„Generation Europe – The Academy“ – Junge Stimmen für ein starkes Europa!
Fünf intensive Arbeitstage liegen hinter den Projektmanager*innen von „Generation Europe – The Academy“: Auf der Projektplanungskonferenz, die von 23.-27. März 2026 in Hattingen, Nordrhein-Westfalen stattfand, haben engagierte Fachkräfte aus elf europäischen Ländern die nächste dreijährige Programmphase von „Generation Europe – The Academy“ eingeläutet. Und das mit einem gemeinsamen Ziel: Jugendlichen Partizipationsmöglichkeiten bieten, sowohl auf lokaler Ebene als auch im internationalen Kontext.
Die Projektmanager*innen vertraten 40 verschiedene Jugendeinrichtungen aus elf europäischen Ländern. Mitten unter den Organisationen: Der Fachbereich Internationale Bildungskooperationen des Pädagogischen Instituts, der bereits seit 2018 Mitglied des Generation Europe Netzwerks ist. In der nun beginnenden dritten Programmphase (2026-2028) arbeitet der Fachbereich in einer trilateralen Partnerschaft mit der Stiftung Borussia aus Olsztyn, Polen sowie der Jugendeinrichtung Pärnu Huub in Estland.

Was ist „Generation Europe – The Academy“?
Das Kooperationsprojekt „Generation Europe – The Academy“ ist ein internationales Netzwerk von Organisationen der Jugendarbeit zur Förderung einer aktiven europäischen Zivilgesellschaft. Das Ziel des Projekts ist soziale Teilhabe für alle. Jugendliche sollen im Rahmen des Projekts zu einem europäischen Austausch über politische Teilhabe angeregt werden und ferner ihre Perspektiven und Bedürfnisse in den politischen Diskurs auf lokaler wie europäischer Ebene einbringen.
Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit zwei europäischen Partnerorganisationen. Die Jugendlichen aus den drei Ländern arbeiten über den Programmzeitraum kontinuierlich zusammen, um gemeinsam aktiv zu werden. Sie identifizieren Probleme vor Ort, treffen sich zu internationalen Begegnungen und unterstützen einander bei lokalen Projekten, um diese Probleme mit vereinten Kräften zu lösen. Dabei suchen sie auf allen Ebenen auch den Dialog mit Vertreter*innen politischer Institutionen. Indem die Jugendlichen ihre Aktionen vor Ort mit Aktivitäten auf der europäischen Ebene verbinden, entwickeln und erproben sie neue Ansätze einer gemeinsamen europäischen Demokratiebildung.
Werte als pädagogischer Kompass
Den feierlichen Auftakt der Konferenz bildete die gemeinsame Unterzeichnung des neuen Leitbilds 2026-2028 (Mission Statement), das das inhaltliche Fundament des Projekts darstellt.
In Arbeitsgruppen haben sich die Fachkräfte anschließend intensiv über Best Practices dazu ausgetauscht, wie sich der dort verankerte Leitgedanke – dass Demokratie jeden Tag durch Partizipationsmöglichkeiten auf Augenhöhe gelebt und gelernt werden muss – methodisch in die alltägliche Jugendarbeit übersetzen lässt.
Europäische Visionen verwurzelt in lokaler Jugendarbeit
Ein weiteres zentrales Element der Konferenz war die Verzahnung von lokaler Jugendarbeit und europäischer Zusammenarbeit. Wenn Jugendliche sich als wirksame Gestalter*innen der Gesellschaft begreifen sollen, muss echte Veränderung dort beginnen, wo ihr Lebensmittelpunkt liegt: in ihrer eigenen Nachbarschaft oder Stadt. Erst wenn Jugendarbeit tief in der lokalen Lebenswelt verankert ist, entfaltet sie ihre volle Wirkung.
Die Realitäten und Voraussetzungen für lokales Jugendengagement unterscheiden sich in den einzelnen Ländern und Regionen stark. Gerade deshalb spielte der Austausch darüber, wie diese wichtige Arbeit auch unter schwierigen Bedingungen geleistet werden kann, eine entscheidende Rolle.
Herzstück der Konferenz: Konkrete Projektplanung
Die gemeinsame Zeit auf der Konferenz wurde von den trilateralen Partnerschaften intensiv genutzt, um sich kennenzulernen, insbesondere aber um in die konkrete Projektarbeit zu gehen und an den diesjährigen internationalen Jugendbegegnungen zu feilen: Termine wurden vereinbart, konkrete Zeitpläne zusammengestellt und Reisebedingungen geklärt, um nur ein paar der Aufgaben der Projektmanager*innen zu nennen. Für die Partnerschaft des IBK, der Stiftung Borussia und Pärnu Huub steht bereits fest, dass die Münchner Teilnehmer*innen in diesem Jahr die Gastgeber*innen sein werden und Ende Juli 2026 ihre Generation Europe-Partner*innen willkommen heißen dürfen.
Die Möglichmacher*innen: Das dem Projekt zugrunde liegende europäische Netzwerk wird koordiniert vom Internationalen Bildungs- und Begegnungswerk (IBB e.V.). Das Team des IBB e.V. hat die Konferenz pädagogisch und organisatorisch vorbereitet sowie durchgeführt.
Finanziell gefördert wird das Projekt durch das europäische Bildungsprogramm Erasmus+ Jugend und durch das Deutsch-Polnische Jugendwerk, regional durch die Stiftung Jugendaustausch Bayern sowie kommunal vom Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München.

Auf eine spannende und wirkungsvolle Zusammenarbeit!
Bewerbung für Münchner Jugendliche:
Münchner Schüler*innen im Alter zwischen 15-17 Jahren können sich momentan für eine Teilnahme an „Generation Europe – The Academy“ bewerben. Informationen zum Projekt und zur Bewerbung befinden sich hier: https://www.pi-muenchen.de/generation-europe/