Pädagogisches Institut
lachende kinder international, mit daumen hoch im kreis, foto: istock, globalstock

Zusatzqualifikation „Schule der Vielfalt“

Interkulturalität – Diversität – Diskriminierungskritische Bildung

Bei mehr als der Hälfte der Münchner Kinder und Jugendlichen spielt Migration in der Familiengeschichte eine wichtige Rolle. Für sie ist es zu einer Selbstverständlichkeit geworden, mit Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten, mit vielfältigen Lebensgeschichten, zu lernen und zu spielen. Vielfalt macht ihren Lebensalltag aus – in der Familie, in der Kita, in der Schule, in der Freizeit.

Zeitgemäße Schulen gestalten Unterricht und das Schulleben entsprechend diversitätsbewusst, diskriminierungskritisch und inklusiv. Hierbei spielen nicht nur verschiedene Migrations-, Sprach- und Glaubenserfahrungen eine Rolle, sondern auch unterschiedliche Erfahrungen bezüglich sozio-ökonomischer Verhälnisse, gesundheitlicher Voraussetzungen, diverser Geschlechterrollen und Umgang mit sexueller Identität. 

»Schule der Vielfalt« unterstützt Lehrkräfte und Schulen dabei, Vielfalt als Chance zu sehen, Schule und Unterricht entsprechend differenz-, macht- und kontextsensibel zu gestalten und dabei Diskriminierung auf individueller und institutioneller Ebene entgegenzuwirken, um so den Ansprüchen einer von Vielfalt geprägten Stadtgesellschaft gerecht zu werden.

VORAUSSETZUNGEN / UMFANG

Es nehmen immer mindestens zwei, im Idealfall drei bis vier Lehrkräfte einer Schule teil. Der Umfang der Zusatzqualifikation beträgt ca. 19 Tage (verteilt über mindestens zwei Jahre).

BAUSTEINE DER ZUSATZQUALIFIKATION

 

 

ÜBERBLICK

BASISMODULE: Grundlagen
Im ersten Jahr führen die Basismodule (B) in Grundlagen einer vorurteilsbewussten und diskriminierungskritischen Migrationspädagogik ein. Dabei sind auch soziale Positionierungen bezüglich Geschlecht, Sozialstatus, Alter usw. mit im Blick und Aspekte von Macht und Diskriminierung werden umfassend reflektiert.

  • B1: Anti-Bias – Auseinandersetzung mit den Themen Macht und Diskriminierung auf der Grundlage eigener Erfahrungen mit Vielfalt und sozialer Ungleichheit.
  • B2: Interkulturalität – Intersektionalität – Kritische Auseinandersetzung mit Begriffen wie „Kultur“ und „Interkulturelle Kompetenz“; Entwicklung einer intersektionalen Sichtweise und entsprechender Handlungsorientierungen.
  • B3: Rassismuskritik – exemplarisch vertiefte Auseinandersetzung mit der Geschichte und Wirkungsweise von (Alltags)Rassismus, ausgehend von Prägungen, die durch die die Sozialisation in einer ‚weißen‘ Mehrheitsgesellschaft bedingt sind.
PRAXISMODULE: Schwerpunkte / Wahlbereich
Im zweiten Jahr wird die Reihe mit Praxismodulen zur Gestaltung des Schulalltags weitergeführt.
Die Teilnehmenden wählen mindestens drei Module aus den Schwerpunkten:

  • C1: Sprache(n) / Mehrsprachigkeit – Möglichkeiten, Schüler*innen in ihrer sprachlichen bzw. mehrsprachigen Identität zu unterstützen und zu stärken.
  • C2: Elternbeteiligung – Handlungsperspektiven für eine gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern.
  • C3: Beratung und Vernetzung – Kennenlernen von Angeboten und Anlaufstellen, die bei der Beratung/ Unterstützung von Eltern und Schüler*innen wichtige Partner sind.
  • C4: Team- und Schulentwicklung – Konzepte, Methoden und Werkzeuge zur vielfaltsbewussten und diskriminierungskritischen Weiterentwicklung von Schule im Sinne von Inklusion und Bildungsgerechtigkeit.

Im Wahlbereich (D) stehen Veranstaltungen aus dem vielfältigen Programm des Pädagogischen Instituts – Zentrum für kommunales Bildungsmanagement zur Auswahl, etwa zu Unterrichtsgestaltung, Schulprojekten, Demokratie- und Menschenrechtsbildung, Globalem Lernen und Internationalem Austausch, Genderpädagogik, Medienpädagogik oder Kultureller Bildung.

ABSCHLUSS/ UMSETZUNG
Die Qualifikationsreihe findet ihren Abschluss in einer Abschlussarbeit/ Projektskizze, in der die Teilnehmenden an einem Beispiel Möglichkeiten aufzeigen, wie das Erlernte an der Schule umgesetzt werden kann – als Auftakt und Beitrag zu einem umfassenderen Schulentwicklungsprozess.

BEGLEITUNG der Teams und Schulen
Nach Abschluss der Zusatzqualifikation werden die Teilnehmenden durch Angebote zur kollegialen Fallberatung und zu Fachgesprächen mit Expert*innen im Schulalltag weiter begleitet. Städtische Schulen können auch schulinterne Fortbildungen zu Themen der Zusatzqualifikation buchen.

Seit dem Start 2013 haben 21 Münchner Schulen mit insgesamt 70 Lehrkräften (Teams von 2-4 pro Schule) an der Zusatzqualifikation „Schule der Vielfalt“ teilgenommen. Im April 2021 beginnt die fünfte Runde der Weiterbildungsreihe mit weiteren Schulen und Lehrkräften. Die zur Verfügung stehenden Plätze sind bereits vergeben; die teilnehmenden Schulen bzw. Lehrkräfte sind bereits informiert.

Interessent*innen an einer Teilnahme an der nächsten Runde (Beginn 2023) können sich gerne an uns wenden – Kontakt siehe unten.

TERMINE

Termine Schule der Vielfalt (IV) - 2019-2021

Grundmodule (B):

Die Grundmodule (B) sind abgeschlossen.

Schwerpunktmodule (C):

Die Schwerpunktmodule C1 und C4 sind abgeschlossen.

Aufgrund der Pandemie werden die Schwerpunktmodule C2 und C3 nachgeholt:

  • Modul C3 (Beratung und Vernetzung):  28. und 29.04.2021
  • Modul C2 (Elternbeteiligung):  Termin wird nach Bedarf noch festgelegt

Wahlbereich (D):

Zudem besteht das Angebot zum Fachgespräch mit Saraya Gomis (siehe unten “Fallberatung und Fachgespräche”), da die Grundmodule bereits absolviert wurden. Dieses kann auch als Veranstaltung im Wahlbereich (D) angerechnet werden.

Termine Schule der Vielfalt (V) - 2021-2023

Die neue Runde der Zusatzqualifikation “Schule der Vielfalt” beginnt im April 2021. Die zur Verfügung stehenden Plätze sind bereits vergeben, die teilnehmenden Schulen bzw. Lehrkräfte sind bereits informiert.

Einführung (A):

  • A1: Einführung “Schule der Vielfalt”:  Mittwoch, 21.4.20219:00 bis 14:30 Uhr

Grundmodule (B):

  • Modul B1 (Anti-Bias): Mi, 16.6.2021 bis Fr, 18.6.2021 – falls in Präsenz möglich in Achatswies, ansonsten online
  • Modul B2 (Interkulturalität – Intersektionalität): Mo, 20.9.2021 und Di, 21.9.2021 – voraussichtlich in Achatswies
  • Modul B3 (Rassismuskritik): Mo, 06.12.2021 bis Mi 08.12.2021 – im PI-ZKB (München, Herrnstraße 19)

Schwerpunktmodule (C):

Die Schwerpunktmodule finden 2022 statt. Die genauen Termine werden noch bekannt gegeben.

Fallberatung und Fachgespräche (für Absolvent*innen)

Nächster Termin:

Die hier genannten Veranstaltungen können sind den Absolvent*innen der Zusatzqualifikation vorbehalten. Zudem können auch die Teilnehmer*innen der aktuellen Runde teilnehmen, da sie die Grundmodule B1 bis B3 absolviert haben.

 

ANMELDUNG / INFORMATION / KONTAKT

Bei Interesse an einer Teilnahme Ihrer Schule sowie für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:

*Mach Dich schlau

Politische Bildung – Kontakt

Leitung:
Michael Schneider-Velho
Ledererstr. 19, 2. Stock, Zi. 23
80331 München
Telefon: 089 233-32105
Fax: 089 233-32189
E-Mail: m.schneidervelho[at]muenchen.de

Seminarorganisation
Dorothea Zistl
Ledererstr. 19, 2. Stock, 80331 München
Tel. 089 233-32103, Fax 089 233-32189
E-Mail: dorothea.zistl[at]muenchen.de

Auf der Kontakt-Seite finden Sie die Kontaktdaten aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter