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Kommunale Servicestelle Übergangsmanagement

Baum mit Stützpfosten

Strategische Koordinierung im Bereich sämtlicher Bildungsübergänge

Die Münchner Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen stehen vor der Herausforderung, immer komplexere Übergänge in ihren Bildungswegen zu bewältigen, wie beispielsweise von der Krippe in den Kindergarten, vom Kindergarten in die Schule, von der Schule in verschiedene Formen der Ausbildung, in ein Studium oder später von der Berufswelt in die Weiterbildung oder auch auf eine Hochschule.

Ein zentrales Anliegen des Programms “Lernen vor Ort” war, dass die bildungsbezogenen Übergänge im Rahmen des lebensbegleitenden Lernens durch ein entsprechendes Übergangsmanagement verbessert werden. Nicht gelingende Übergänge spiegeln sich häufig erst später in hohen (Ausbildungs-) Abbruchquoten und geringer Beteiligung an Weiterbildung wider. Im September 2009 wurde die ressortübergreifende und trägerunabhängige Kommunale Servicestelle Übergangsmanagement (KSÜ) im Referat für Bildung und Sport in der Abteilung Kommunales Bildungsmanagement eingerichtet.

Die KSÜ hatte bis zum Ende der Projektphase von “Lernen vor Ort” die Teilprojektleitung für das Übergangsmanagement inne.

Ende 2014 ist das gesamte Projekt in Linie übergegangen. Die Servicestelle übernimmt die strategische Koordinierung im Bereich sämtlicher Bildungsübergänge. Dies umfasst den weiteren Ausbau eines funktionierenden Netzwerks der an den Übergängen beteiligten stadtinternen und externen Institutionen, die strategische und konzeptionelle Entwicklung und Begleitung der ganzheitlichen Ausgestaltung sämtlicher Übergänge beim Lernen im Lebenslauf und die Durchführung von Fachveranstaltungen.

Die Koordination von Bildungsangeboten im Bereich Migration und Zuwanderung ist ebenfalls bei der KSÜ angedockt.


Übergänge entlang der Bildungskette

Übergang Kita – Grundschule

Der Übergang zwischen Kindergarten und Grundschule ist nicht nur eine Aufgabe für die betroffenen Kinder, er stellt eine pädagogische Herausforderung für alle mit dem Kind verbundenen Erwachsenen dar; das sind zum einen die Eltern und zum andern die pädagogischen Fachkräfte der Kindertageseinrichtungen und die Lehrpersonen der Grundschulen. Sie alle müssen zusammen wirken, um ein Gelingen des Übergangs zu gewährleisten.

Übergang Grundschule – weiterführende Schule

Um den fachlichen Austausch, die Kooperationen und die Abstimmung der pädagogischen Konzepte an den unterschiedlichen Bildungseinrichtungen hinsichtlich dieses Übergangs weiter zu fördern und zu optimieren, führt das Referat für Bildung und Sport zusammen mit dem Staatlichen Schulamt in der Landeshauptstadt München u. a. Fachtagungen zum Thema “Übergang Grundschule – weiterführende Schule” durch. Die Fachtagungen dienen dazu, gemeinsame Ideen und Perspektiven zu entwickeln, damit die in der Grundschule erworbenen Kompetenzen aufgenommen und weiterentwickelt werden können.

Übergang Schule – Beruf

Um Jugendliche und junge Erwachsene beim Übergang von der Schule in die Ausbildung /den Beruf  zu unterstützen, hat die Stadt München eine Reihe von Einrichtungen und und Vereinbarungen auf den Weg gebracht. Dazu gehören z. B. die Kooperationsvereinbarung “Gemeinsam mehr erreichen – Unterstützung erfolgreicher Übergänge in Ausbildung und Beruf”, das Projekt JADE (Jugendliche an die Hand nehmen und begleiten) zur Berufsfindung von Mittelschülerinnen und -schülern, das Berufsorientierungs- und -findungskonzept an den Realschulen und seit 2015 das JiBB (Junge Menschen in Bildung und Beruf). Darüber hinaus wurde b-wege (die Berufswegplanungsstelle) eingerichtet mit dem Ziel, gemeinsam mit den Jugendlichen den individuell passenden Bildungs- und Berufsweg zu finden.

Übergang Schule – Studium

Um Jugendliche und Erwachsene beim Übergang von der Schule in die Hochschule zu unterstützen, wurden eine Reihe von Einrichtungen und und Vereinbarungen auf den Weg gebracht: u. a. die Etablierung einer „Koordinierungsrunde Schule / Hochschule” zur engen Zusammenarbeit mit den Münchner Hochschulen und deren Studienberatungen, der Agentur für Arbeit, des Studentenwerks und den Fachabteilungen des Referats für Bildung und Sport. Die Veranstaltungsreihe „Neue Wege in die Hochschule“ für beruflich Qualifizierte und der Leitfaden “Zweifel am Studium” wurden erarbeitet.


LuKS Lernwerkstätten

Der Übergang zwischen Kindergarten und Grundschule ist nicht nur eine Aufgabe für die betroffenen Kinder, er stellt eine pädagogische Herausforderung für alle mit dem Kind verbundenen Erwachsenen dar; das sind zum einen die Eltern und zum andern die pädagogischen Fachkräfte der Kindertageseinrichtungen und die Lehrpersonen der Grundschulen. Sie alle müssen zusammen wirken, um ein Gelingen des Übergangs zu gewährleisten. Die Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) konnte dafür gewonnen werden, ein spezielles Konzept für diesen Übergang zu entwickeln und die Teilprojektleitung hinsichtlich der Umsetzung / Etablierung der LuKS-Lernwerkstätten (“Lernumgebungen für Kindergarten und Schule”), zu übernehmen. Die Arbeit der LMU wurde im Rahmen der ersten Förderphase von “Lernen vor Ort” gefördert. Für die LuKS-Lernwerkstätten wurde eine eigene Bildmarke kreiert.

Nach dem Konzept von LuKS besuchen sowohl die Vorschul- wie auch die Grundschulkinder mit ihren Erziehungs- und Lehrkräften (als Team) die Lernwerkstatt gemeinsam auf, um selbstständig Wissen zu erarbeiten. Mit den unterschiedlichsten Methoden und Materialien, die sie je nach Einrichtung (Schwerpunkt Naturwissenschaft oder Sprache) in ihrer individuell ausgestatteten Werkstatt vorfinden, können die Kinder selbstbestimmt – entdeckend lernen, ihren Fragestellungen nachgehen und Antworten suchen bzw. experimentell erproben. Die Anleitung/Begleitung erfolgt durch geschickte Fragestellungen der Erwachsenen, die – so das LuKS-Konzept – immer im Tandem (eine Erziehungs- und Lehrkraft) anwesend sind. Die Kinder machen sich (unter Anleitung) vorher darüber Gedanken, was sie erfahren/wissen möchten und halten ihre Vorgehensweise fest. Nach dem Experiment wird das Gesehene von den Kindern in Worte gefasst, beschrieben und reflektiert. Die Kinder lernen dabei nicht nur interessantes aus der Welt der Dinge, sie erfahren sich selbst als neugierige und kreative Forscherinnen und Forscher, sie lernen, über ihre eigenen Lernprozesse nachzudenken und sich mitzuteilen – Grundlagen für ein erfolgreiches lebensbegleitendes Lernen. Somit erlernen die Kinder bereits die Grundzüge einer wissenschaftlichen Herangehensweise an zu erforschende Themen: “Was muss ich tun, wenn ich etwas willen will?”

Nach Abschluss der Projektphase im August 2012 wurden die LuKS-Lernwerkstätten seitens der Stadt nicht nur weitergeführt, sondern auch im Rahmen der zur Verfügung stehenden Budgetmittel weiter ausgebaut. Bis heute wurden an weiteren sechs Standorten LuKS-Lernwerkstätten eingerichtet. Die LMU hat sogenannte “Praxishefte” erstellt (diese werden laut Aussage der LMU in 2015 veröffentlicht), die eine detaillierte Anleitung zur Lernwerkstattarbeit (Einrichtung, Material, Konzept,…) geben. Außerdem wurde eine DVD zur Dokumentation der Projektarbeit erstellt, die sich auch als Arbeitsgrundlage für Fortbildungen eignet und durch eine Stiftung des früheren Stiftungsverbunds “Bildung in München” finanziert wurde. Zu den LuKS-Lernwerkstätten wurde ein Transferkonzept erstellt.

Flyer LuKS

Präsentation LMU-Evaluation

Abschlussbericht LuKS

Transferkonzept LuKS


Die Münchner Schulabsolventenstudie

Um eine aussagekräftige Datenbasis für das Übergangsmanagement und die kommunale Bildungssteuerung zu schaffen, hat die Landeshauptstadt München das Deutsche Jugendinstitut (DJI) mit einer Längsschnittuntersuchung zu den Übergängen von Ab­solvent/innen aus ehemaligen Münchner Haupt-, Förder- und Wirtschaftsschulen beauftragt. Die Untersuchung (2008 – 2012) sollte der Stadt Daten über die Pläne und Wege der Jugendlichen im Übergang von der Schule in die Berufsausbildung liefern. Geklärt werden sollte, welche Wege die Jugendlichen nach der Schule gehen, welche Wege erfolgreich sind und welche Wege sich möglicherweise als Umwege oder gar Sackgassen erweisen. Die Untersuchung sollte weiterhin Erkenntnisse darüber liefern, welche Faktoren für die berufliche Inte­gration förderlich oder hinderlich sind und für welche Jugendlichen ein erhöhtes Risiko be­steht, aus dem Bildungs- und Ausbildungssystem herauszufallen und an welchen Stellen für welche Jugendlichen somit ein besonderer Förder- und Unterstützungsbedarf besteht.

Münchner Schulabsolventenstudie 1

Münchner Schulabsolventenstudie 2

Münchner Schulabsolventenstudie 3

Münchner Schulabsolventenstudie 4

Münchner Schulabsolventenstudie 5

Stabsstelle Kommunales Bildungsmanagement – Kontakt

Leitung:
Wolfgang Brehmer
E-Mail: wolfgang.brehmer[at]muenchen.de

Auf der Kontakt-Seite finden Sie die Kontaktdaten aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter