Qualifizierung zur/zum Praxismentor*in

Der Lernort Praxis stellt im Rahmen der Ausbildung zur/zum Erzieher*in einen wesentlichen und bedeutsamen Teil dar. Gerade die ersten Praxiserfahrungen prägen oft langfristig die Arbeitsweise und Einstellungen der/des Auszubildenden. Umso wichtiger ist an dieser Stelle eine kompetente Begleitung, die Möglichkeiten zur beruflichen Orientierung und Identitätsfindung bietet und zu Reflexion und kritischer Auseinandersetzung mit dem Berufsfeld anregt. Diese anspruchsvolle Aufgabe kann nur gelingen, wenn Praxismentor*innen neben beruflicher Erfahrung über entsprechenden theoretischen Hintergrund und Schlüsselkompetenzen verfügen, um Auszubildenden in ihrer Entwicklung zu unterstützen und individuell zu fördern.
Die gesamte Qualifizierung besteht aus einem Basismodul (7 Tage) und einem Spezialisierungsmodul (3 Tage). Nach erfolgreicher Teilnahme an beiden Modulen erhalten die Teilnehmenden ein Zertifikat.

Teil 1

  • Einführung und organisatorische Grundlagen der Weiterbildung (Schweigepflicht, Lerntagebuch, Transfer in die Praxis etc.)
  • Beruflicher Werdegang, Kompetenzen und biografische Erfahrungen
  • Werte und Haltung
  • Rollen als Mentor*in
  • Ausbildungshintergrund: vier Kompetenzen und Lernfelder
  • Erwartungen an Auszubildende
  • Bedeutung und Inhalt von Mentoring
  • Praxismentoring konkret: Praxisdialoge / Führung und Begleitung
  • Ausbildungsphasen
  • individueller Ausbildungsplan
  • Bedeutung und Methoden der (Selbst-)Reflexion
  • Lernort Team: Bedeutung von Leitung und Team im Mentoringprozess

3 Tage im Pädagogischen Institut oder im Bildungshaus Achatswies

Teil 2

  • Kommunikation / konstruktive Konfliktgespräche / nach Möglichkeit Einführung in das Konzept gewaltfreie Kommunikation (optional)
  • Feedback geben / konstruktiv Fragen stellen
  • Kreative Mentoringmethoden
  • Kooperation Praxis – Schule:rechtliche Grundlagen
  • Ausbildungstriade
  • Bewertung und Beurteilung
  • „Smarte“ Ziele setzen / Ausbildungsplan weiterentwickeln
  • Lernsituationen im päd. Alltag nutzen / wertschätzende Pädagogik
  • Aktuelle Themen der Teilnehmer*innen aus der Praxis

2 Tage im Pädagogischen Institut    

Teil 3

  • Gender im Team, im Mentoringprozess, im päd. Alltag
  • Nähe und Distanz
  • Sexualpädagogische Fragestellungen im Mentoringprozess
  • Kooperation mit Eltern
  • Ausbildungsplan: Verselbständigung, Abschied und Loslassen
  • Selbstfürsorge
  • Rückblick, Reflexion: bisherige Lernerfahrungen, Kompetenzzuwachs

2 Tage im Pädagogischen Institut

Kursnummer WPK51

Nach der erfolgreichen Teilnahme am Basismodul ist die Anmeldung zum Spezialisierungsmodul möglich. Der Nachweis hierfür ist die Teilnahmebescheinigung.

  • Gemeinsamer Orientierungsrahmen „Bildung und Erziehung in der Kindheit“
  • Besondere Herausforderungen einer Kompetenzorientierten Ausbildung
  • Entwicklungen von Fragen zur Kooperation mit den Ausbildungsorten
  • Vorstellung der praxisintegrierten Ausbildung (PiA), von Regelausbildungen (SEJ, BP, Grundschulkindbetreuung) und der Kinderpflegeausbildung an der Fachschule
  • Austausch, Diskussion zur Zusammenarbeit mit der Schule und den Lehrkräften
  • Ergebnissicherung
  • Austausch, Diskussion zur Zusammenarbeit der Praxis mit der Schule und den Lehrkräften
  • Selbsteinschätzung der Qualität des Mentorings in der Einrichtung
  • Auswertung der Ressourcen und des Weiterentwicklungsbedarfs
  • Auseinandersetzung mit der Ausbildungskonzeption des städtischen Trägers
  • Erarbeitung eines individuellen Ausbildungskonzeptes nach Einrichtungsart in Gruppen
  • Vorstellung der Arbeitsergebnisse im Plenum mit Diskussion und Reflexion
  • Zukunftsperspektiven
  • Abschluss

3 Tage im Pädagogischen Institut

Anmeldung voraussichtlich ab Januar 25 möglich

Ansprechpartnerin: Carolin Fink (carolin.fink[at]muenchen.de; 01525 79 46912)
Kosten für Externe: nur intern buchbar