Pädagogisches Institut

Kategorie Informationen für Referierende

Leitlinien zur Handouterstellung

Bitte beachten Sie diese Leitlinien bei der Erstellung Ihres Handouts.

[mks_accordion]
[mks_accordion_item title="Allgemeines"]
Bitte versehen Sie Ihr Handout mit einem Deckblatt (s.u.)
In der Regel sind Seitenzahlen hilfreich, damit sich die Teilnehmer_ innen orientieren können.
Bei allen Teilen des Handouts sollte erkennbar sein, wozu sie gehören. Versehen Sie daher
auch die einzelnen Seiten mit Ihrem Namen, dem Kurstitel und dem Veranstaltungsdatum in
der Kopf- oder Fußzeile.
Sollten Sie Power Point-Folien einfügen, verwenden Sie bitte keine dunklen Hintergründe und
eine farbige Gestaltung des Handouts nur dann, wenn es unbedingt nötig ist.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist eine einheitliche Schriftgröße von Vorteil.
Insgesamt sollte der Umfang nicht mehr als ca. 30 Seiten betragen und i.d.R. doppelseitig
gedruckt werden.
[/mks_accordion_item]
[mks_accordion_item title="Deckblatt"]
Auf dem Deckblatt sollten folgende Angaben stehen (siehe auch Beispiel):
• Name des Referenten (optional: Beruf und Kontaktdaten)
• Kurstitel
• Datum, von- bis
• Veranstalter: Pädagogisches Institut, München
• Evtl. Besonderheiten bei Schulungsreihen
[/mks_accordion_item]
[mks_accordion_item title="Literaturangaben"]

Verweise im Text:
Fügen Sie bitte bei wörtlichen oder sinngemäßen Zitaten
• einen kurzen Literaturhinweis im Text und eine detaillierte Quellenangabe im
Literaturverzeichnis am Ende des Skripts
oder
• die gesamte Quellenangabe (siehe Punkt 2: Literaturverzeichnis) direkt an der
korrekten Stelle im Handout bzw. als Fußnote
ein.

Beispiele:
Wörtliches Zitat:
„Eine heitere und ruhige Atmosphäre unterstützt die Initiative der Kinder, Neues
auszuprobieren und sich auf ein intensives Spiel einzulassen.“ (Becker-Stoll, Niesel & Wertfein
2014, S. 136)
Sinngemäßes Zitat:
In ihrer Darstellung des Symbolspiels beschreibt Zollinger (2007, S. 32) ...

Literaturverzeichnis:
Geben Sie bitte die Quelle nach folgendem Schema an:
• Name des Verfassers/der Autoren
• Erscheinungsjahr der zitierten Quelle
• Titel des Buches/des Artikels/der Arbeit
• Auflage, bzw. Zeitschriften-Nummer/Jahrgang, Verlagsangaben
Beispiele:
a) Bücher:
Zollinger, B. (2007): Die Entdeckung der Sprache (7., unveränderte Auflage), Bern,
Stuttgart, Wien: Herder.
b) Zeitschriften:
Peitz, C. (2014): Sprachbildung im Alltag. Theorie und Praxis der Frühpädagogik U3.
Kindergarten heute, 11-12, S. 40-43.
c) Internetquellen:
Sulzer, A. (2013): Kulturelle Heterogenität in Kitas. Anforderungen an Fachkräfte. [Online].
Verfügbar unter: http://www.weiterbildungsinitiative.de/uploads/media/Exp_Sulzer.pdf
[Zugriff am: 08.01.15]
d) Bilder/Abbildungen/Tabellen
Bilder, Abbildungen und Tabellen bitte immer mit Quellenangabe versehen.
Bei unveränderter Übernahme: „Der Beobachtungsprozess (Quelle: Bunse & Hoffschildt,
2011, S. 125)“.
Bei Modifikation:„Der Beobachtungsprozess (In Anlehnung an Bunse & Hoffschild, 2011,
S.125)“.
Die genaue Quellenangabe sollte ins Literaturverzeichnis aufgenommen oder direkt auf
der Handout-Seite, auf der die Abbildung zu sehen ist, angefügt werden.[/mks_accordion_item]
[mks_accordion_item title="Fotografien"]
Bei Fotografien beachten sie bitte das Recht am eigenen Bild: das setzt das Einverständnis
des Fotografierten, bzw. bei Kindern die der Erziehungsberechtigten, voraus oder die
Personen müssen entsprechend unkenntlich gemacht werden. Auch hier ist eine
Quellenangabe (z.B. : Privat, Kita XY, etc.) notwendig.
[/mks_accordion_item]
[mks_accordion_item title="Kopien"]
Bei Kopien von Originalwerken (z.B. Bücher, Artikel, Zeitungsartikel) bitte immer auf der Kopie
die Quellenangabe angeben.
[/mks_accordion_item]
[mks_accordion_item title="Musikstücke und Noten"]
Diese dürfen nur vervielfältigt werden, wenn es sich um „Kulturgut“ handelt.
[/mks_accordion_item]
[mks_accordion_item title="Gendersensible Sprache"]
Bitte verwenden Sie in Ihrem Handout eine gendersensible Schreibweise: z.B. Teilnehmer und
Teilnehmerinnen oder Teilnehmer_innen.
[/mks_accordion_item]
[/mks_accordion]

Leitgedanken zur Partizipation

Leitgedanken zur Partizipation in der Seminargestaltung des Bereichs Kindertageseinrichtungen

Präambel

Der Bereich Kindertageseinrichtungen veranstaltete im Februar 2018 ein Referententreffen zum Thema „Partizipation in der Erwachsenenbildung“.

Gemeinsam erarbeiteten die Beteiligten Ideen, Vorschläge und Bedingungen, die eine partizipative Seminargestaltung für sie ausmachen, welche in diesen Leitgedanken zusammengefasst sind.

Für uns stellt die Beteiligung auf Teilnehmerseite die Basis für eine persönliche und berufliche Weiterentwicklung dar. Aus wissenschaftlicher Sicht werden neue Erfahrungen sowie die Entwicklung von Kompetenzen ermöglicht, wenn ein Anknüpfen an das individuelle Vorwissen, die berufliche Praxis und die persönlichen Werte, kombiniert mit aktuellem Wissen, Austausch und Reflexion in Fortbildungen, stattfindet. Das trägt dazu bei, dass die Handlungssicherheit (Performanz) für berufliche Herausforderungen in den Kindertageseinrichtungen erweitert wird (vgl. u.a. Veröffentlichungen der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte).

Deshalb sollten Referierende (Lern-)Erfahrungen in Seminaren möglichst partizipativ gestalten. Darüber hinaus werden Teilnehmende dazu motiviert, partizipative und inklusive Angebote für Kinder und deren Familien bereitzuhalten, indem sie in Seminaren oder Teamfortbildungen selbst Partizipation erleben. Es soll dazu ermutigt werden, Werte sowie Haltungen zu reflektieren, weiter zu denken und sich gesellschaftlich einzubringen. Das bedeutet auch, Partizipation als Grundhaltung und Querschnittsthema mit in die Einrichtungen zu nehmen, um eine persönliche und gemeinsame Positionierung hinsichtlich Partizipation zu entwickeln. Dadurch können Strukturen für Demokratie im pädagogischen Alltag sowohl auf Kinder- als auch auf Erwachsenenebene geschaffen und gelebt werden. Das entspricht auch dem gesetzlich verankerten Auftrag der Umsetzung von Partizipationsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche, an allen sie betreffenden Entscheidungen. Gesetzliche Grundlagen hierfür sind u.a die UN-Kinderrechtskonvention 1989, das Kinder- und Jugendhilfegesetz/SGB VIII, das Bayerische Kinderbildungs- und -betreuungsgesetz sowie der Bayerische Bildungs- und Erziehungsplan.

 

Partizipative Seminarplanung und -gestaltung

Partizipation stellt bereits bei der Konzipierung und Planung von Seminaren ein grundlegendes Prinzip dar. Dies setzt eine ergebnisoffene und selbstreflexive Haltung des/der Referenten/Referentin voraus und führt zu einer klaren Definition und kritischen Auseinandersetzung mit der Referentenrolle: weg vom reinen Vermitteln von Inhalten hin zur Begleitung der Teilnehmenden, die ihr Wissen und ihre Fähigkeiten selbstorganisiert erweitern. Sie sollen dabei ihre eigenen Lernwege entdecken bzw. nutzen können. Dazu ist es wichtig, den Rahmen zu schaffen für eine aktive, freiwillige Mitgestaltung und konstruktives Feedback.

Referierende ermöglichen dadurch Teilnehmenden, Qualität und Unterschiede der verschiedenen Partizipationsgelegenheiten kennenzulernen: Einbezogen sein ist etwas anderes als teilzunehmen oder teilzuhaben, mitwirken etwas anderes als beteiligt sein oder mitbestimmen zu können. Eine Auseinandersetzung und die Wahrnehmung der unterschiedlichen Qualitäten tragen zu einer Professionalisierung der Erziehungskräfte bei.

Grundlagen einer partizipativen Seminargestaltung sind eine wertschätzende und fehlerfreundliche Lernatmosphäre, eine ressourcenorientierte Einstellung gegenüber Teilnehmenden sowie das Wahrnehmen von Emotionen und ein konstruktiver Umgang damit.

So kann ein Raum entstehen, in dem die Teilnehmenden ihre eigenen Erwartungen, Bedarfe und biografischen Aspekte in Bezug auf das Seminarthema und frühere Lernerfahrungen einbringen. Dadurch übernehmen sie Verantwortung für das eigene Lernen. Eine passive Teilnahme wird dabei als individuelle Lernform respektiert. Bei gemeinsamen Entscheidungen im Fortbildungsprozess werden Perspektiven von eher passiven Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie Minderheiten beachtet.

Referierende ermutigen die Teilnehmenden, eigene Lernprozesse selbst zu zu planen und individuelle Lernziele für sich festzulegen. Sie beraten und begleiten sie bei deren Umsetzung in die eigene Praxis und der Reflexion des Transfers, d.h. sie unterstützen die Entwicklung metakognitiver Kompetenzen (**). Diese Anforderungen entsprechen dem aktuellen wissenschaftlichen Stand zur Wirksamkeit von Angeboten in der Erwachsenenbildung.

In Abstimmung mit dem PI/FB1 übernehmen Referierende die Verantwortung für die Gestaltung des Seminars. Sie geben den inhaltlichen wie strukturellen Rahmen vor und bleiben flexibel in der Durchführung, um in Absprache mit den Teilnehmenden Schwerpunkte zu setzen. Ablauf sowie Ziele des Seminars werden transparent gemacht, damit sowohl Möglichkeiten, als auch Grenzen der Partizipation deutlich werden. Eine entsprechende Raumgestaltung, Methodenvielfalt und Materialauswahl unterstützen eine partizipative Seminardurchführung (*).

 

Kooperation von Referierenden und PI/FB1 zur Verwirklichung von Partizipation

Der Austausch zwischen den Referierenden und dem PI/FB1 steht sowohl bei der Seminarplanung und -nachbereitung als auch in der Programmplanung im Vordergrund. Durch Evaluation und gemeinsame Reflexion können Seminare weiterentwickelt und stetig verbessert werden. Das PI/FB1 ist dabei offen für Anregungen, Ideen, Versuche und Visionen in Bezug auf neue Themen, Formate und Lernorte. Die dabei entstehenden (Änderungs-)Vorschläge werden in einem partizipativen Aushandlungsprozess zwischen dem PI/FB1 und den Referierenden auf Durchführbarkeit und Grenzen hin eingeschätzt.

Konzeptionelle und organisatorische Möglichkeiten und Handlungsspielräume für die Verwirklichung von Partizipation in Seminaren können den beigefügten Rahmenbedingungen (*) entnommen werden.

Das PI/FB1 ist bestrebt, im gesamten Programmablauf und Seminarzusammenhang auf Partizipationsmöglichkeiten zu achten, diese transparent zu machen und dabei flexibel zu bleiben.

Die Vision des Fachbereichs Kindertageseinrichtungen des Pädagogischen Instituts München (PI/FB1) ist es, sich als lernende Organisation durch beständige Reflexion zu verbessern und gemeinsam mit allen Akteuren eine partizipative Lernkultur

weiterzuentwickeln.

* Rahmenbedingungen, Handout-Erstellung

** 6 Bausteine zur wirksamen Gestaltung von Bildungsarbeit (Symposium PI 2015)