen? Vielleicht bist Du in Quarantäne oder Deine Klasse befindet sich im „Homeschooling“? Das Lernen zuhause fällt Dir schwer? Hier findest Du Anregungen.

Stand: 23.09.2020 (Zentraler Schulpsychologischer Dienst)

Um zu Hause sowohl Deine Lernzeit und schulischen Aufgaben als auch Deine Freizeit gut gestalten zu können, findest Du im Folgenden einige Anregungen, die Du je nach Alter mit Deinen Eltern auf Eure Situation anpassen kannst.

Arbeitsplatz in der 'Homeschool'

In der Schule hast Du einen festen Platz im Klassenzimmer. Auch zu Hause ist es wichtig, dass Du beim Lernen einen festen Arbeitsplatz hast, wenn es irgendwie möglich ist. 

Hilfreich ist es, wenn Dein Schreibtisch in einem ruhigen Zimmer steht, wo Du genügend Licht und Deine Bücher, Hefte, Stifte, sowie Deinen PC an einem festen Ort o.ä. hast. 

Wichtig ist es auch, dass Du diesen Raum regelmäßig lüften kannst. 

 
Lernen und Arbeitsaufträge bewältigen

Informiere Dich täglich, wie mit den Lehrkräften vereinbart, welche Arbeiten für die Schule zu erledigen sind.

Verschaffe Dir einen Überblick und überlege, welche Aufgaben heute zu erledigen sind und welche an einem anderen Tag erledigt werden können. 

Teile den Lernstoff in überschaubare Portionen ein und plane Pausen ein. Hier eine Vorlage für einen Wochen- und Tagesplan. Verzichte während der Pausen auf Bildschirmzeit. Bewege Dich stattdessen, trinke was, höre oder mache Musik,…

Oder mach Dir eine Liste, was zu tun ist und streiche ab, was Du erledigt hast, damit Du den Fortschritt siehst! Vielleicht hilft Dir diese Vorlage

Verzichte während der Pausen auf Bildschirmzeit. Bewege Dich stattdessen, trinke was, höre oder mache Musik,… Wenn Du beim Lernen Hunger bekommst, ist es sinnvoll in einer Pause etwas zu essen. Am besten eignen sich Obst, Nüsse oder etwas Leichtes, so dass die Konzentration aufrecht erhalten bleibt. Vermeide Softdrinks oder zuckerhaltige Lebensmittel- auch wenn diese kurzfristig viel Energie geben, führen sie dazu, dass die Konzentration sehr schnell wieder absinkt.

Lüfte ab und zu, so dass Dein Gehirn mit genügend Sauerstoff versorgt ist.

Achte darauf, dass Dein Arbeitsplatz frei von ablenkenden Sachen ist, z.B. Smartphone weglegen.

Belohne Dich für Deine Anstrengung (z.B. ein leckeres Getränk, eine kleine Entspannungsübung oder ein Gedanke wie „Das habe ich gut gemacht!“).

Falls Du es nicht schaffst mit der Arbeit zu beginnen, bleibe am Arbeitsplatz sitzen. Überlege dann: Was ist jetzt zu lernen oder zu bearbeiten? Was ist daran schwierig? Welche schulischen Arbeiten könnten Freude bereiten oder sind angenehmer? Was oder wer könnte mir helfen? Auf diese Art und Weise beginnst Du, Dich mit dem Stoff auseinander zu setzen (Du musst immerhin ins Buch oder Heft schauen).

Sich selbst motivieren

Um Deine Motivation zu erhöhen, kannst Du z.B. Folgendes tun:

Mache Dir klar und notiere vielleicht ein paar Stichworte, welche persönlichen Ziele Du hast (z.B. mit den Freund*innen in einer Klasse bleiben, englische Videos ohne Untertitel verstehen)!

Plane die Schritte beim Lernen so, dass Du sie auch erreichen kannst (z.B. lieber viermal pro Woche 10 Vokabeln als einmal 40 Vokabeln lernen).

Denke an Deine Stärken und sieh sie unabhängig vom schulischen Erfolg!

Mache Dir die Rahmenbedingungen für die Arbeit so angenehm wie möglich.

Manchmal ist es leichter, mit einer angenehmeren Tätigkeit zu beginnen und im Wechsel unangenehmere und angenehmere Arbeiten zu erledigen.

Überlege Dir eine Belohnung, die Du Dir nach getaner Arbeit gönnst! Z.B.: „Nach dem Lernen telefoniere ich mit meiner Freundin.“

Richte den Blick auf das, was Du schon geschafft hast und betrachte nicht so sehr die noch zu bearbeitende Menge! Betrachte den Unterschied, was Du am Anfang der Lernphase konntest (nicht konntest) und was Du nun bereits beherrschst. Lobe Dich selbst dafür!

Zeige jemandem, was Du gearbeitet hast oder lass Dich von jemandem abfragen.

Bereite am Ende einer Lerneinheit schon die nächste vor. Es wird bereits eine positive Erwartung und Arbeitsmotivation für die nächste Lernphase geschaffen und das „lästige Anfangen“ wird dadurch vielleicht erleichtert.

Falls trotz verändertem Lernverhalten eine Note mal nicht so gut wie erhofft sein sollte, lass´ dich nicht entmutigen. Vielleicht musst Du einfach noch länger durchhalten, bis sich Dein Lernen auf die Noten auswirkt. Bestimmt sind in der Arbeit Fortschritte sichtbar, die sich durch Dein Lernen ergeben haben. Überlege, was Du für die nächste Arbeit noch anders machen kannst und suche nach Möglichkeiten, einen Ausgleich zu schaffen (z.B. Mitarbeit).

Such Dir jemanden, der Dir helfen kann, wenn Du etwas nicht verstehst (siehe Abschnitt: “sich beim Lernen Unterstützung holen”).

Tagesablauf strukturieren

Normalerweise ist Dein Tag durch die Schule und Aktivitäten außerhalb der Schule wie Sportverein usw. strukturiert. Wenn dies wegen corona-bedingten Maßnahmen wegfällt,  stehst Du vor der Herausforderung, den Tag selbst bzw. zusammen mit Deinen Eltern zu gestalten. Ein strukturierter Tagesablauf ist wichtig, da er Sicherheit gibt und Dich fit hält. Alltagsroutine trägt dazu bei, eigene Vorsätze umzusetzen (z.B. aufstehen, Sport, Frühstück, Lernzeit mit Pausen, feste Schlafenszeiten). Gewohnheit trägt dazu bei, auch unangenehme Dinge zu erledigen. Ein paralleler zeitlicher Ablauf mit Geschwistern oder Klassenkamerad*innen (per Telefon oder Chat vereinbart) kann hilfreich sein. Schreib Dir einen Tagesplan. Hier eine Vorlage. Ein (Handy)Wecker kann helfen, sich an festgelegte Zeiten zu erinnern.

Chats verantwortungsbewusst nutzen

Nach wie vor sind wir alle angehalten, die physischen Kontakte zu anderen Menschen auf ein Minimum zu reduzieren. Es bietet sich also an, persönliche Kontakte besser über andere Wege wie soziale Medien, Telefon oder Videotelefonie zu pflegen.

Haltet Euch an Vereinbarungen zum Umgang mit (Klassen-)Chats und Social Media, die in der Schule bestimmt schon getroffen wurden.

Mehr denn je ist es nun wichtig, miteinander freundlich und wertschätzend im (Klassen-) Chat umzugehen. Dafür kann sich jeder von Euch einsetzen!

Denkt (wie immer) nach, bevor Ihr etwas postet, ob es jemanden verletzen könnte oder geschmacklos ist bzw. gegen die Menschenwürde verstößt.

Haltet zusammen und macht Euch Mut! Unterstützt Euch gegenseitig in der Bewältigung der Lernaufgaben.

Es dürfen keine Gerüchte verbreitet werden, verzichtet auf Sensationsmeldungen! Schlechte Nachrichten gehören nicht in einen Klassenchat!

Nachrichten mit der Aufforderung, sie weiterzuleiten (Kettenbriefe) enthalten oft falsche Meldungen, verbreiten Angst oder sind mit Drohungen verbunden. Leitet diese nicht weiter und sprecht mit einem Erwachsenen darüber.

Kettenbriefe: klicksafe.de/themen/kettenbriefe-in-whatsapp

Tipps für Eltern, Umgang mit Problemen: klicksafe.de/

Vielleicht kannst Du die Situation auch nutzen, mit einer Person Kontakt aufzunehmen, mit der Du schon länger keinen Kontakt mehr hattest, die neu in der Klasse ist oder die nicht so viele Freund*innen hat.

Sich bewegen und Sport machen

Um gesund und gut gelaunt zu bleiben, ist Bewegung wichtig. Auch Stress kann durch Bewegung abgebaut werden. Auch in der Wohnung kannst Du Dich bewegen (z.B. auf der Stelle laufen, Liegestützen, Sit-Ups, Seilspringen) oder mit einer/m Freund*in Sport im Freien machen. Im Internet findest Du weitere Beispiele. Wenn Du außerhalb der Wohnung Sport treibst, z.B. alleine oder mit einer/m Freund*in Fußball spielst oder joggst, musst Du berücksichtigen, welche Hinweise es jeweils zum Kontakt mit anderen Personen gibt.

Anregungen und Angebote für Sport und Bewegung zuhause findest Du z.B. hier: 

– Linksammlung der Initiative in form

– Fitbleiben mit Übungen und Live-Videos unter www.aha.li/corona-sport

buntkicktgut.de bietet täglich neue Infos und Shows zu Fußballthemen

Sich beschäftigen, so dass es Spaß macht und gut tut

Sammle ggf. zusammen mit Deinen Eltern, welche Tätigkeiten momentan möglich sind und Dir Spaß machen und lege eine Liste an, die Du immer ergänzen kannst, wenn Dir etwas einfällt.

Begrenze zusammen mit Deinen Eltern die Zeit an Spielkonsolen, Handy usw. und überlege Dir andere Möglichkeiten. Eventuell hilft es Dir, an Deinem Smartphone ein Zeitlimit für Deine Nutzung von Apps und Websites einzurichten oder eine App zur Zeitverwaltung zu installieren.

Vielleicht ist nun auch Zeit für Dinge, für die ansonsten keine Zeit ist (z.B. Zimmer gestalten, ein Video drehen, Tagebuch schreiben, etwas Neues kochen, was Kreatives machen).

 

Sich beim Lernen Hilfe holen

Viele Lehrkräfte bieten Schüler*innen an, bei Rückfragen zum Stoff oder Übungen zu unterstützen. Trau Dich, die Lehrkraft zu kontaktieren, wenn sie Dir dies angeboten hat.

Du hast vielleicht einige Wissenslücken aufzuholen, oder hast in einem Fach besonderen Unterstützungsbedarf, dann gibt es folgende kostenfreie Möglichkeiten in München:

– Der gemeinnützige Verein Studenten bilden Schüler e.V. ist eine durch ehrenamtlich engagierte Studenten betriebene Initiative. Ihre Schwerpunkte liegen auf Einzelunterricht und der Förderung des selbstständigen Lernens.

– Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen der InitiativGruppe – Interkulturelle Begegnung und Bildung e.V.  unterstützen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ausländischer Herkunft auf ihrem Bildungs- und Ausbildungsweg und helfen bei den Hausaufgaben und dem Erlernen der deutschen Sprache. Dieses Angebot richtet sich aber auch an Schüler*innen, die keinen Migrationshintergrund haben.

– Der Zenetti-Treff bietet kostenfreie Nachhilfe für Schüler*innen rund um das Schlachthofviertel an.


Darüberhinaus findest Du auch Online-Nachhilfe:

– Onlineangebot zu Biologie, Chemie, Physik: Auf virtuellen Pinnwänden können Schülerinnen und Schüler Fragen zu Biologie, Chemie, Physik sowie zu MINT-Berufen stellen. Expert*innen (Initiative junge Forscherinnen und Forscher e.V. ijf) beantworten die Fragen dann zeitnah

– Die Corona School ist ein Angebot, bei dem Studierende Schüler*innen per Videochat beim Lernen unterstützen.

– Ein Angebot von ehrenamtlichen Tutor*innen, die Schüler*innen bei Fragen unterstützen, findest Du unter https://naklar.io/

stayschool ist eine Plattform zur Unterstützung von Schüler*innen beim Homeschooling ab der 5. Klasse.

Wenn Du einiges zum Ausdrucken hast, aber keinen Drucker zu Hause, gibt es hier einen kostenlosen Druckservice für Schüler*innen: JIZ München


Wenn Du einen verpassten Stoff nochmal nachlesen und wiederholen möchtest, kannst Du z.B. auf folgenden Seiten Deine Wissenslücken auffüllen:

br.de/mediathek/rubriken/themenseite-schule-daheim-100

binogi.de

de.serlo.org/

bildungsserver.de/onlineressource

anton.app/de/


Schulpsycholog*innen, Beratungslehrkräfte oder Lerncoaches Deiner Schule können Dir auch helfen. Auf der Homepage Deiner Schule findest Du die Kontakte. 

 

Mit psychischen Belastungen, Sorgen und Ängsten umgehen

Erkrankungen wie COVID-19 und seine Auswirkungen können auch psychische Belastungen auslösen. Das ist nachvollziehbar, denn die Situation ist noch immer neu und ungewöhnlich. Manche reagieren mit Verunsicherung, Angst, Reizbarkeit oder Traurigkeit.

Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Belastungen – es gibt keine „richtigen“ oder „falschen“ Gefühle.

Gefühle sind auch nützlich – wie z.B. Angst: Sie kann uns motivieren, dass wir uns bestmöglich schützen (und z.B. nun gründlicher die Hände waschen als sonst). Sehr starke Angst kann uns aber auch lähmen und dazu führen, dass wir weniger gut nachdenken und uns schlechter konzentrieren können.

Unterschiedlich ist auch, was Menschen als hilfreich empfinden. Vielen Menschen hilft Folgendes:

– Gespräche über das, was Dich beschäftigt, können Dich entlasten und Dir zu neuen Sichtweisen sowie Ideen verhelfen. Sprich mit nahestehenden Personen (z.B. mit Mutter, Vater, Geschwistern oder Großeltern, Freunden oder Lehrkräften per Telefon) oder mit Außenstehenden per Telefon- oder Onlineberatung. Manche Ängste entstehen, weil man nicht so genau versteht, was eigentlich los ist. Trau Dich, Deine Fragen zu stellen. Manchmal hilft eine klare Antwort, besser damit umzugehen oder auch die Realität anders zu sehen und Ängste abzubauen. Es kann auch sein, dass es auf Deine Fragen keine klare Antwort gibt, aber Du erfährst dann immerhin, wie die anderen damit umgehen. Bringe das Gespräch auch bewusst wieder auf andere interessante, angenehme oder lustige Dinge. 

Ängste werden oft durch Gedanken (z.B. sich Katastrophen ausmalen) geschürt. Wenn wir uns „Schreckliches“ in Gedanken ausmalen und vorstellen, dann reagieren auch unser Körper und unsere Gefühle so, als wäre die Gefahr wirklich da. Denn Gefühle unterscheiden nicht zwischen echter Realität und unserer Vorstellung. Wenn Du also merkst, dass Deine Gedanken um ein Thema kreisen, das Dir Angst macht, kannst du Folgendes tun: Du kannst diesen Mechanismus selbst beeinflussen, indem Du Deine Gedanken bewusst auf etwas anderes lenkst (z.B. auf die Atmung, auf beruhigende Gedanken oder auf Gedanken, die Dir Mut machen) oder etwas tust, was Dir normalerweise auch gut tut (z.B. Malen, Musik hören, Sport, etwas Gutes kochen, einen guten Film ansehen, mit Freunden chatten, basteln). Überlege, wie Du im Kontakt kreativ werden könntest (z.B. sich über Videotelefonie zum gemeinsamen Abendessen verabreden).

  Worte, Bilder und Videos der Berichterstattung in den Medien haben eine Wirkung auf uns. Wenn Dich Medienberichte beunruhigen, sprich mit Deinen Eltern/Bezugspersonen darüber. Stress kann auch entstehen, wenn man sich ununterbrochen informiert. Schränke dies auf bestimmte Zeiten ein und informiere Dich z.B. nur einmal täglich.

  Wenn Du Filme schaust, verzichte auf Filme, die Aufregung zusätzlich schüren. Wähle einen lustigen Film oder z.B. eine Serie aus Deiner Kindheit, die eine gute Stimmung fördern.

– Entspannungsübungen können angenehm sein. Z.B.: Body2Brain App (Android/Apple) mit 15 Übungen für Entspannung für Kinder und Jugendliche; oder diese Anleitungen der Techniker Krankenkasse zum Entspannen für Erwachsene. 

– Sport und Bewegung helfen vielen Menschen bei Belastungen und Stress. 

– Auch Struktur im Alltag (wie z.B. regelmäßige Ess-, Lern- und Schlafenszeiten) kann hilfreich sein.

Informationen, was Du für Deine psychische Gesundheit „in Zeiten von Corona“ tun kannst, findest Du auch auf der Seite corona-und-du.info

 

Dem Gefühl der Einsamkeit oder gedrückter Stimmung gegensteuern

Vielleicht fühlst Du Dich beim Lernen zuhause manchmal etwas einsam, alleine oder niedergeschlagen.

Es gibt einige Möglichkeiten, die dem entgegenwirken können:

– Vereinbare Zeiten (an denen Du Dich normalerweise mit Freunden getroffen hättest), zu denen Du mit Freunden/Verwandten oder anderen vertrauten Personen (video-) telefonierst/chattest.

– Bearbeite schulische Übungsaufträge über Telefon oder Messengerdienste gemeinsam mit Klassenkamerad*innen. Erklärt Euch den Stoff gegenseitig. Das hilft außerdem, den Stoff lange zu erinnern.

– Du kannst Dich mit einem Freund oder einer Freundin verabreden zur gleichen Zeit eine bestimmte Sache zu machen (z.B. einen Film zu schauen, neue Schmink-Tutorials ausprobieren) und dabei über Videotelefonie oder Chat verbunden sein.

– Schlag Deinen Geschwistern oder Eltern eine Aktivität vor, z.B. zusammen ein Kartenspiel zu spielen, gemeinsam backen, gemeinsam alte Fotos anschauen.

– Strukturiere Deinen Tagesablauf (siehe „Tagesablauf strukturieren“). Überlege Dir, welche Aktivitäten momentan möglich sind und Dir Spaß machen und trage sie in den Tagesplan ein. So hast Du etwas zu tun und Einsamkeit und Langeweile treten weniger auf.

– Treibe Sport (siehe „Sich bewegen und Sport machen“), um gesund und gut gelaunt zu bleiben. Kurze Sporteinheiten könnten zu einer festen Routine in Deinem Tagesablauf werden.

– Tue Deinem Körper etwas Gutes! Nimm ein Bad, oder koche – vielleicht zusammen mit Deinen Geschwistern oder Eltern –  ein köstliches Essen. Bestimmt fallen Dir noch andere Möglichkeiten ein, wie Du Dich gut um Deinen Körper kümmern kannst.

– Auch wenn Du „nur“ zu Hause bist: Achte auf Dein Äußeres und pflege Dich wie immer!

– Wenn die Sonne scheint: Gehe, wenn möglich, an die Sonne (alleine oder mit der Familie) oder suche, wenn möglich, einen Ort in Deiner Wohnung, an dem Dir die Sonne ins Gesicht scheint. Licht ist wichtig und hellt die Stimmung auf.

– Auch Medien wie Fernsehen, Streaming-Dienste oder Spielekonsolen machen vielen Menschen Spaß und können dazu beitragen, dass wir uns weniger einsam und etwas weniger niedergeschlagen fühlen. Indem Du z.B. eine Serie anschaust, fühlst Du Dich mit den Schauspieler*innen gedanklich verbunden. Indem Du mit Deinen Freund*innen über das Internet ein Spiel spielst, bist Du darüber mit Deinen Freund*innen verbunden. Achte aber darauf, dass Du Deine tägliche Bildschirm-/Medienzeit einhältst. Überlege Dir zusammen mit Deinen Eltern, wie viel Zeit Du täglich vor dem Bildschirm verbringen solltest. Trage die Zeit in Deinen Tagesplan ein und halte Dich an die geplanten Zeiten.

– Erzähle jemandem, dass Du Dich einsam oder niedergeschlagen fühlst. Vielleicht kommt ihr zusammen auf weitere gute Ideen, was an der Situation geändert werden könnte.

Konkrete Sorgen gehen Dir durch den Kopf? z.B. wegen Vorrücken auf Probe, Versetzungsgefährdung, Verhalten von Mitschüler*innen, Ansteckungsmöglichkeiten in der Schule? Dann sprich mit einem Erwachsenen darüber, Deinen Eltern, Deiner Klassenlehrkraft, einer Vertrauenslehrkraft in der Schule oder einer Schulpsycholog*in. Du kannst auch bei uns anrufen!

Mehrsprachige Informationen und Unterstützungsangebote für Neuzugewanderte

Mehrsprachige Informationen der Bundesregierung zum Coronavirus findest Du hier oder in diesem Beitrag.

Weitere links:

Informationen zum Coronavirus für Geflüchtete

– Informationen mit Zeichnungen (mehrsprachig) von Morgen e.V. München


Beratung in mehreren Sprachen zu Schule und Bildung findest Du in der Bildungsberatung International unter 089 233 26975

Mehrsprachig auf Arabisch, Aserbaidschanisch, Bosnisch, Farsi/Dari (Persisch/Afghanisch), Englisch, Französisch, Griechisch, Kroatisch, Kurdisch, Russisch, Serbisch, Türkisch und Ukrainisch.


Das Bellevue di Monaco bietet Lernhilfe für Geflüchtete jetzt auch digital an. Es werden auch digitale Sprachpartnerschaften organisiert. Der Kontakt ist per WhatsApp und Telefon möglich: 0176 – 455 715 27


Der Psychologische Dienst für Ausländer (Caritas) bietet Beratung auf dari, englisch, griechisch, italienisch, russisch, serbisch, spanisch und türkisch an.

Der Psychologische Dienst der Arbeiterwohlfahrt München bietet Beratung auf türkisch, serbisch, kroatisch, bosnisch und deutsch an.


Wie sich die aktuelle Situation auf geflüchtete Menschen auswirken kann und welche Probleme sich daraus ergeben können, wird in den Videos von Refugio München erklärt.

Was hilft gegen Angst, Nervosität und Langeweile:

auf deutsch

auf englisch / english

auf französisch / français

auf dari / فارسی

auf arabisch / عربي

Telefonische Beratung, Online-Beratung

Möchtest Du gerne mit einem Außenstehenden sprechen? Kreisen Deine Gedanken um ein Thema? Kommst Du nicht zur Ruhe? Hast Du Fragen?

In einer telefonischen oder Mail Beratung bieten Dir z.B. folgende Anlaufstellen eine Möglichkeit zum Gespräch und zur Unterstützung:

Nummer gegen Kummer: für Kinder/Jugendliche :116 111 oder 0800 1110333 (Mo-Sa 14-20 Uhr); Hinweis: Die Beratung findet von Mo bis Fr durch Erwachsene statt, am Samstag nur durch Jugendliche und junge Erwachsene.

Nummer gegen Kummer: für Eltern: 0800 1110550 (Mo-Fr 9-11 Uhr, Di und Do 17-19 Uhr)

Telefonseelsorge: 08001110111, 08001110222, 116 123 (täglich 24 Stunden, Anrufe sind kostenfrei, Mailberatung: Antwort dauert ca. drei Tage; Chatberatung)

Jugendnotmail: Du bist nicht älter als 19? Bei Problemen oder Fragen kannst du dich jederzeit an Jugendnotmail wenden. Diskutiere mit anderen Jugendlichen im Chat oder schreibe eine private kostenlose Nachricht an die Berater*innen. Jede Notmail wird beantwortet und du wirst ernst genommen.

Krisentelefon der AETAS Kinderstiftung: bei allen Fragen zur psychischen Belastung für Kinder und Familien, die durch die Corona-Krise, Quarantäne und Isolation entstehen können, 089 997 40 90 20, (Mo bis Fr 10-13 Uhr);  beratung@aetas-kinderstiftung.de

Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche (im jeweiligen Stadtviertel): Zuständige Beratungsstelle abhängig vom Wohnort; Beratung bei Fragen des Familienlebens, Erziehungsfragen, Entwicklungsproblemen, Gefährdung und Schutz von Kindern und Jugendlichen etc. 

Zugang zu psychotherapeutischer Unterstützung per Videosprechstunde bei psychischer Belastung auf Grund der bestehenden Pandemiesituation oder einer angeordneten Quarantäne.

Corona-Hotline der Bayerischen Staatsregierung: 089 122220 (tägl. 8-18 Uhr) , bei Fragen zum Corona-Virus

Servicetelefon des Sozialreferats München: 089 233 96833, bei sozialen Notlagen, Vermittlung in Sozialbürgerhäuser, prekäre Wohnsituation, etc.

Onlineberatung für Jugendliche der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung

Krisendienst Psychiatrie München: 0180 6553000 (tägl. 0-24 Uhr); tel. Beratung, ggf. ambulante Krisentermine 

Hilfetelefon sexueller Missbrauch: 0800 2255530, Niemand darf Dir Gewalt antun, Dich schlagen, Dich mit Worten fertig machen, Dich anfassen, wo Du es nicht willst. (Mo, Mi und Fr 9-14 Uhr, Di und Do 15-20 Uhr) Wenn Du dich nicht telefonisch melden kannst oder möchtest, kannst Du eine e-mail schreiben an:  beratung@save-me-online.de, Miese Anmache im Netz, Cybermobbing, Probleme mit Sexting, sexueller Missbrauch, Zusendung von Pornos oder andere sexuelle Übergriffe, Cybermobbing, …: www.save-me-online.de

 www.jmd4you.de: Du lebst noch nicht lange in Deutschland und hast ein Problem? Im Internet unter jmd4you findest du Hilfe.

Jugendinformationszentrum (JIZ) München, 089 550 521 50, Wohnberatung, Rechtsberatung, Auslandsberatung, Übergang Schule-Beruf… info@jiz-muenchen.de – WhatsApp: 0160 – 994 123 94

Staatliche Schulberatungsstelle für München Stadt und Landkreis, 089 5589989-60, e-mail: info@sbmuc.de, Beratung für Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte staatlicher und privater Schulen

Jugendberufsagentur JiBB (Junge Menschen in Bildung und Beruf), Telefonhotline: 089 5454177942
 

Zentraler Schulpsychologischer Dienst (ZSPD), 089 23366500, e-Mail: schulpsychologie@muenchen.de, Beratung für Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte städtischer Schulen

 

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Bitte schreibe an schulpsychologie@muenchen.de oder ruf an unter 089 233 66500.
Wir sind telefonisch, per Mail, per Video-Beratung oder nach Absprache auch persönlich für Dich da.
 
 

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