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Aktiv gegen (Cyber)Mobbing an Schulen

thema mobbing - maedchen steht isoliert am dem schulhof, foto: referat fuer bildung und sport

(Cyber)Mobbing kommt auch an Schulen vor und kann schwere Folgen haben. Wir haben einige Informationen zusammengestellt, die einen Überblick über das Phänomen geben. Die Informationen sollen ermutigen, sich Unterstützung zu holen und etwas gegen (Cyber)Mobbing zu tun.

Schülerinnen und Schüler, Eltern oder Lehrkräfte können sich zur Beratung, Information und Unterstützung beim Thema (Cyber)Mobbing an den Zentralen Schulpsychologischen Dienst oder Beratungsfachkräfte (z.B. Schulpsychologinnen und Schulpsychologen) an Ihrer Schule wenden.
Gerne können Sie einen persönlichen Termin am Zentralen Schulpsychologischen Dienst vereinbaren! (Kontakt)

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Schulen können sich

Was ist (Cyber)Mobbing?

Man spricht von Mobbing, wenn eine Schülerin oder ein Schüler wiederholt und über eine längere Zeit ausgrenzenden und demütigenden Handlungen Anderer ausgesetzt ist. Ein wichtiges Kriterium für Mobbing ist das Kräfteungleichgewicht der beiden Parteien. Es kommt zu Übergriffen, die meist im Verborgenen und auf subtile Weise ausgeübt werden und von Lehrkräften nicht sofort erkannt werden. Beim sogenannten Cybermobbing kommt es über elektronische Medien zu Diffamierungen und Belästigungen. Unserer Erfahrung nach spielen digitale Mittel bei Mobbing stets eine Rolle, was die Situation für die Betroffenen häufig verschärft.

Die Dynamik von Gruppen, in denen gemobbt wird, zeichnet sich durch eine Schutzlosigkeit des Opfers, zunehmendem Machtmissbrauch der mobbenden Schülerinnen und Schüler und einer zunehmenden Hilflosigkeit der Mitschülerinnen und Mitschüler wie auch der Erwachsenen aus.

Ein Mobbingopfer ist zudem in der Regel aus eigener Kraft nicht in der Lage, die Übergriffe zu beenden. Opfer von Mobbing zu sein ist eine extreme psychische Belastung.  Beschämung, Angst und Ohnmachtsgefühle führen zu einer emotionalen Belastungsreaktion. Dies kann die Gesundheit, das Wohlbefinden und auch den Schulerfolg stark beeinflussen.

Deshalb ist es wichtig, sich Unterstützung zu holen. Es gibt Wege das Mobbing gemeinsam zu stoppen.

Hilfe für Schülerinnen und Schüler

Wenn Mobbing fortgeschritten ist, kann man sich häufig nicht mehr von alleine aus dieser Rolle befreien. Zunächst ist es wichtig zu wissen, dass es nicht an Dir liegt, wenn Du Opfer von Mobbinghandlungen geworden bist. Jede und jeder kann betroffen sein. Es ist besonders wichtig nicht alleine zu bleiben! Wenn Du also von Mobbing betroffen bist, Zeuge von Mobbing wirst und unsicher bist, ob es sich um Mobbing handelt: suche das Gespräch mit einer Person, der Du vertraust. Auch an Deiner Schule gibt es Vertrauenslehrkräfte oder Beratungsfachkräfte wie z.B. Schulpsychologinnen und Schulpsychologen.  Wer sich zunächst außerhalb der eigenen Schule beraten lassen möchte, kann sich z.B. auf www.juuport.de informieren oder bei Cybermobbing erste Hilfe über die App von Klicksafe erfahren.

Schülerinnen und Schüler an städtischen Schulen können sich auch vertraulich an den Zentralen Schulpsychologischen Dienst wenden. Wir überlegen mit Dir gemeinsam, wie man das (Cyber)Mobbing stoppen kann. (Kontakt)

Weitere Hilfen und Infos in München:

Evangelisches Beratungszentrum München: Psychologische Information und Beratung

Staatliche Schulberatung München

Möglichkeiten für Eltern

Auch für Eltern von Mobbingopfern sind die Belastungen groß. Sie können Ihr Kind in der Schule nicht schützen. Die Kontaktaufnahme mit den mobbenden Schülerinnen und Schülern oder deren Eltern erweist sich zumeist als wenig hilfreich oder sogar als verschärfend. Um Mobbing zu stoppen, braucht es eine enge Abstimmung zwischen Eltern und Beratungsfachkräften der Schule, Klassenleitung und ggf. Schulleitung.

Mobbing muss gemeinsam gestoppt werden, nicht im Alleingang.

Eltern können dazu beitragen, dass sich die Situation entschärft, auch wenn bei Mobbing in der Schule vor allem die verantwortlichen Erwachsenen in der Schule gefordert sind. Wenn Ihr Kind von Mobbing betroffen ist, unterstützen Sie es dabei, sich einer erwachsenen Person in der Schule anzuvertrauen, die gemeinsam mit den Lehrkräften und Ihrem Kind ein hilfreiches Vorgehen abstimmen kann. Suchen Sie den Kontakt zur Schule. Sprechen Sie die Beratungsfachkräfte Ihrer Schule an. Schulpsychologinnen und Schulpsychologen, viele Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen oder Beratungslehrkräfte der Stadt München sind zum Thema Mobbing geschult.

Sie können sich auch direkt an den Zentralen Schulpsychologischen Dienst wenden. Die Fachkräfte dort beraten oder unterstützen Sie und auch die Schule dabei, das Mobbing zu stoppen und Mobbingkrisen nachhaltig aufzuarbeiten. (Kontakt)

Weitere Hilfen in München:

Evangelisches Beratungszentrum München: Psychologische Information und Beratung

Staatliche Schulberatung München

Schulen aktiv gegen (Cyber)Mobbing

(Cyber)Mobbing kann nicht als rein individuelles Problem von Täter und Opfer gesehen werden. Um dem Problem (Cyber)Mobbing wirksam entgegenzuwirken, sind Maßnahmen auf mehreren Ebenen notwendig. Sowohl in der Prävention als auch im konkreten Vorgehen bei Mobbing ist die Arbeit immer auf drei Ebenen anzusetzen: auf der Schulebene, auf der Klassenebene und auf der individuellen Ebene, also der konkreten Begleitung und Unterstützung der betroffenen oder beteiligten Schülerinnen und Schüler.

Die Palette der Interventionsansätze reicht von nichtbeschuldigenden Ansätzen bis zu konfrontierenden pädagogischen Konzepten. Manchmal handelt es sich bei Mobbingverhaltensweisen um Straftaten, die ein Strafermittlungsverfahren nach sich ziehen können. Welches methodische Vorgehen fachlich adäquat und angemessen ist, erfordert eine gemeinsame Analyse der Situation.         

Die Basis sowohl einer wirkungsvollen Prävention als auch einer nachhaltigen Intervention gegen Mobbing ist eine gemeinsame, verbindliche und eindeutig missbilligende Haltung gegenüber jeder Art von Gewalt und sozialer Herabstufung. Dazu gehört auch eine entsprechende Handlungsvereinbarung gegen Mobbing und eine Präventionsvereinbarung an der Schule. Auch in der Prävention entscheidet eine gemeinsame Analyse, welche Maßnahmen in einer Schule in welcher Weise umgesetzt werden.

Das Pädagogische Institut-Zentrum für Kommunales Bildungsmanagement unterstützt mit „Aktiv gegen (Cyber)Mobbing“ die Schulen und Lehrkräfte im Handeln auf allen Ebenen.Mehr-Ebenen-Modell: Aktiv gegen (Cyber)Mobbing

Schulleitungen, Beratungsfachkräfte und Lehrkräfte von städtischen Schulen (Referat Bildung und Sport) können sich bei Fragen zu “Aktiv gegen (Cyber)Mobbing” an folgende Bereiche des Pädagogischen Institut-Zentrum für Kommunales Bildungsmanagement wenden: 

Beratung, Intervention und Information zum Thema (Cyber)Mobbing: Zentraler Schulpsychologischer Dienst

Prävention von (Cyber)Mobbing und Gewaltprävention: Soziale Bildung / Gleichstellung / Prävention:  Auch Personen von nicht-städtischen Einrichtungen können sich bei Anliegen zur Prävention an diesen Bereich wenden.   

Angebote zu vielfaltsbewusster und diskriminierungskritischer Schulentwicklung:  Politische Bildung

 

Ergebnisdokumentation Hearing Stadtrat

Am 06.04.2017 fand von 9.30 Uhr bis 12.30 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses ein

Stadtratshearing zum Thema Mobbing an Schulen statt.

Auf einen Blick: Die Ergebnisdokumentation als PDF zum Herunterladen.

Impulsreferate:

Frau Prof. Dr. Mechthild Schäfer,
Institut für Pädagogische Psychologie der Ludwig-Maximilians-Universität München: Mobbing – der richtige Blick in die falsche Richtung, Wesentliche Ergebnisse der Mobbing-Forschung (link zum pdf)

 

Herr Prof. Dr. Gerd Schulte-Körne,
Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie der Ludwig-Maximilians-Universität München: Risiken für die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen durch Mobbing (link zum pdf)

 

Frau Dipl.- Psych. Bärbl Schweiger-Gruber, Zentraler Schulpsychologischer Dienst im Pädagogischen Institut der LH München:

Präsentation des Schulprogramms „Aktiv gegen Mobbing“ (link zum pdf)

*Mach Dich schlau

Zentraler Schulpsychologischer Dienst – Kontakt

Goethestraße 12
80336 München
Telefon: 089 233-66500
Fax: 089 233-66509
E-Mail: schulpsychologie[at]muenchen.de

Auf der Kontakt-Seite finden Sie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs Zentraler schulpsychologischer Dienst.

Politische Bildung – Kontakt

Leitung:
Michael Schneider-Velho
Ledererstr. 19, 2. Stock, Zi. 23
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E-Mail: m.schneidervelho[at]muenchen.de

Seminarorganisation
Dorothea Zistl
Ledererstr. 19, 2. Stock, 80331 München
Tel. 089 233-32103, Fax 089 233-32189
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Soziale Bildung / Gleichstellung / Prävention – Kontakt

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Kurt Daschner
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Telefon: 089 233-32145
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E-Mail: kurt.daschner[at]muenchen.de

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