Pädagogisches Institut

Zusatzqualifikationen für Erziehungskräfte

Zusatzqualifikationen sind eine Möglichkeit, sich intensiv und über einen längeren Zeitraum mit einem Thema auseinanderzusetzen, Impulse mit in Ihre Kindertageseinrichtung zu nehmen und dort weiterzuentwickeln. Es gibt verschiedene Formate, an denen Einzelpersonen, Tandems (Leitung/ pädagogische Mitarbeiterin) oder alle Mitarbeiter_innen einer Einrichtung teilnehmen können. Die Zusatzqualifikationen finden in einer konstanten Gruppe statt und haben in der Regel einen Umfang von 10 bis 12 Tagen innerhalb von 2 Jahren. Häufig wird das Einbringen von 2 Tagen in Freizeit verlangt. Falls Sie am ersten Modul nicht teilnehmen können, ist eine weitere Teilnahme nicht mehr möglich. 

Dadurch, dass sich Fortbildungsveranstaltungen und Berufspraxis abwechseln, wird die Reflexion von Erfahrungen, die Auseinandersetzung mit aktuellen Erkenntnissen zu den verschiedenen Themen der Module sowie der Transfer in die Kindertageseinrichtungen unterstützt. Durch Methoden wie Projektarbeit mit Kindern, Hospitationen, Weiterentwicklung der eigenen pädagogischen Arbeit sowie Zusammenarbeit im Team wird der Bezug zur Praxis vertieft. Zum Ende der Zusatzqualifikationen wird die Umsetzung des individuell Gelernten in der Gruppe der Teilnehmenden anhand von Lerntagebüchern, Vorstellung von Video-Sequenzen aus der Praxis, Reflexionsberichten oder Ähnlichem reflektiert. Teilnehmende erhalten zum Abschluss ein Zertifikat des Pädagogischen Instituts.

Die Übergangszeit vom Kindergarten in die Grundschule professionell gestalten und begleiten
Der Übergang vom Kindergarten in die Grundschule stellt eine besondere Herausforderung für die Kindertageseinrichtungen dar, speziell für die Kooperationsfachkräfte in der Schulvorbereitung. Sie sind zuständig für die Planung und Durchführung von Angeboten/Projekten für 5- bis 6-Jährige, für die Kooperation zwischen Kindergarten und Grundschule, für die Beratung des Teams und der Eltern sowie für die Zusammenarbeit mit den Fachdiensten. Ziel der Zusatzqualifikation ist, Wissen und Fähigkeiten der Teilnehmenden im Bereich der Übergangsgestaltung und der Kooperation beider Bildungseinrichtungen zu erweitern, sodass Sie den Kindern und Familien in dieser wichtigen Phase beratend und unterstützend zur Seite stehen können.

Auftakt

Die Informationsveranstaltung richtet sich an die Teilnehmenden und deren Leitungen. Sie erhalten einen Überblick über den Ablauf der Zusatzqualifikation und grundlegenden Informationen dazu. Die besonderen Anforderungen an die Kooperationsfachkräfte und die begleitende Unterstützung durch die Zusatzqualifikation werden thematisiert.

2 Stunden im Pädagogischen Institut

Brauchen Kinder Förderung?

  • Welche Bedeutung hatten das Kind und die Schule noch vor einigen Jahren, und welche haben sie heute?
  • Worauf soll die Vorschulpädagogik vorbereiten? Auf die Ausbildung oder auf Bildung?
  • Wie verhält sich der Kindergarten heute in dem Spannungsfeld Familie – Schule – Beruf?
  • Was sehen wir heute als den Sinn der Kindheit? Wie würden wir uns Kindheit wünschen?
  • Welche Konsequenzen haben diese Fragen für unsere Arbeit als Kooperationsfachkräfte?

2 Tage im Bildungshaus Achatswies

Sprachstandserhebungen und Vorkurs Deutsch – Umsetzung in den pädagogischen Alltag

  • Wie gelingt nachhaltiges Beobachten von Lernprozessen und Entwicklungsbereichen?
  • Wie verknüpfen sich die Ergebnisse der Beobachtung effektiv mit dem Alltag?
  • Wie werden die Sprachstandserhebungen „sismik” und „seldak” sinnvoll umgesetzt?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, den Vorkurs Deutsch im regulären Kindergartenalltag umzusetzen?
  • Welche Wege gibt es für die eigene Einrichtung?

3 Tage im Pädagogischen Institut

Entwicklungspsychologie und Schulfähigkeit

  • Wann ist ein Kind „schulfähig”? Welche Diagnose- und Fördermöglichkeiten gibt es?
  • Welche Entwicklungsaufgaben müssen Kinder im Vorschulalter bewältigen?
  • Welche stützenden Fähigkeiten besitzen Kinder?
  • Welche Erwartungen hat die Schule an Kinder und Eltern?

1 Tag in der Grundschule an der Lerchenauerstraße

Kooperation mit der Grundschule und Einblick in den Lehrplan

  • Welche Chancen, Schwierigkeiten und Wege der Kooperation sind möglich?
  • Welche rechtlichen Grundlagen gibt es für die fachlichen Zuständigkeiten und den Datenschutz?
  • Welche Parallelen gibt es zwischen dem Grundschullehrplan und dem BEP?
  • Welche Leitgedanken verfolgen die einzelnen Schulfächer?
  • Welche Methodik und Didaktik stecken in den Fächern Deutsch und Mathematik im Anfangsunterricht?

1 Tag in der Grundschule an der Lerchenauerstraße

Elternkooperation

  • Wie können Eltern begleitet werden?
  • Welche Möglichkeiten der Beteiligung von Eltern gibt es?
  • Was können Eltern für einen gelingenden Start in die Schule beitragen?
  • Wie kann ein Elternabend zum Thema Transitionen gestaltet werden?

2 Tage im Pädagogischen Institut

Beratungsgruppen
Begleitend über den gesamten Zeitraum der Zusatzqualifikation sind drei Termine à drei Stunden und ein ganztägiger Termin geplant. Die Themen und Inhalte der Beratungsgruppen werden von den Teilnehmenden eingebracht und orientieren sich an der aktuellen pädagogischen Praxis. Ebenso erhalten die Teilnehmenden Reflexionsaufgaben die zu bearbeiten sind. Die Teilnehmergruppe wird in zwei Beratungsgruppen aufgeteilt, die sich an den ersten drei Terminen jeweils von 09:00-12:00 Uhr oder von 13:00-16:00 Uhr trifft.

Abschluss

In der Abschlussveranstaltung werden in einer umfassenden Reflexion die gesamte Zusatzqualifikation und Fragen zur Umsetzung in die Praxis bearbeitet. Im Anschluss daran erhalten die Teilnehmenden das Zertifikat.

Ein ausführliches Konzept können Sie unter pifb1.rbs[at]muenchen.de anfordern.

Ansprechpartnerin: Anna Sippl (anna.sippl[at]muenchen.de; (089)233-23904)
Kosten: 1040,00 €
Nächster Start: Juli 2019

Kompetentes Praxismentoring

Der Lernort Praxis stellt im Rahmen der Ausbildung zur Erzieherin/zum Erzieher einen wesentlichen und bedeutsamen Teil dar. Gerade die ersten Praxiserfahrungen prägen oft langfristig die Arbeitsweise und Einstellungen der Praktikantin/des Praktikanten. Umso wichtiger ist an dieser Stelle eine kompetente Begleitung, die Möglichkeiten zur beruflichen Orientierung und Identitätsfindung bietet und zu Reflexion und kritischer Auseinandersetzung mit dem Berufsfeld anregt. Diese anspruchsvolle Aufgabe kann nur gelingen, wenn Praxismentor_innen neben beruflicher Erfahrung über entsprechenden theoretischen Hintergrund und Schlüsselkompetenzen verfügen, um die Praktikant_innen in ihrer Entwicklung zu unterstützen und individuell zu fördern. Im Rahmen der Zusatzqualifikation „Kompetentes Praxismentoring“ sollen Praxismentor_innen die Möglichkeit bekommen, ihre eigene Rolle und die Erwartungen an die Praktikantin/den Praktikanten zu reflektieren, zu konkretisieren und für den Mentoringprozess nutzbar zu machen.

Auftakt

Diese Informationsveranstaltung richtet sich an die Teilnehmenden und deren Leitungen. Sie erhalten einen Überblick über den Ablauf der Zusatzqualifikation und grundlegende Informationen dazu. Die Bedeutung eines professionellen Praxismentorings im Lernort Praxis wird verdeutlicht.

2 Stunden im Pädagogischen Institut

Grundlagen des Praxismentoringprozesses

  • Reflexion der eigenen beruflichen Identität und des Berufsbildes
  • Haltung, Werte und Vorbildfunktion
  • die Rolle »Mentor_in« und die Rolle »Praktikant_in«
  • Umgang mit Macht und Verantwortung
  • Rahmenbedingungen für den Praxismentoringprozess in der Einrichtung
  • Ausbildungsplan im Lernort Praxis
  • Erwartungen an und von Praktikant_innen

3 Tage im Bildungshaus Achatswies

Mentoring in der Praxis

  • konkrete Umsetzung
  • Praxisdialoge kreativ gestalten
  • Praktikant_innen fördern/fordern sowie Feedback geben und nehmen
  • Konflikte erkennen und bearbeiten
  • die Rolle des/der Praxismentor_in bei Beurteilungen und Prüfungen
  • Genderthemen und Sexualpädagogik
  • Reflexion und Bearbeitung aktueller Themen der Teilnehmenden

4 Einzeltage im Pädagogischen Institut

Kooperation mit der Ausbildungsstätte

  • Informationen zu SPS, Anerkennungsjahr und Optiprax
  • Kooperation mit der Fachakademie
  • Beurteilungen und Prüfungen
  • Standards für den Praxismentoringprozess

2 Tage im Pädagogischen Institut

Das Team im Praxismentoringprozess

  • Akzeptanz des Mentorings im Team
  • Hauskonzeption und Praxismentoringprozess
  • Einbindung der Praktikantin/des Praktikanten in das Team
  • die Einrichtung als Ausbildungsort

2 Tage im Pädagogischen Institut

Abschluss

Am Ende der Zusatzqualifikation reflektieren und präsentieren die Teilnehmenden ihre wichtigsten Lernerfahrungen. Danach findet die Zertifikatsübergabe statt.

4,5 Stunden im Pädagogischen Institut

Ein ausführliches Konzept können Sie unter pifb1.rbs[at]muenchen.de anfordern.

Ansprechpartnerin: Carolin Fink (carolin.fink[at]muenchen.de; 233-28853)
Kosten: 1080,00 €
Nächster Start: Juni 2019

Kleinstkindpädagogik – Die ersten Schritte in die Welt begleiten

Zunehmend sind Kinder bis zu drei Jahren in den Kindertageseinrichtungen angekommen. Diese Altersgruppe bringt vielfältige Herausforderungen und spezifische Bedürfnisse mit sich und stellt eine große Bereicherung für die pädagogische Arbeit dar. Erziehungskräfte sollten dabei über ein fundiertes Fachwissen und besondere Fachkompetenzen verfügen, um eine gute Betreuungsqualität zu sichern. Die hier angebotene Zusatzqualifikation gibt Ihnen die Möglichkeit, sich intensiv mit diesem Thema auseinanderzusetzen. Neben der Aneignung von theoretischem Wissen und dessen Umsetzung in die Praxis ist die Reflexion der veränderten Rolle in der Betreuung von Kleinstkindern ein ebenso wichtiger Bestandteil wie der Erfahrungsaustausch. Die dabei erworbenen Kompetenzen bringen Sicherheit und neue Impulse für die Arbeit mit Kindern in diesem Alter.

Auftakt

Die Informationsveranstaltung richtet sich an die Teilnehmenden und deren Leitungen. Sie erhalten einen Überblick über den Ablauf der Zusatzqualifikation und grundlegende Informationen dazu. Die besonderen Anforderungen an die pädagogische Arbeit mit Kindern dieser Altersgruppe werden thematisiert.

2 Stunden im Pädagogischen Institut

Professionelle Haltung in der Kleinstkindpädagogik

  • Bild vom Kind und Rollenverständnis der Erziehungskraft
  • Feinfühligkeit und Achtsamkeit im pädagogischen Alltag
  • Interaktionsqualität in Peerbeziehungen sowie zwischen Pädagog_in und Kindern
  • Partizipationsmöglichkeiten und Kinderrechte

2 Tage im Bildungshaus Achatswies

Eingewöhnung und Übergänge begleiten

  • aktuelle Forschungen zu Übergängen
  • Bindungstheorien
  • Betrachtung unterschiedlicher Eingewöhnungsmodelle
  • Erziehungspartnerschaft mit Eltern als Basis für eine gelingende Eingewöhnung

2 Tage im Pädagogischen Institut

Kommunikation und sprachliche Bildung

  • Bedeutung (non-)verbaler Kommunikation für die kindliche Entwicklung
  • sprachliche Bildung und kulturelle Vielfalt als Querschnittsthemen
  • Impulse für Sprechanlässe und Dialoggestaltung in Alltagssituationen
  • die Erziehungskraft als Sprachvorbild und die Bedeutung authentischer Interaktionen
  • Kommunikation als eine Möglichkeit der Partizipation

2 Tage im Pädagogischen Institut

Beobachtung und Dokumentation

  • Kompetenzorientierung und Wertschätzung im Beobachtungsverlauf
  • prozessorientierte Beobachtung und Dokumentation
  • systematische Beobachtungsverfahren
  • Transfer von Beobachtungsergebnissen in das pädagogische Handeln

2 Tage im Pädagogischen Institut

Begleitung von Bildungs- und Lernprozessen

  • vielfältiges Bildungsverständnis als Grundlage des pädagogischen Handelns
  • Lernort Alltag (u.a. Gestaltung der Mahlzeiten, Pflegesituationen, Räume)
  • Spielentwicklung, Spielsituationen und Spielmaterial
  • Wertschätzen und Aufgreifen kindlicher Interessen in verschiedenen Bildungsbereichen

3 Tage im Pädagogischen Institut

Abschluss

  • Reflexion von Lernerfahrungen anhand ausgewählter Aspekte des eigenen Portfolios
  • Austausch über Nachhaltigkeit und Zukunftsperspektiven
  • Auswertung der Zusatzqualifikation
  • Zertifikatsübergabe

4,5 Stunden im Pädagogischen Institut

Ein ausführliches Konzept können Sie unter pifb1.rbs@muenchen.de anfordern.

Ansprechpartnerin: Claudia Büttner und Anna Sippl
(claudia.buettner[at]muenchen.de, anna.sippl[at]muenchen.de; 233-23906/-04)
Kosten: 1040,00 €
Nächster Start: April 2020

Kinder gestalten die Zukunft (Bildung für nachhaltige Entwicklung)

Kinder stellen Fragen, forschen, entdecken und staunen. Sie sind neugierig, wollen die Welt begreifen und spielend erfahren. Dabei stoßen sie auf Fragen zu alltäglichen Themen wie Ernährung, Mobilität, Energie, Spielzeug und Kleidung. Wo kommen die Dinge her? Wer ist an der Produktion beteiligt, und welche Auswirkungen hat unser Konsum auf die Natur, die Umwelt und die Menschen in anderen Ländern? Damit Kinder heute ihre Zukunft positiv mitgestalten können, benötigen sie Kompetenzen, die sie befähigen, kreativ und sozial zu denken, lebenslang neugierig und flexibel zu sein sowie selbst- und sprachbewusst aufzutreten. Dazu müssen sie die Chance erhalten, Werte zu entwickeln, an Entscheidungen teilzuhaben und verantwortungsbewusst zu handeln.

Diese Zusatzqualifikation unterstützt Sie dabei, in Ihrer Kindertageseinrichtung partizipativ und werteorientiert eine nachhaltige Entwicklung anzuregen und zu gestalten. Wir setzen an Ihren Erfahrungen an und ermöglichen es Ihnen, erlebnis- und praxisorientierte Methoden für Ihre Bildungsarbeit in Ihrer Kindertageseinrichtung kennenzulernen. Sie werden selbst ein Praxisprojekt planen, verwirklichen und beschreiben, um sich mit den Ideen und Zielen der Bildung für nachhaltige Entwicklung vertraut zu machen.

Sie erhalten einen umfassenden Praxisordner für Ihre eigene Arbeit.

Einführung und Grundlagen

  • Einführung in die Thematik
  • Inhaltlicher und praktischer Einstieg in die Umweltbildung/Bildung für nachhaltige Entwicklung und in das Konzept der Gestaltungskompetenzen
  • Bezug zum BayBEP

2 Tage im Pädagogischen Institut

Hospitationsfahrt, Naturerfahrung

  • Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Praxis: Hospitationsfahrt nach Hilpoltstein zum Kindergarten und zur Umweltstation des Landesbundes für Vogelschutz in Bayern e.V.
  • Naturerfahrung als Grundlage der kindlichen Entwicklung

1 Tag in Hilpoltstein, 1 Tag im Ökologischen Bildungszentrum

Projektarbeit, Kooperationspartner_innen, Partizipation

  • Projekte, Team- und Elternarbeit in Kindertageseinrichtungen, Sammlung von Projektideen
  • Vorstellung von Kooperationspartner_innen
  • Beteiligung von Kindern im Alltag der Kindertageseinrichtungen

2 Tage im Pädagogischen Institut

Mobilität, Gesundheit und Ernährung

  • Bewegungserfahrung und Mobilität im städtischen Alltag, Team- und Elternarbeit
  • Aspekte eines gesunden Lebensstils, Gesundheitsförderung in der Kindertageseinrichtung
  • Saisonale und regionale Ernährung

2 Tage im Pädagogischen Institut

Energie und Klima, Werte und Philosophieren mit Kindern

  • Methoden und Projekte zum Thema Energie und Klima in Kindertageseinrichtungen
  • Neue Spiele und Übungen zu Visionen und Werten für eine l(i)ebenswerte Zukunft

2 Tage im Pädagogischen Institut

Stärkung der Selbstkompetenz, BNE in der Einrichtung

  • Erlebnispädagogische Spiele und Übungen
  • Bausteine zur Verankerung der Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Einrichtung, deutlich gemacht anhand von Praxisbeispielen
  • Abschluss: Präsentation der Praxisprojekte, Auswertung der Zusatzqualifikation, Zertifikatsübergabe

2 Tage im Pädagogischen Institut

Ansprechpartnerin: Eva Karbaumer (eva.karbaumer[at]muenchen.de; 233-22368)
Kosten: 960,00 €
Nächster Start: Mai 2020

Partizipation - von der Beteiligung zur Mitbestimmung zur Selbstbestimmung von Kindern

Kinder wollen das „echte Leben“ erleben, sie wollen ernst genommen werden und „Bestimmerin“ oder „Bestimmer“ sein. Sie zeigen sehr oft, dass sie selbstwirksam und verantwortungsvoll für sich und die Gemeinschaft handeln können. Oft jedoch ist der Alltag gekennzeichnet von Vorschriften und Regeln, die Erwachsene für Kinder festlegen. Diese stehen einer flexiblen Gestaltung der Lebenswelt von und durch Kinder sowie einem gemeinschaftlichen Aushandeln der Interessen aller im Weg. Um Kindern die ihnen zustehenden Rechte auf Mitbestimmung und Selbstbestimmung einzuräumen, ist es erforderlich, Entscheidungsräume für Kinder zu schaffen. Diese geben Kindern Gelegenheit, immer mehr Verantwortung für die Gestaltung der eigenen Lebenswelt zu übernehmen und aktiv handelnde, werteorientierte Mitglieder der demokratischen Gesellschaft zu werden. Denn da unklar ist, was die Zukunft bringt, sollen Kinder auch neue Konzepte und Kompetenzen zur Lebensgestaltung erproben können. Dies alles ist möglich, wenn sich Erziehungskräfte ihrer jetzt ausgeübten Macht bewusst und bereit sind, (immer mehr) Macht abzugeben und die Vielfalt zu schätzen. Dieses neue Format einer Zusatzqualifikation unterstützt innerhalb von 2 Jahren einzelne Teams, die die partizipative Haltung der einzelnen Teammitglieder und des gesamten Teams weiterentwickeln und Partizipation strukturell verankern möchten. Sie werden je nach Teamgröße begleitet von ein oder zwei Referent_innen, die speziell für diese Themen geschult sind.

Es gibt verpflichtende und variable Bausteine, die unterschiedlich intensiv durchgeführt werden können: Vorgespräch unter Leitung der jeweiligen Stadtquartiers- bzw. Bereichsleitung, ein- bis zweitägige Workshops, Hospitationen der Referentinnen in der Einrichtung mit Feedback, Mitarbeiterbesprechungen, Klausurtage sowie Unterstützung für die Kooperation mit Eltern.

Die Einrichtungen dokumentieren und reflektieren ihren Weg, partizipative Strukturen und Haltungen im pädagogischen Alltag zu implementieren.

Diese Zusatzqualifikation startete mit 10 Einrichtungen 2018 und dauert bis 2020.

Ein ausführliches Konzept können Sie unter pifb1.rbs@muenchen.de anfordern.

Ansprechpartnerin: Eva Karbaumer (eva.karbaumer@muenchen.de; 233-22368)
Kosten: nur intern buchbar
Nächster Start: voraussichtlich 2020

Kooperation mit Eltern in Kindertageseinrichtungen

Die Kooperation mit den Eltern bzw. den Erziehungsberechtigten der Kinder ist eine wichtige Aufgabe im Rahmen Ihrer pädagogischen Arbeit und die Beteiligung von Familien ist ein fest verankerter Auftrag der Kindertageseinrichtungen. Sie informieren, beraten oder unterstützen Eltern und laden sie ein, den Alltag Kindertageseinrichtung mitzugestalten. Grundlage des Miteinanders ist eine von Wertschätzung und Respekt geprägte Atmosphäre, die es beiden Seiten
ermöglicht, sich zu öffnen und bereichernde Erfahrungen zu machen.
Die Zusatzqualifikation bietet Ihnen Gelegenheit, sich intensiv sowohl mit der praktischen Umsetzung der Elternkooperation in Ihrer Einrichtung als auch mit aktuellem theoretischen Wissen sowie alltäglichen Herausforderungen auseinanderzusetzen. Dabei ist die Reflexion der Zusammenarbeit mit den Familien ein ebenso wichtiger Bestandteil wie der Erfahrungsaustausch in der Gruppe.
Zentrales Anliegen der Zusatzqualifikation ist es, sowohl Ihre persönlichen Kompetenzen zu erweitern, als auch die Kooperation mit den Eltern im gesamten Team Ihrer Kindertageseinrichtung weiterzuentwickeln. Aus diesem Grund werden Tandems, bestehend aus Leitung oder stellvertretender Leitung und pädagogischer Mitarbeiterin/pädagogischem Mitarbeiter, bei der Zusage bevorzugt, es ist aber keine Voraussetzung.

Auftakt

Sie erhalten einen Überblick über Ablauf und Inhalte der Zusatzqualifikation sowie grundlegende Informationen dazu. Weitere Formen der Elternkooperation, z.B. zur Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat oder Elternbildungsmaßnahmen, werden besprochen.

2 Stunden im Pädagogischen Institut

Wertschätzende Gestaltung von Erziehungs- und Bildungspartnerschaften

  • Auseinandersetzung mit dem Bild von Elternschaft sowie mit persönlichen und biografischen Aspekten in der Zusammenarbeit
  • Reflexion der professionellen pädagogischen Haltung in Bezug auf vielfältige Familiensysteme und unterschiedliche Erziehungsstile und –ziele
  • Bestimmen des Ist-Stands und Erarbeiten von Veränderungszielen in Ihrer Kindertageseinrichtung oder für Ihre persönliche Zusammenarbeit mit den Eltern

2 Tage im Bildungshaus Achatswies

Kommunikation und Umgang mit Konflikten aus systemischer Perspektive

  • Anwenden von Grundlagen der Gesprächsführung
  • Wahrnehmen von systemischen Aspekten: Kinder, Familien und Kindertageseinrichtung
  • Professioneller Umgang mit Elternbeschwerden
  • Erarbeitung von konflikthaften Situationen mit lösungsorientierten Methoden

2 Tage im Pädagogischen Institut

Entwicklungsgespräche in Kindertageseinrichtungen

  • Kennen von Kriterien der Entwicklungsbeobachtung in Kindertageseinrichtungen
  • Planen von Entwicklungsgespräche in Krippe und Kindergarten oder Hort und Tagesheim (Aufteilung entsprechend Ihres Arbeitsfeldes)
  • Mögliche Abläufe eines Entwicklungsgesprächs erproben, u.a. in Kleingruppenarbeit und im Rollenspiel

3 Vormittage im Pädagogischen Institut

Partizipation von Familien am Alltag der Kindertageseinrichtung

  • Betrachten des Spannungsfeldes zwischen individuellen Bedarfen der Eltern und den pädagogischen Zielen oder konzeptionellen Rahmenbedingungen der
    Kindertageseinrichtung
  • Gemeinsames Erarbeiten von Möglichkeiten, wie Eltern den pädagogischen Alltag mitgestalten können: entwickeln von passgenauen und kreativen Formen des Miteinanders
  • Integration von Unterstützungsangeboten des eigenen Stadtteils in das Angebot der Kindertageseinrichtung

2 Tage im Pädagogischen Institut

Abschlussveranstaltung

  • Reflexion von Lernerfahrungen und dem Transfer in die Praxis
  • Austausch über Nachhaltigkeit und Zukunftsperspektiven in den einzelnen Teams
  • Auswertung der Zusatzqualifikation und Zertifikatsübergabe

6 Stunden im Pädagogischen Institut

Reflexionsgruppen

Zwischen den einzelnen Modulen finden Treffen in Kleingruppen statt, um persönliche Lernerfahrungen sowie Erfahrungen mit der Umsetzung im Team zu reflektieren. Überlegungen der nächsten Schritte, Zielvereinbarungen oder herausfordernde Situationen sind mögliche Themen, die im kollegialen Austausch und mit Unterstützung der Referentin bearbeitet werden. Der letzte Termin findet in einem Bildungslokal statt. Hier erfahren Sie anhand praktischer
Beispiele, die in der Zusammenarbeit des PI-Fachbereiches “Bildung im Quartier” und des Elternprogramms “Integration macht Schule im Quartier” der AWO München entwickelt und umgesetzt werden, wie für die Elternkooperation die zahlreichen und vielfältigen Ressourcen im Stadtquartier gebündelt genutzt werden können.

Ein ausführliches Konzept können Sie unter pifb1.rbs@muenchen.de anfordern.

Ansprechpartnerin: Claudia Büttner (claudia.buettner@muenchen.de; 233-223906)
Kosten: 1040,00 €
Nächster Start: 28.05.2020

Vielfalt willkommen heißen – Inklusion in Kindertageseinrichtungen entwickeln

Aus der Grundüberzeugung, dass Vielfalt und Individualität Kindertageseinrichtungen bereichern, Entwicklungs- und Verständnismöglichkeiten für alle Beteiligten bieten und zu einer gleichwürdigen und gerechten Gesellschaft beitragen, heißen wir alle Mädchen und Jungen sowie deren Familien in der Kindertageseinrichtung willkommen.
Mädchen und Jungen möchten in ihrer Identität mit ihren Besonderheiten bestärkt werden und ihrerseits Interesse an und Zuneigung zu anderen Menschen ausdrücken können. Sie wollen an Entscheidungen beteiligt und respektiert werden. Dasselbe gilt für die Familien: Eltern wünschen sich, als kompetente Erziehungspartner_innen wertgeschätzt und wahrgenommen zu werden.
Mit dieser Zusatzqualifikation werden pädagogische Mitarbeiter_innen in Kindertageseinrichtungen zur Eigenreflexion angeregt und im Austausch mit der Fortbildungsgruppe und dem eigenen Team bei der Umsetzung einer inklusiven und partizipativen Pädagogik im Alltag unterstützt.
Die Zusatzqualifikation wird von Kolleg_innen der KITA-Fachberatung und verschiedenen externen Expert_innen durchgeführt. Neben der regelmäßigen und selbstaktiven Teilnahme an den Modulen ist eine intensive Arbeit mit dem eigenen Team zu Fragen inklusiver Praxis vor Ort unerlässlich. Die Weiterentwicklung der eigenen Einrichtung muss dokumentiert werden, z.B. mit Hilfe eines Lerntagebuchs. Am Ende der Zusatzqualifikation muss dieser Prozess schriftlich reflektiert werden.

Konzept von Inklusion und Werte

  • eigene Erfahrungen mit Vielfalt
  • Definition und Grundlagen von Inklusion
  • Auseinandersetzung mit inklusiven Werten
  • Anti-Bias-Ansatz
  • rechtliche Rahmenbedingungen
  • Absprache zur weiteren Dokumentation des eigenen Lernprozesses

3 Tage im Pädagogischen Institut

Rolle und Haltung der Fachkraft

  • professionelle Rolle und Haltung der pädagogischen Fachkraft
  • Entwicklungspsychologie aus systemischer Sicht
  • pädagogische Grundprinzipien in der Arbeit mit den Kindern

2 Tage im Pädagogischen Institut

Gesprächsführung und Teamarbeit

  • wertschätzende Gesprächsführung und interkulturelle Verständigung
  • Grundlagen inklusiver Teamarbeit

2 Tage im Pädagogischen Institut

Eltern und Gemeinwesenarbeit

  • Grundlagen der Zusammenarbeit mit Erziehungsberechtigten
  • Verankerung der eigenen Einrichtung im Gemeinwesen

2. Tage im Pädagogischen Institut

Reflexion von Fragen aus der Praxis unter Genderaspekten

  • in der Arbeit mit den Mädchen und Jungen
  • in der eigenen Geschlechterrolle im Kita-Alltag

1 Tag im Pädagogischen Institut

Abschluss

  • Vorstellung der Dokumentation der Reflexion der Teilnehmenden und deren Teams, z.B. anhand eines Lerntagebuchs
  • Austausch und Reflexion
  • Überreichung der Zertifikate

1 Tag im Pädagogischen Institut

Weiteres

Im zweiten und dritten Jahr findet je ein Klausurtag mit dem Team statt. Zudem können Sie zweimal in einer Kindertageseinrichtung hospitieren.

Ein ausführliches Konzept können Sie unter pifb1.rbs@muenchen.de anfordern.

Ansprechpartnerin: Eva Karbaumer (eva.karbaumer@muenchen.de; 233-22368)
Kosten: 1040,00 €
Nächster Start: 13.11.2019

Psychomotorik

Kinder spielen gerne. Sie rennen, toben, klettern, balancieren, ruhen sich aus, kämpfen, versinken in Rollenspiele, ob allein, zu zweit oder in der Gruppe. Ganz einfach?! Kinder spüren und wissen sehr genau, was sie wollen und brauchen und was ihnen gut tut. Das Konzept Psychomotorik nutzt dieses „Wissen“ der Kinder. Aufbauend auf einer wert-schätzenden Beziehung bieten wir ihnen ausreichend Raum und Zeit, um sie in ihrer ganzheitlichen Entwicklung zu begleiten und ihnen wiederkehrende positive Erfahrungen zu ermöglichen. Bewegung und Spiel, Neugier und Lust aufs Erforschen sind der Motor für kindliche Entwicklung. Wahrnehmung und Bewegung bilden die Grundlage für jegliche Bildungsprozesse und die Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung der Kinder. Diese Erkenntnisse finden auch im BayBEP ihre Verankerung und Anwendung.
In dieser Zusatzqualifikation erweitern Sie Ihre professionelle Kompetenz, indem Sie die Psychomotorik als praktisch umsetzbares Konzept kennenlernen. Dieser Transfer in die Alltagspraxis Ihrer Kindertageseinrichtung ermöglicht Ihnen im Umgang mit den Kindern und deren Eltern vielfältige und neue Handlungsmöglichkeiten. Diese Bereicherung des pädagogischen Repertoires und der positive Blick aufs Kind führen zu einer gänzlich neuen, spannenden und wertschätzenden Arbeitshaltung.

Basis

  • Bedeutung der Bewegung
  • psychomotorische Haltung
  • Partizipation und Inklusion
  • Grundkonzept Psychomotorik

2 Tage im Pädagogischen Institut

Stärken des Kindes

  • die Themen des Kindes als Ressource
  • Neugier und Lust
  • das Phasenmodell – mein roter Faden
  • Alltagsmaterialien

2 Tage im Pädagogischen Institut

Bewegungs-Kindertageseinrichtung

  • Bewegung als Bildungsprinzip
  • Lernen in und durch Bewegung
  • Bewegung in allen Räumen – auch draußen
  • Umgang mit Risiko, Wagnis und Sicherheit

2 Tage im Pädagogischen Institut

Beob-Achtung

  • Beob-Achten als Beziehungsthema
  • prozessuale psychomotorische Diagnostik
  • Dokumentation
  • Sprache
  • Entspannung und Gesundheit – für dich und mich

2 Tage im Pädagogischen Institut

„Schwierige“ Kinder

  • Psychomotorik und ADHS
  • System und Kontext: Elternarbeit
  • Handeln in schwierigen Situationen

2 Tage im Pädagogischen Institut

Zukunft

  • Reflexion und Supervision der Videoarbeit
  • persönliche Reflexion und Prospektion
  • Vernetzung, Transfer und Verankerung
  • Visionen

Abschluss, Zertifikatsübergabe

2 Tage im Pädagogischen Institut

Projekt

Videoaufnahme einer Psychomotorikstunde in der eigenen Einrichtung inklusive Erstellen eines Ablaufplanes, einer Video-DVD o.Ä. und einer schriftlichen Reflexion anhand von Leitfragen

Ein ausführliches Konzept können Sie unter pifb1.rbs[at]muenchen.de anfordern.

Ansprechpartnerin: Claudia Karbe (claudia.karbe[at]muenchen.de; 233-26759)
Kosten: 960,00 €
Nächster Start: 09.05.2019

QSE-Fachkraft

Aspekte der Qualitätssicherung und -entwicklung (QSE) spielen im Bildungskontext eine bedeutsame Rolle an Kindertageseinrichtungen. Um die QSE-Prozesse an den Bildungseinrichtungen zu unterstützen, bietet das Pädagogische Institut-Zentrum für Kommunales Bildungsmanagement die Zusatzqualifikation „QSE-Fachkraft an Kindertageseinrichtungen“ an. Es besteht die Möglichkeit, nach dem Besuch der entsprechenden Fortbildungsmodule ein Zertifikat zu erwerben.

Wenn Sie als Erziehungskraft die QSE-Arbeit in Ihrer Einrichtung neu übernehmen, können Sie sich auf zwei Wegen fundiert für die Aufgaben qualifizieren und das Zertifikat erlangen:

Option 1: Feste Kursreihe an 10 Veranstaltungstagen
Option 2: Einzelmodule an 10 Veranstaltungstagen

Als in QSE erfahrene Erziehungskraft mit einschlägiger Vorbildung können Sie das Zertifikat über den Kompaktkurs (3 Tage) erwerben.

Termine und Inhalte finden Sie im Bildungsprogramm mit dem Suchbegriff “Qualitätssicherung”.
Die Anmeldung erfolgt über die Einrichtungs- und Stadtquartiers- bzw. Fachbereichsleitung.

Ansprechpartnerin: Christine Hempfer-Molitor (c.hempfermolitor[at]muenchen.de; 233-32113)

 

Kindertageseinrich­tungen – Kontakt

Leitung:
Ursula Harbich
Herrnstr. 19, Zi. 207
80331 München
Telefon: 089 233-28879
Fax: 089 233-20652
E-Mail: ursula.harbich[at]muenchen.de

Stellvertretung:
Sonia Scharrer
Herrnstr. 19, Zi. 208
Telefon: 089 233-23894
Fax: 089 233-20652
E-Mail: sonia.scharrer[at]muenchen.de

Auf der Kontakt-Seite finden Sie die Kontaktdaten aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter