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Zusatzqualifikationen für Erziehungskräfte

Zusatzqualifikationen sind eine Möglichkeit, sich intensiv und über einen längeren Zeitraum mit einem Thema auseinanderzusetzen, Impulse mit in Ihre Kindertageseinrichtung zu nehmen und dort weiterzuentwickeln. Es gibt verschiedene Formate, an denen Einzelpersonen, Tandems (Leitung/ pädagogische Mitarbeiter*in) oder alle Mitarbeiter*innen einer Einrichtung teilnehmen können. Die Zusatzqualifikationen haben in der Regel einen Umfang von 10 bis 12 Tagen.

Dadurch, dass sich Fortbildungen und Berufspraxis abwechseln, wird die Reflexion von Erfahrungen, die Auseinandersetzung mit aktuellen Erkenntnissen zu den verschiedenen Themen der Module sowie der Transfer in die Kindertageseinrichtungen unterstützt.
Durch Methoden wie Projektarbeit mit Kindern, Hospitationen, kollegiale Fallarbeit sowie der Zusammenarbeit im Team wird der Bezug zur Praxis vertieft. Im Rahmen der Zusatzqualifikation findet eine stetige Reflexion zur Weiterentwicklung der eigenen pädagogischen Arbeit und Haltung und des individuell Gelernten statt. Dies wird beispielsweise anhand von Lerntagebüchern, Vorstellung von Video-Sequenzen aus der Praxis, Reflexionsberichten dokumentiert. Die Teilnehmenden erhalten zum Abschluss ein Zertifikat des Pädagogischen Instituts – Zentrum für Kommunales Bildungsmanagement.

Bei Zusatzqualifikationen, welche keine verpflichtende Teamfortbildung beinhalten, empfehlen wir dem Team, zu dem Thema der Zusatzqualifikation eine Teamfortbildung einzuplanen, um die Thematik im gesamten Team zu verankern. Die Beantragung erfolgt auf dem üblichen Wege.

Die Übergangszeit vom Kindergarten in die Grundschule professionell gestalten und begleiten
Übergänge sind bedeutende, zeitlich begrenzte Veränderungen, welche mit verschiedensten Entwicklungsaufgaben verknüpft sind. Ob diese bewältigt werden, hängt maßgeblich von der pädagogischen Fachkraft ab, welche diese begleitet. Sie als Kooperationsfachkraft sind zuständig für die Planung und Gestaltung der Übergangzeit in die Grundschule, Beratung des Teams und der Eltern sowie für die Zusammenarbeit mit Fachdiensten und der Grundschule. Durch die Zusatzqualifikation werden dafür Wissen sowie Kompetenzen entwickelt und gestärkt, um die Übergangszeit mit allen Beteiligten professionell zu gestalten.

Die Zusatzqualifikation umfasst 12 Fortbildungstage.

Auftakt

Die Informationsveranstaltung richtet sich an die Teilnehmenden und deren Leitungen. Sie erhalten einen Überblick über den Ablauf der Zusatzqualifikation und grundlegenden Informationen dazu. Die besonderen Anforderungen an die Kooperationsfachkräfte und die begleitende Unterstützung durch die Zusatzqualifikation werden thematisiert.

2 Stunden online

Brauchen Kinder Förderung?

  • Welche Bedeutung hatten das Kind und die Schule noch vor einigen Jahren, und welche haben sie heute?
  • Worauf soll die Vorschulpädagogik vorbereiten? Auf die Ausbildung oder auf Bildung?
  • Wie verhält sich der Kindergarten heute in dem Spannungsfeld Familie – Schule – Beruf?
  • Was sehen wir heute als den Sinn der Kindheit? Wie würden wir uns Kindheit wünschen?
  • Welche Konsequenzen haben diese Fragen für unsere Arbeit als Kooperationsfachkräfte?

2 Tage im Bildungshaus Achatswies

Sprachstandserhebungen und Vorkurs Deutsch – Umsetzung in den pädagogischen Alltag

  • Wie gelingt nachhaltiges Beobachten von Lernprozessen und Entwicklungsbereichen?
  • Wie verknüpfen sich die Ergebnisse der Beobachtung effektiv mit dem Alltag?
  • Wie werden die Sprachstandserhebungen „sismik” und „seldak” sinnvoll umgesetzt?
  • Welche Möglichkeiten gibt es, den Vorkurs Deutsch im regulären Kindergartenalltag umzusetzen?
  • Welche Wege gibt es für die eigene Einrichtung?

3 Tage im Pädagogischen Institut

Entwicklungspsychologie und Schulfähigkeit

  • Wann ist ein Kind „schulfähig”? Welche Diagnose- und Fördermöglichkeiten gibt es?
  • Welche Entwicklungsaufgaben müssen Kinder im Vorschulalter bewältigen?
  • Welche stützenden Fähigkeiten besitzen Kinder?
  • Welche Erwartungen hat die Schule an Kinder und Eltern?

1 Tag in der Grundschule an der Lerchenauerstraße

Kooperation mit der Grundschule und Einblick in den Lehrplan

  • Welche Chancen, Schwierigkeiten und Wege der Kooperation sind möglich?
  • Welche rechtlichen Grundlagen gibt es für die fachlichen Zuständigkeiten und den Datenschutz?
  • Welche Parallelen gibt es zwischen dem Grundschullehrplan und dem BEP?
  • Welche Leitgedanken verfolgen die einzelnen Schulfächer?
  • Welche Methodik und Didaktik stecken in den Fächern Deutsch und Mathematik im Anfangsunterricht?

1 Tag in der Grundschule an der Lerchenauerstraße

Elternkooperation

  • Wie können Eltern begleitet werden?
  • Welche Möglichkeiten der Beteiligung von Eltern gibt es?
  • Was können Eltern für einen gelingenden Start in die Schule beitragen?
  • Wie kann ein Elternabend zum Thema Transitionen gestaltet werden?

2 Tage im Pädagogischen Institut

Beratungsgruppen

Begleitend über den gesamten Zeitraum der Zusatzqualifikation sind drei Termine à drei Stunden und ein ganztägiger Termin geplant. Die Themen und Inhalte der Beratungsgruppen werden von den Teilnehmenden eingebracht und orientieren sich an der aktuellen pädagogischen Praxis. Ebenso erhalten die Teilnehmenden Reflexionsaufgaben die zu bearbeiten sind. Die Teilnehmergruppe wird in zwei Beratungsgruppen aufgeteilt, die sich an den ersten drei Terminen jeweils von 09:00-12:00 Uhr oder von 13:00-16:00 Uhr trifft. Der letzte Termin findet für beide Gruppen ganztägig statt.

Abschluss

In der Abschlussveranstaltung werden in einer umfassenden Reflexion die gesamte Zusatzqualifikation und Fragen zur Umsetzung in die Praxis bearbeitet. Im Anschluss daran erhalten die Teilnehmenden das Zertifikat.

Eine Übersicht der Inhalte und Termine finden Sie hier.

Ansprechpartnerin: Anna Sippl (anna.sippl[at]muenchen.de; 233-23904)
Kosten: nur intern buchbar
Nächster Start: Juli 2023

Kompetentes Praxismentoring

Der Lernort Praxis stellt im Rahmen der Ausbildung zur/zum Erzieher*in einen wesentlichen und bedeutsamen Teil dar. Gerade die ersten Praxiserfahrungen prägen oft langfristig die Arbeitsweise und Einstellungen der/des Praktikant*in. Umso wichtiger ist an dieser Stelle eine kompetente Begleitung, die Möglichkeiten zur beruflichen Orientierung und Identitätsfindung bietet und zu Reflexion und kritischer Auseinandersetzung mit dem Berufsfeld anregt. Diese anspruchsvolle Aufgabe kann nur gelingen, wenn Praxismentor*innen neben beruflicher Erfahrung über entsprechenden theoretischen Hintergrund und Schlüsselkompetenzen verfügen, um die Praktikant*innen in ihrer Entwicklung zu unterstützen und individuell zu fördern. Im Rahmen der Zusatzqualifikation „Kompetentes Praxismentoring“ sollen Praxismentor*innen die Möglichkeit bekommen, ihre eigene Rolle und die Erwartungen an die/den Praktikant*in zu reflektieren, zu konkretisieren und für den Mentoringprozess nutzbar zu machen.

Auftakt

Diese Informationsveranstaltung richtet sich an die Teilnehmenden und deren Leitungen. Sie erhalten einen Überblick über den Ablauf der Zusatzqualifikation und grundlegende Informationen dazu. Die Bedeutung eines professionellen Praxismentorings im Lernort Praxis wird verdeutlicht.

2 Stunden online

Grundlagen des Praxismentoringprozesses

  • Reflexion der eigenen beruflichen Identität und des Berufsbildes
  • Haltung, Werte und Vorbildfunktion
  • die Rolle »Mentor*in« und die Rolle »Praktikant*in«
  • Umgang mit Macht und Verantwortung
  • Rahmenbedingungen für den Praxismentoringprozess in der Einrichtung
  • Ausbildungsplan im Lernort Praxis
  • Erwartungen an und von Praktikant*innen

3 Tage im Bildungshaus Achatswies

Mentoring in der Praxis

  • konkrete Umsetzung
  • Praxisdialoge kreativ gestalten
  • Praktikant*innen fördern/fordern sowie Feedback geben und nehmen
  • Konflikte erkennen und bearbeiten
  • die Rolle des/der Praxismentor*in bei Beurteilungen und Prüfungen
  • Genderthemen und Sexualpädagogik
  • Reflexion und Bearbeitung aktueller Themen der Teilnehmenden

4 Einzeltage im Pädagogischen Institut

Kooperation mit der Ausbildungsstätte

  • Informationen zu SPS, Anerkennungsjahr und Optiprax
  • Kooperation mit der Fachakademie
  • Beurteilungen und Prüfungen
  • Standards für den Praxismentoringprozess

2 Tage im Pädagogischen Institut

Das Team im Praxismentoringprozess

  • Akzeptanz des Mentorings im Team
  • Hauskonzeption und Praxismentoringprozess
  • Einbindung der/des Praktikant*in in das Team
  • die Einrichtung als Ausbildungsort

2 Tage im Pädagogischen Institut

Abschluss

Am Ende der Zusatzqualifikation reflektieren und präsentieren die Teilnehmenden ihre wichtigsten Lernerfahrungen. Danach findet die Zertifikatsübergabe statt.

4,5 Stunden im Pädagogischen Institut

Eine Übersicht der Inhalte und Termine finden Sie hier.

Ansprechpartnerin: Carolin Fink (carolin.fink[at]muenchen.de; 233-28853)
Kosten für Externe: nur intern buchbar
Nächster Start: Juni 2023

Kinder gestalten die Zukunft (Bildung für nachhaltige Entwicklung)

Kinder stellen Fragen, forschen, entdecken und staunen. Sie sind neugierig, wollen die Welt begreifen und spielend erfahren. Dabei stoßen sie auf Fragen zu alltäglichen Themen wie Ernährung, Mobilität, Energie, Spielzeug und Kleidung. Wo kommen die Dinge her? Wer ist an der Produktion beteiligt, und welche Auswirkungen hat unser Konsum auf die Natur, die Umwelt und die Menschen in anderen Ländern? Damit Kinder heute ihre Zukunft positiv mitgestalten können, benötigen sie Kompetenzen, die sie befähigen, kreativ und sozial zu denken, lebenslang neugierig und flexibel zu sein sowie selbst- und sprachbewusst aufzutreten. Dazu müssen sie die Chance erhalten, Werte zu entwickeln, an Entscheidungen teilzuhaben und verantwortungsbewusst zu handeln.

Diese Zusatzqualifikation unterstützt Sie dabei, in Ihrer Kindertageseinrichtung partizipativ und werteorientiert eine nachhaltige Entwicklung anzuregen und zu gestalten. Für Kinder wird so die Kindertageseinrichtung als Lernort für Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit erlebbar.

Wir setzen an Ihren Erfahrungen an und ermöglichen es Ihnen, erlebnis- und praxisorientierte Methoden für Ihre Bildungsarbeit in Ihrer Kindertageseinrichtung kennenzulernen. Sie werden selbst ein Praxisprojekt planen, verwirklichen und beschreiben, um sich mit den Ideen und Zielen der Bildung für nachhaltige Entwicklung vertraut zu machen.

Einführung und Grundlagen

  • Inhaltlicher und praktischer Einstieg in das Konzept „nachhaltige Entwicklung“
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) als Orientierung für die Arbeit in der Kindertageseinrichtung
  • Kindertageseinrichtungen als Lernorte für die SDGs (Ziele nachhaltiger Entwicklung der Vereinten Nationen)

2 Tage im Pädagogischen Institut

Gesundheit und Ernährung

  • Aspekte eines gesunden Lebensstils, Gesundheitsförderung in der Kindertageseinrichtung
  • Dimensionen nachhaltiger Ernährung – saisonal, regional, fair und ökologisch

2 Tage im Ökologischen Bildungszentrum

Projektarbeit und Partizipation

  • Initiierung von Projekten der Bildung für nachhaltige Entwicklung
  • Kooperationspartner*innen für die Projektarbeit
  • BNE-Projekte partizipativ gestalten

2 Tage im Ökologischen Bildungszentrum

Mobilität und Ressourcenschutz

  • Bewegungserfahrung und Mobilität im städtischen Alltag
  • Papier, Plastik, Müll und virtuelles Wasser: Ressourcenschutz in der Kindertageseinrichtung

2 Tage im Pädagogischen Institut

Entwicklung von Werten und Philosophieren mit Kindern

  • Entwicklung von Werten und Haltungen, Einbezug von globalen und gesellschaftspolitischen Perspektiven
  • Umgang mit Herausforderungen und Hemmnissen
  • Aufbau von Vernetzung und Unterstützungsstrukturen

2 Tage im Pädagogischen Institut

Verankerung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Einrichtung

  • Erlebnispädagogische Spiele und Übungen
  • Naturerfahrung zur Stärkung des Gemeinschaftssinns in der Kindertageseinrichtung
  • Entwicklung von Visionen für eine zukunftsfähige Einrichtung

1 Tag im Ökologischen Bildungszentrum

Abschlussveranstaltung

  • Präsentation der Praxisprojekte, Auswertung der Zusatzqualifikation, Zertifikatsübergabe

1 Tag im Pädagogischen Institut

Eine Übersicht der Inhalte und Termine finden Sie hier.

Ansprechpartnerin: Eva Karbaumer (eva.karbaumer[at]muenchen.de; 233-22368)
Kosten für Externe: 500,00 €
Nächster Start: 2023

Partizipation - von der Beteiligung zur Mitbestimmung zur Selbstbestimmung von Kindern

Kinder wollen das „echte Leben“ erleben, sie wollen ernst genommen werden und „Bestimmerin“ oder „Bestimmer“ sein. Sie zeigen sehr oft, dass sie selbstwirksam und verantwortungsvoll für sich und die Gemeinschaft handeln können. Oft jedoch ist der Alltag gekennzeichnet von Vorschriften und Regeln, die Erwachsene für Kinder festlegen. Diese stehen einer flexiblen Gestaltung der Lebenswelt von und durch Kinder sowie einem gemeinschaftlichen Aushandeln der Interessen aller im Weg. Um Kindern die ihnen zustehenden Rechte auf Mitbestimmung und Selbstbestimmung einzuräumen, ist es erforderlich, Entscheidungsräume für Kinder zu schaffen. Diese geben Kindern Gelegenheit, immer mehr Verantwortung für die Gestaltung der eigenen Lebenswelt zu übernehmen und aktiv handelnde, werteorientierte Mitglieder der demokratischen Gesellschaft zu werden. Denn da unklar ist, was die Zukunft bringt, sollen Kinder auch neue Konzepte und Kompetenzen zur Lebensgestaltung erproben können. Dies alles ist möglich, wenn sich Erziehungskräfte ihrer jetzt ausgeübten Macht bewusst und bereit sind, (immer mehr) Macht abzugeben und die Vielfalt zu schätzen.

Dieses neue Format einer Zusatzqualifikation unterstützt innerhalb von 2 Jahren einzelne Teams, die die partizipative Haltung der einzelnen Teammitglieder und des gesamten Teams weiterentwickeln und Partizipation strukturell verankern möchten. Sie werden je nach Teamgröße prozesshaft begleitet von ein oder zwei Referent*innen, die speziell für diese Themen geschult sind.

Es gibt verpflichtende und variable Bausteine, die individuell unterschiedlich intensiv durchgeführt werden können:

  • Vorgespräch unter Leitung der jeweiligen Stadtquartiers- bzw. Bereichsleitung,
  • ein- bis zweitägige Workshops,
  • Hospitationen der Referentinnen in der Einrichtung mit Feedback,
  • Mitarbeiterbesprechungen,
  • Klausurtage sowie
  • Unterstützung für die Kooperation mit Eltern.

Die Einrichtungen dokumentieren und reflektieren ihren Weg, partizipative Strukturen und Haltungen im pädagogischen Alltag zu implementieren.
Dieses Angebot wird nur städtischen Einrichtungen zur Verfügung gestellt.

Ein ausführliches Konzept können Sie unter pizkb.kita.rbs[at]muenchen.de anfordern.

Ansprechpartnerin: Eva Karbaumer (eva.karbaumer[at]muenchen.de; 233-22368)
Kosten: nur intern buchbar
Nächster Start: individuell buchbar

Vielfalt willkommen heißen – Inklusion in Kindertageseinrichtungen entwickeln

Aus der Grundüberzeugung, dass Vielfalt und Individualität Kindertageseinrichtungen bereichern, Entwicklungs- und Verständnismöglichkeiten für alle Beteiligten bieten und zu einer gleichwürdigen und gerechten Gesellschaft beitragen, heißen wir alle Mädchen und Jungen sowie deren Familien in der Kindertageseinrichtung willkommen.

Mädchen und Jungen möchten in ihrer Identität mit ihren Besonderheiten bestärkt werden und ihrerseits Interesse an und Zuneigung zu anderen Menschen ausdrücken können. Sie wollen an Entscheidungen beteiligt und respektiert werden. Dasselbe gilt für die Familien: Eltern wünschen sich, als kompetente Erziehungspartner*innen wertgeschätzt und wahrgenommen zu werden.

Mit dieser Zusatzqualifikation werden pädagogische Mitarbeiter*innen in Kindertageseinrichtungen zur Eigenreflexion angeregt und im Austausch mit der Fortbildungsgruppe und dem eigenen Team bei der Umsetzung einer inklusiven und partizipativen Pädagogik im Alltag unterstützt.

Die Zusatzqualifikation wird von Kolleg*innen der KITA-Fachberatung und verschiedenen externen Expert*innen durchgeführt. Neben der regelmäßigen und selbstaktiven Teilnahme an den Modulen ist eine intensive Arbeit mit dem eigenen Team zu Fragen inklusiver Praxis vor Ort unerlässlich. So soll jeweils im ersten Quartal des zweiten und dritten Jahres der Zusatzqualifikation ein Klausurtag zum Thema Inklusion in der Einrichtung durchgeführt werden. Zudem können zwei Hospitationstermine in anderen Einrichtungen.

Die Weiterentwicklung der eigenen Einrichtung muss dokumentiert werden, z.B. mit Hilfe eines Lerntagebuchs. Am Ende der Zusatzqualifikation muss dieser Prozess schriftlich reflektiert werden.

Konzept von Inklusion und Werte

  • eigene Erfahrungen mit Vielfalt
  • Definition und Grundlagen von Inklusion
  • Auseinandersetzung mit inklusiven Werten
  • Anti-Bias-Ansatz
  • rechtliche Rahmenbedingungen
  • Absprache zur weiteren Dokumentation des eigenen Lernprozesses

3 Tage in Achatswies

Rolle und Haltung der Fachkraft

  • professionelle Rolle und Haltung der pädagogischen Fachkraft
  • Entwicklungspsychologie aus systemischer Sicht
  • pädagogische Grundprinzipien in der Arbeit mit den Kindern

2 Tage im Pädagogischen Institut

Gesprächsführung und Teamarbeit

  • wertschätzende Gesprächsführung und interkulturelle Verständigung
  • Grundlagen inklusiver Teamarbeit

2 Tage im Pädagogischen Institut

Eltern und Gemeinwesenarbeit

  • Grundlagen der Zusammenarbeit mit Erziehungsberechtigten
  • Verankerung der eigenen Einrichtung im Gemeinwesen

2. Tage im Pädagogischen Institut

Reflexion von Fragen aus der Praxis unter Genderaspekten

  • in der Arbeit mit den Mädchen und Jungen
  • in der eigenen Geschlechterrolle im Kita-Alltag

1 Tag im Pädagogischen Institut

Abschluss

  • Vorstellung der Dokumentation der Reflexion der Teilnehmenden und deren Teams, z.B. anhand eines Lerntagebuchs
  • Austausch und Reflexion
  • Überreichung der Zertifikate

1 Tag im Pädagogischen Institut

Ein ausführliches Konzept können Sie unter pizkb.kita.rbs[at]muenchen.de anfordern.

Ansprechpartnerin: Eva Karbaumer (eva.karbaumer[at]muenchen.de; 233-22368)
Kosten für Externe: 1040,00 €
Nächster Start: November 2024
Eine Übersicht der Inhalte und Termine finden Sie hier.

Gewaltprävention in Kindertageseinrichtungen (6-12 Jahre)

Im Arbeitsalltag mit Kindern und Jugendlichen, Eltern oder auch im Team kommt es immer wieder zu schwierigen, eskalierenden und „gewaltvollen“ Situationen. Diese haben große Auswirkungen auf alle direkt und indirekt Beteiligten.

In dieser Zusatzqualifikation erarbeiten die Teilnehmenden gemeinsam Lösungen sowie präventive Handlungsoptionen für verschiedene in diesem Zusammenhang auftretende Problemstellungen. Die Grundhaltung orientiert sich hier am Konzept der „Neuen Autorität“ nach Haim Omer. Zwischen den Hauptmodulen treffen sich die Teilnehmenden in kleinen Beratungsgruppen, um individuelle Fragestellungen z. B. mithilfe der kollegialen Fallberatung zu bearbeiten.

Auftakt – Haltung und Grundlagen

  • Eröffnung, Organisatorisches
  • Gruppenprozesse, Gruppenfindung
  • Prinzipien des gewaltlosen Widerstandes
  • Vermittlung von Grundlagen
  • Selbstfürsorge
  • Praxis-/Fallarbeit

2 Tage im Pädagogisches Institut

Gewaltprävention in der Arbeit mit Kindern

  • Gewalt versus Aggression
  • Resilienz
  • Tools: Sit in, Ankündigung, Wiedergutmachung
  • Reflexion: „Wann werde ich selbst „gewaltvoll“? Was sind meine Trigger?

1 Tag im Pädagogisches Institut

Konflikte und Mobbing in Gruppen: vorbeugen, erkennen und bearbeiten

  • Abgrenzung von anderen Konflikten
  • Systemische Sichtweise um Handlungsmöglichkeiten zu eröffnen
  • Praktische Methoden zur Prävention
  • Kenntnisse über Interventionsmöglichkeiten

2 Tage im Pädagogisches Institut

Kooperation mit Eltern und Team

  • Wiederholung/Vertiefung: Glaubenssätze
  • Grenzen & Distanz, Abgrenzung
  • Konflikt und Konfliktmanagement
  • Schwierige Themen in der Zusammenarbeit mit Eltern

Vernetzung, Unterstützungsnetzwerke, Aktivierung kollegialer Solidarität

1 Tag im Pädagogisches Institut

Gewalt in den (digitalen) Medien

  • Grundlagen
  • Darstellungsformen und Inhalte von Mediengewalt
  • Erarbeitung von Strategien um dieses Thema in der Praxis zu bearbeiten

1 Tag im Pädagogisches Institut

Geschlechtsspezifische Aspekte in der Gewaltprävention

  • Normative Geschlechterbilder versus Erweiterung von Handlungsspielräumen von Mädchen* und Jungen*
  • Bedeutung der Orientierung an traditionellen Geschlechterrollen auf das Konfliktverhalten von Mädchen* und Jungen*
  • Diversität (Familienformen, Geschlechtsidentität, sexuelle Orientierung…)

1 Tag im Pädagogisches Institut

Abschluss – Praktische Umsetzung im Alltag

  • Rückschau und Prozessverlauf
  • Wie kann die Neue Autorität nachhaltig als Haltung in den Einrichtungen etabliert und umgesetzt werden? Welche Schritte braucht es hierfür?
  • Abschluss, Evaluation, Zertifizierung

 1 Tag im Pädagogisches Institut

Zwischen den Terminen finden drei Beratungstreffen in Kleingruppen statt. Zusätzlich muss vor Abschluss der Zusatzqualifikation ein Klausurtag zum Thema Gewaltprävention in der Einrichtung von den Teilnehmenden geplant, durchgeführt und anschließend schriftlich ausgewertet sowie reflektiert werden

Eine Übersicht der Inhalte und Termine finden Sie hier.

Ansprechpartnerin: Carolin Fink (carolin.fink@muenchen.de 233-28853)
Kosten für Externe: 1040,00 €
Nächster Start: 2024

QSE-Fachkraft an Kindertageseinrichtungen

Aspekte der Qualitätssicherung und -entwicklung (QSE) spielen im Bildungskontext an Kindertageseinrichtungen eine bedeutsame Rolle. In der Zusatzqualifikation QSE erhalten Sie umfangreiches Wissen, Methoden und Fertigkeiten, den QSE-Prozess in Ihrer Einrichtung professionell zu begleiten und zu unterstützen. Ziel ist es, Sie in die Lage zu versetzen, als QSE-Fachkraft zusammen mit dem Team die Qualität der Kindertageseinrichtung weiter zu entwickeln.
Die Zusatzqualifikation umfasst 5 Module mit gesamt 10 Fortbildungstagen, Details und Inhalte finden Sie unten.


Zusatzqualifikation QSE-Fachkraft an Kindertageseinrichtungen (KITA)

Modul 1:          Grundlagen der QSE-Arbeit, Moderation 1
Modul 2:          Ist-Stand-Analyse, Ziele und Maßnahmen
Modul 3:          Prozesse, Dokumentation und Reflexion 1
Modul 4:          Evaluation und Moderation 2
Modul 5:          Reflexion 2 und Abschluss

Es werden jährlich 2 inhaltsgleiche Kursreihen à 5 Modulen angeboten mit den Kursnummern FQK10 und FQK20, Start jeweils im Januar/Februar. Unter diesen Kursnummern melden Sie sich für die gesamte Kursreihe an.

Zusätzlich werden einmal jährlich alle 5 Module als einzeln buchbare Seminare angeboten. Die Einzelmodule haben die Kursnummern FQK001 bis FQK005, Start jeweils im März/April. Die Inhalte und Termine der Kursreihen und Einzelmodule für 2022 finden Sie hier.

Sofern Sie ein oder mehrere Module der Zusatzqualifikation versäumen, können Sie diese innerhalb von 3 Jahren nachholen. Sie müssen sich selbständig für den Termin des jeweiligen Einzelmoduls anmelden.

Die Anmeldung ist nur online möglich.
Nächster Start Kursreihe: Januar 2024 – Anmeldung Herbst 2023

Aufgrund des sehr begrenzten Platzangebots wird die Auswahl der Teilnehmenden im Dezember mit der jeweiligen Stadtquartiersleitung abgestimmt.

Bitte bewahren Sie alle Teilnahmebescheinigungen der besuchten Module auf, damit Sie damit nach Abschluss aller Module  das Zertifikat anfordern können.


Zusatzqualifikation QSE-Fachkraft an Kindertageseinrichtungen (A-4)

Modul 1:         Auftaktveranstaltung (online)
                        Grundlagen der Qualitätssicherung und -entwicklung, Moderation 1
Modul 2:         Ziele und Maßnahmen, Prozesse
Modul 3:         Evaluation, Moderation 2
Modul 4:         Ist-Stand-Analyse, Reflexion 1
Modul 5:         Konzeptionsentwicklung, Dokumentation, Reflexion 2 und Abschluss

Es wird jährlich eine Kursreihe à 5 Modulen angeboten mit der Kursnummer FQK40, Start jeweils im November. Sie können sich nur für die gesamte Kursreihe anmelden. Die konkreten Inhalte und Termine finden Sie hier.

Sofern Sie ein oder mehrere Module der Zusatzqualifikation versäumen, nehmen Sie bitte selbständig mit Frau Dorfhuber, A-4 Fachberatung QSE, Kontakt auf und besprechen eine geeignete Ersatzleistung.

Die Anmeldung ist nur online möglich.
Nächster Start: November 2023 – Anmeldung Sommer 2023

Aufgrund des sehr begrenzten Platzangebots wird die Auswahl der Teilnehmenden mit der jeweiligen Bereichsleitung bzw. Frau Dorfhuber, A4 Fachberatung QSE, abgestimmt.

Ansprechpartnerin: Claudia Karbe (claudia.karbe[at]muenchen.de; 233-26759)
Kosten: für städtischer Mitarbeiter*innen kostenlos, für Externe nicht buchbar

Kooperation mit Eltern in Kindertageseinrichtungen (modular)

Die Kooperation mit den Eltern bzw. den Erziehungsberechtigten der Kinder ist eine wichtige Aufgabe im Rahmen Ihrer pädagogischen Arbeit und die Beteiligung von Familien ist ein fest verankerter Auftrag der Kindertageseinrichtungen. Sie informieren, beraten oder unterstützen Eltern und laden sie ein, den Alltag Kindertageseinrichtung mitzugestalten. Grundlage des Miteinanders ist eine von Wertschätzung und Respekt geprägte Atmosphäre, die es beiden Seiten ermöglicht, sich zu öffnen und bereichernde Erfahrungen zu machen.

Diese Zusatzqualifikation (modular) setzt sich aus einem Grundlagenseminar, verschiedenen Kursangeboten aus dem PI-ZKB Bildungsprogramm, Praxistreffen, einer Teamfortbildung und dem Leistungsnachweis zusammen. Durch die Struktur der modularen Zusatzqualifikation sind Sie flexibler in der Themenwahl und können so eigene und einrichtungsbezogene Schwerpunkte setzen. Auch können Sie sich die einzelnen Module so terminieren wie es in den Jahresablauf der Einrichtung passt. Zudem können aktuelle Themen aufgegriffen und bearbeitet werden. 

Über unser Bildungsprogramm können Sie sich mit Hilfe des #ZQEltern mögliche Kursangebote anzeigen lassen. Bitte beachten Sie, dass diese bei Abgabe nicht länger als 3 Jahre zurück liegen dürfen (z.B. Abgabe in 2024: Teilnahmebescheinigungen von 2022, 2023 und 2024). Um bevorzugt eine Zusage zu erhalten, setzen Sie sich bitte nach der Anmeldung mit der zuständigen Ansprechpartnerin (siehe unten) in Verbindung.

Eine Übersicht der zu erbringenden Leistungen für den Erhalt des Zertifikates finden Sie hier.

Ansprechpartnerin: Claudia Büttner (claudia.buettner[at]muenchen.de, 233-23906)

Kleinstkindpädagogik (modular)

Für Ihre pädagogische Arbeit mit Kindern bis zu drei Jahren ist es wichtig, sich mit den spezifischen Bedürfnissen und Fähigkeiten dieser Altersgruppe sowie der feinfühligen und partizipativen Gestaltung des Alltags mit Kleinstkindern auseinanderzusetzen. Fundiertes Fachwissen und besondere Fachkompetenzen sind grundlegend, um eine gute Betreuungsqualität zu sichern. 

Diese Zusatzqualifikation (modular) setzt sich aus einem Grundlagenseminar, verschiedenen Kursangeboten aus dem PI-ZKB Bildungsprogramm, Praxistreffen, einer Teamfortbildung und dem Leistungsnachweis zusammen. Durch die Struktur der modularen Zusatzqualifikation sind Sie flexibler in der Themenwahl und können so eigene und einrichtungsbezogene Schwerpunkte setzen. Auch können Sie sich die einzelnen Module so terminieren wie es in den Jahresablauf der Einrichtung passt. Zudem können aktuelle Themen aufgegriffen und bearbeitet werden. 

Über unser Bildungsprogramm können Sie sich mit Hilfe des #ZQKleinstkind mögliche Kursangebote anzeigen lassen. Bitte beachten Sie, dass Sie für den Erhalt des Zertifikats Seminare aus verschiedenen Programmbereichen wählen müssen. Bitte beachten Sie, dass diese bei Abgabe nicht länger als 3 Jahre zurück liegen (z.B. Abgabe in 2024: Teilnahmebescheinigungen von 2022, 2023 und 2024). Um bevorzugt eine Zusage zu erhalten, setzen Sie sich bitte nach der Anmeldung mit der zuständigen Ansprechpartnerin (siehe unten) in Verbindung.

Eine Übersicht der zu erbringenden Leistungen für den Erhalt des Zertifikates finden Sie hier.

Ansprechpartnerin: Anna Sippl (anna.sippl[at]muenchen.de; 233-23904)

Kinder im Grundschulalter pädagogisch begleiten (modular)

Im Rahmen der pädagogischen Begleitung von Grundschulkindern sind eine Reihe von Themen von besonderem Interesse. Beispielsweise die Gestaltung der Hausaufgabensituation, die Planung passender freizeitpädagogischer Angebote sowie entwicklungspädagogische Fragestellungen im Hinblick auf die (Vor)Pubertät. Aufgrund der vielfältigen Betreuungsformen wird diese Zusatzqualifikation modular angeboten und richtet sich an alle Erziehungskräfte aus Einrichtungen für die Altersgruppe von 6-13 Jahren (Hort, Tagesheim, Kooperativer Ganztag, …).

Diese modular buchbare Zusatzqualifikation “Kinder im Grundschulalter pädagogisch begleiten” setzt sich aus einem Grundlagenseminar, verschiedenen Kursangeboten aus dem PI-ZKB Bildungsprogramm, Praxistreffen, einer Teamfortbildung und dem Leistungsnachweis zusammen. Durch die Struktur der modularen Zusatzqualifikation sind Sie flexibler in der Themenwahl und können so eigene und einrichtungsbezogene Schwerpunkte setzen. Auch können Sie sich die einzelnen Module so terminieren wie es in den Jahresablauf der Einrichtung passt. Zudem können aktuelle Themen aufgegriffen und bearbeitet werden. 

Über unser Bildungsprogramm können Sie sich mit Hilfe des #ZQGrundschulkind mögliche Kursangebote anzeigen lassen. Bitte beachten Sie, dass Sie für den Erhalt des Zertifikats Seminare aus verschiedenen Programmbereichen wählen müssen. Bitte beachten Sie, dass diese bei Abgabe nicht länger als 3 Jahre zurück liegen (z.B. Abgabe in 2024: Teilnahmebescheinigungen von 2022, 2023 und 2024). Um bevorzugt eine Zusage zu erhalten, setzen Sie sich bitte nach der Anmeldung mit der zuständigen Ansprechpartnerin (siehe unten) in Verbindung.

Eine Übersicht der zu erbringenden Leistungen für den Erhalt des Zertifikates finden Sie hier.

Ansprechpartnerin: Anna Sippl (anna.sippl[at]muenchen.de; 233-23904)

Kindertageseinrich­tungen – Kontakt

Leitung:
Ursula Harbich
Herrnstr. 19, Zi. 207
80539 München
Telefon: 089 233-28879
Fax: 089 233-20652
E-Mail: ursula.harbich[at]muenchen.de

Stellvertretung:
Sonia Scharrer
Herrnstr. 19, Zi. 208
Telefon: 089 233-23894
Fax: 089 233-20652
E-Mail: sonia.scharrer[at]muenchen.de

Auf der Kontakt-Seite finden Sie die Kontaktdaten aller Mitarbeiter*innen.