Pädagogisches Institut

Dokumentationen

Bildungskongress-2018 iStockphoto, ARTQU

Achte Münchner Bildungskonferenz

5. Juli 2018

„Berufliche Bildung 2017“ – Herausforderungen und Perspektiven

2018 widmete sich die Bildungskonferenz dem Münchner Bildungsbericht „Berufliche Bildung 2017“. In Fachforen diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über neue Herausforderungen und Perspektiven der beruflichen Bildung in München.

In der alten Kongresshalle München trafen sich am 5. Juli 2018 von 8.30 bis 17.00 Uhr Fachexpertinnen und Fachexperten aus dem Bildungsbereich zur achten Münchner Bildungskonferenz. Impulsreferate etwa zu den Herausforderung durch den Strukturwandel, der Gewinnung von Fachkräften und der Heterogenität der Auszubildenden bildeten die Grundlage für angeregte Diskussionen in den Fachforen.

Vorträge und Reden

Dr. Angelika Traub und Wolfgang Krug, kommunales Bildungsmonitoring
Die Berufswelt befindet sich inmitten des wohl radikalsten Umbruchs seit der industriellen Revolution. Das wird auch an den 85 städtischen beruflichen Schulen Münchens spürbar: Strukturwandel, Digitalisierung, Fachkräftemangel und zunehmende Heterogenität der Auszubildenden stellen den kommunalen Schulträger vor immense Aufgaben. Diese können nur gemeinsam mit Wirtschaft und ausbildenden Betrieben, Politik und Bildungsakteure gemeistert werden.

Christine Strobl, Bürgermeisterin
Die berufliche Bildung ist ein wichtiges Standbein des Wirtschaftsstandortes München. Um sie zu fördern, nimmt die Stadt viel Geld in die Hand: Für den Bereich der beruflichen Bildung stehen im Stadthaushalt jährlich 179 Millionen Euro zur Verfügung. Doch seien gerade die teuren Mieten in München für Auszubildende häufig ein Problem. Hier setzt die Stadt mit dem Modellprojekt „Wohnen für Auszubildende“ an, das bezahlbaren Wohnraum für junge Menschen in Ausbildung schafft.

Beatrix Zurek, Stadtschulrätin
Auch Stadtschulrätin Beatrix Zurek betonte die Relevanz der beruflichen Bildung. Ein Erfolgsgarant sei, dass die wichtigen Akteure an einem Strang ziehen, also Agentur für Arbeit und Jobcenter, Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer, Regierung von Oberbayern, Staatliches Schulamt, Volkshochschule und das Sozialreferat. Zurek warb für das Lehramt an beruflichen Schulen, wo bereits jetzt 30 Prozent der Stellen nicht passgenau besetzt sind.

Monika Monat, Leiterin Städtische Berufsschule
Lehrkräfte an beruflichen Schulen müssen kreativ, flexibel und wagemutig sein. Dafür erleben sie eine bereichernde Vielfalt in Ihrem Beruf. Auch in der Schülerschaft: An der Städtischen Berufsschule für Fachkräfte in Arzt- und Tierarztpraxen und Pharmazeutisch-kaufmännische Angestellte lernen Schülerinnen und Schüler mit 14 Jahren genauso wie über 40-Jährige.

Prof. Dr. Dieter Euler, Universität St. Gallen
Der Professor vom Lehrstuhl Educational Management kam in seinen Ausführungen "Alles bleibt anders - Herausforderungen an ein berufliches Ausbildungssystem" unter anderem zu dem Schluss, dass eine studienintegrierte Ausbildung, also die Verzahnung zwischen Berufs- und Hochschulbildung, eine Möglichkeit wäre, neuen Zielgruppen Bildungswege zu eröffnen.

Podiumsdiskussion

Auf dem Podium sprachen neben Beatrix Zurek auch Dr. Thomas Kürn von der Industrie- und Handelskammer München und Oberbayern, Christian Gohlisch von der Handwerkskammer für München und Oberbayern, Anette Farrenkopf vom Jobcenter München und Alexander Lendner vom Personal- und Organisationsreferat der LHM München.

Dr. Thomas Kürn berichtete, dass kleinere und mittlere Unternehmen bereits 30 Prozent ihrer Ausbildungsplätze nicht mehr besetzen können – und aktuell in Oberbayern 4800 Geflüchtete in Ausbildung seien. „Hätten wir die nicht gehabt, wäre es mit den Abschlüssen deutlich nach unten gerauscht.“

In klassischen Handwerksbetrieben mit durchschnittlich acht Mitarbeitern sehe die Situation laut Christian Gohlisch besser aus. „Die berufliche Bildung im Handwerk ist ein attraktives Angebot.“ Und Anette Farrenkopf sagte, dass trotz Boom noch einiges zu tun sei: „Wir wünschen uns mehr Teilzeitausbildungen“. So könne man verhindern, dass Alleinerziehende in Mini-Jobs verharren.

Auch bei der Landeshauptstadt München jährliche 1000 bis 1200 Nachwuchskräfte für 43 Ausbildungsberufe und Studiengänge gesucht. Alexander Lendner sagt: „Pro Jahr fehlen uns 150 bis 350 Nachwuchskräfte.“ Doch die Stadt ist kreativ, sie wirbt an Schulen und im Internet um ihre Zielgruppe.

Themen der Fachforen im Überblick

Fachforum 1-1
Wie ergeht es jungen Geflüchteten in der dualen Berufsausbildung?
Das Projekt "pass(t)genau" des Münchner Beschäftigungs- und Qualifizierungsprogramms (MBQ) unterstützt die Ausbildung von Flüchtlingen in Gastronomie und Hotellerie, Gartenbau und Floristik sowie im Nahrungsmittelhandwerk. Im Fachforum berichtet Referentinnen der Kolping Bildungsagentur über die Erfahrungen und Herausforderungen der Auszubildenden und der Betriebe.

Fachforum 1-2
Berufschancen für „Chancenlose“ - die Berufsbezogene Jugendhilfe München (BBJH)
Die Münchner BBJH bietet jungen Menschen ohne Ausbildung eine Chance, beruflich und persönlich ihren Weg zu gehen. Häufig haben die Jugendlichen mit Schulproblemen, Armut, Wohnungslosigkeit oder Benachteiligungen zu kämpfen. Im Fachforum stellen BBJH-Einrichtungen, das Zentrum IBZ-Jugend und das Stadtjugendamt die Hilfsangebote und den breiten Förderkosmos der Münchner BBJH vor. 

Fachforum 1-3
Jugendberufsagenturen am Beispiel JIBB München – Unterstützung Hand in Hand
Die erweiterte Jugendberufsagentur in München, „JIBB“ (Jugendliche in Bildung und Beruf) bietet jungen Menschen unter 25 Jahren niedrigschwellige Informations- und Beratungsangebote zu Berufsbildung und Berufseinstieg. Im Fachforum stellen das JIBB und die Agentur für Arbeit das Selbstverständnis, die Standards und die „Leitlinien für die Zusammenarbeit“ des Beratungsverbunds vor.

Fachforum 1-4
Textoptimierung als Möglichkeit zur Sprachförderung. Einfache Sprache an Beruflichen Schulen
Im Unterricht und in Prüfungen helfen verständliche Texte dabei, Sprachbarrieren abzubauen. Im Fachforum zeigt das Institut für Textoptmierung, wie Sie schwierige Sachverhalte in „Einfacher Sprache“ transformieren. Mit der Münchner Handelskammer wird diskutiert, wie die Textoptimierung für Prüfungen noch weiter ausgebaut werden kann.

Fachforum 1-5
Neue Wege in der Fachkräftegewinnung – Imagekampagnen des Referats für Bildung uns Sport
Berufliche Schulen und Kindertageseinrichtungen haben gleichermaßen Schwierigkeiten, Fachpersonal zu gewinnen. Zwei Imagekampagnen des Referats für Bildung und Sport machen daher die gesellschaftliche Bedeutung der pädagogischen Berufe in der Öffentlichkeit sichtbar – und erhöhen so deren Attraktivität. Nach der Vorstellung des Kampagnenkonzepts besteht im Fachforum die Möglichkeit zum Austausch.

Fachforum 1-6
Verzahnung beruflicher und akademischer Bildung
Eine Reihe von neuen Projekten und Initiativen wollen Berufs- und Hochschulbildung besser verzahnen. Ziel ist es, eine größere Durchlässigkeit zwischen den institutionell separierten Sphären zu schaffen – und so Schulabsolventen attraktive Alternativen zwischen Berufsausbildung und Studium zu bieten. Prof. Dr. Dieter Euler von der Universität St. Gallen beleuchtet im Fachforum diese Ansätze und ihre Chancen.

Fachforum 2-1
Neue Wege bei der Gewinnung von Lehrkräften an den beruflichen Schulen
Den beruflichen Schulen mangelt es chronisch an Lehrkräften, besonders im technischen Bereich. Im Forum wurde daher diskutiert, wie das Berufsbild attraktiver gestaltet werden kann. Eine bessere Bezahlung, vor allem während des Referendariats, sowie eine Senkung der Pflichtstundenzahl wurden als wichtige Rahmenbedingungen identifiziert. Auch das Image in der Öffentlichkeit soll gestärkt werden.

Fachforum 2-2
Assistierte Ausbildung (AsA) – ein Instrument für die Zukunft?
Die Assistierte Ausbildung (AsA) ist eine individuelle Hilfe für benachteiligte Jugendliche, die auch die Ausbildungsbetriebe bei administrativen Aufgaben unterstützt. Die AsA kann bereits im Vorfeld einer Ausbildung als Vorbereitungsphase anlaufen und bei der Berufsorientierung und der Stellensuche unterstützen. Damit greift die AsA früher und umfassender als bereits bestehende Hilfsangebote.

Fachforum 2-3
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) an beruflichen Schulen: Von der Theorie zur Praxis
Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) wird in Zeiten von Klimawandel, Globalisierung, Migration und Artensterben immer wichtiger. Doch was genau ist BNE? Wie können Bildungseinrichtungen die Methoden konkret einsetzen? Nach einem theoretischen Einstieg stellten Akteure aus der Praxis ihre Projekte vor und zeigten, wie BNE an beruflichen Schulen gelebt werden kann.

Fachforum 2-4
Ausbildung 4.0
Die Digitalisierung führt auch in der Ausbildung zu grundlegenden Transformationen. Von Auszubildenden werden immer mehr Kompetenzen erwartet. Gleichzeitig entfernen sich die Arbeitsaufgaben im Betrieb immer stärker von den klassischen Ausbildungsberufen. Damit die duale Ausbildung auf dem aktuellen Stand bleibt, ist ein enger Austausch zwischen Unternehmen und Akteuren der beruflichen Bildung essentiell. Dazu gehört auch ein flankierendes Fortbildungsprogramm für Lehrkräfte.

Fachforum 2-5
Klischeefrei: Geschlechts(un)typische Berufswahl
Typische Frauenberufe, typische Männerberufe: Mädchen und Jungen orientieren nach wie vor häufig geschlechterspezifisch auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt. Dabei sollten junge Menschen Berufe finden, die zu ihren persönlichen Interessen und Stärken passen – frei von Stereotypen. Wie kann man junge Menschen diesbezüglich optimal fördern? Fachkräfte gaben Anregungen für die Praxis und hinterfragten den Status Quo mit Blick auf Geschlechtergerechtigkeit und Fachkräftesicherung.

Fachforum 2-6
OptiPrax – ein zukunftsweisendes Modell für die Erzieherausbildung
Um weitere Zielgruppen für den Beruf der anerkannten Erzieherin / des anerkannten Erziehers zu erschließen, geht die Stadt München neue Wege: In der dreijährigen „Erzieherausbildung mit optimierten Praxisphasen - OptiPrax“ wechselns sich theoretische Lerninhalte und Praxisinhalte ab. Für die Praxiszeiten wird eine Vergütung gezahlt, wodurch das Berufsbild attraktiver wird. Optiprax wird seit der Einführung 2016 an sechs Münchner Fachakademien angeboten. Im Forum wurde das Modell vorgestellt und die sich daraus ergebenden Herausforderungen für Einrichtungen und Träger diskutiert.

Präsentationen zum Download

Fachforum 1-1 (PDF, 449 KB)

Fachforum 1-2 (PDF, 353 KB)

Fachforum 1-3 (PDF, 467 KB)

Fachforum 1-4 | Teil 1 (PDF, 733 KB)

Fachforum 1-4 | Teil 2 (PDF, 1 MB)

Fachforum 1-5 (PDF, 3 MB)

Fachforum 1-6 (PDF, 988 KB)

Fachforum 2-1 | Teil 1 (PDF, 2 MB)

Fachforum 2-1 | Teil 2 (PDF, 514 KB)

Fachforum 2-1 | Teil 3 (PDF, 1 MB)

Fachforum 2-1 | Teil 4 (PDF, 389 KB)

Fachforum 2-2 (PDF, 596 KB)

Fachforum 2-4 (PDF, 1 MB)

Fachforum 2-6 (PDF, 307 KB)

Bildungskongress-2017_CUBE_Werbeagentur

Siebte Münchner Bildungskonferenz

8. März 2017

Lernen für die Zukunft – Bildung für nachhaltige Entwicklung

2017 wagte die siebte Münchner Bildungskonferenz den Perspektivwechsel: Unter dem Motto „Lernen für die Zukunft“ diskutierten Fachexpertinnen und Fachexperten, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gelingen kann.

Was sind Gelingensfaktoren für die Umsetzung von Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Praxis? Welche Voraussetzungen sind notwendig, um BNE strukturell zu verankern? Und welche Idee sollte wann umgesetzt werden? Viele Fragen, auf die die Bildungskonferenz in Vorträgen, interaktive Workshops und einem Zukunftsmarkt der Möglichkeiten Antworten suchte. So vielfältig die Inspirationen und Positionen, so einig waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer doch in einem Punkt: Die Bildung für morgen muss schon heute beginnen.

Impressionen von der Konferenz

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Hauptvorträge im Plenum

Prof. Dr. Ute Stoltenberg
"Stadt" als Bildungslandschaft für nachhaltige Entwicklung
Die Professorin der Leuphana Universität Lüneburg mit dem Fachgebiet Nachhaltigkeitswissenschaft beschäftigt sich in Lehre und Forschung intensiv mit Bildung für nachhaltige Entwicklung. In Ihrem Vortrag nähert Sie sich dem Thema aus den vier Perspektiven Nachhaltigkeit, BNE, Bildungslandschaft und Stadt. Darüber hinaus betrachtet sie die Impulse, die die Sustainable Development Goals und das Weltaktionsprogramm in die Diskussion bringen. Schließlich versucht Sie die Frage zu beantworten, welche Voraussetzungen und Gelingensfaktoren es braucht, um die Stadt als Bildungslandschaft für eine Nachhaltige Entwicklung zu gestalten.

Michael Schlecht
"Wann, wenn nicht jetzt? Wo, wenn nicht hier?" – BNE auf lokaler Ebene
Michael Schlecht unterstützt als Gründungsmitglied und Geschäftsführer des Vereins Umweltlernen in Frankfurt e.V. Schulen und Kindertageseinrichtungen bei Umweltbildungsprojekten. Zu seinen Arbeitsschwerpunkten gehört die ökologische und kooperative Planung und Umgestaltung von Schulhöfen und Spielgeländen, die Begleitung von Klimaschutz- und Energiespar-Initiativen an Schulen sowie die Durchführung von Lernwerkstätten zu Themen wie Energie, Abfall und Ernährung. In seinem Vortrag berichtet er von seinen Erfahrungen in der lokalen Bildung für nachhaltige Entwicklung.

Workshop-Themen im Überblick

Workshop 1
BNE in Kindertageseinrichtungen konkret: Wir gestalten Zukunft - jetzt!
Kinder wollen die Welt begreifen und stellen Fragen zu ihrer Umwelt. Erziehungskräfte in Kindertageseinrichtungen greifen diese Fragen auf und erarbeiten Antworten auf werteorientierter und partizipativer Basis. Das Pädagogische Institut unterstützt Erziehungskräften dabei mit Fortbildungen und der Zusatzqualifikation „Kinder gestalten die Zukunft“. Im Workshop wurden gelungene Projekte vorgestellt und diskutiert. Anschließend erarbeiteten die Teilnehmenden Möglichkeiten für eine Umsetzung in der eigenen Einrichtung.

Workshop 2
Schule N - Fair in die Zukunft. BNE an Münchner Grundschulen leben!
Die „Schule N“ bietet Grundschulen ein ganzheitliches, modulares und am Lehrplan orientiertes Gesamtkonzept zu Nachhaltigkeitsthemen. Entwickelt und erprobt wurde das Konzept von den Münchner Umweltbildungseinrichtungen Ökoprojekt MobilSpiel e.V., Green City e.V., Münchner Umwelt-Zentrum e.V. im ÖBZ, Naturerlebniszentrum Burg Schwaneck und naturindianer-kids gUG. Im Workshop wurde die „Schule N“ vorgestellt und gemeinsam überlegt, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung in Schulen und Kindertagesstätten gelebt werden kann.

Workshop 3
BNE erleben – wie gelingt pädagogische Schulentwicklung hin zur Nachhaltigkeit?
Im Workshop stellten zwei weiterführende Schulen Beispiele zur BNE in der Praxis vor: Das Ernst-Mach-Gymnasium zeigte, wie ihm der Weg zur Umweltschule gelang. Die  Balthasar-Neumann-Realschule präsentierte vielfältige Projekte, die von einer GemüseAckerdemie als Schulgarten über die Gestaltung von Lichtschaltern, nachhaltigem Pausenverkauf, Energie- und Co2-Berechnungen bis hin zum Einbau programmierbarer Thermostate reichen. Es wurde diskutiert, wie diese Anregungen auch an anderen Schulen umgesetzt werden können und wie Schulen dabei unterstützt werden sollten.

Workshop 4
Nachhaltigkeit vorleben: Standards für eine nachhaltige Bildungseinrichtung
Nachhaltigkeitsthemen sind in allen Lehr-, Bildungs- und Erziehungsplänen verankert. Wenn die Vermittlung allerdings bei der Theorie bleibt und Nachhaltigkeit im Alltag der Bildungseinrichtung nicht gelebt wird, kann BNE nicht glaubhaft vermittelt werden. Wie schaffen wir es also, dass Bildungseinrichtungen zum Vorbild werden und Nachhaltigkeit selbst aktiv praktizieren? In diesem Workshop wurden Kriterien erarbeitet, aus denen ein Leitfaden für eine nachhaltige Bildungseinrichtung in München entstehen soll. Wichtige Akteure und mögliche nächste Schritte wurden gemeinsam ermittelt.

Workshop 5
Empowerment: Kinder und Jugendliche zu Handeln und Mitbestimmen befähigen
Formen der Partizipation und Engagement an außerschulischen Lernorten können Lehrplan und Lebensrealität von Jugendlichen und Kindern in Verbindung bringen. Sie fördern damit Selbstwirksamkeit und Gestaltungskompetenzen im Sinne nachhaltiger Bildung. Wie echte Kinder- und Jugendbeteiligung im Lern- und Lehrumfeld etabliert werden kann, wurde im Workshop unter anderem anhand der Beispiele „Münchner Kinder- und Jugendforum", der Lehr- und Lernform „Lernen durch Engagement“ und „Carrotmob macht Schule“ erarbeitet.

Workshop 6
Pädagogische Angebote zu erlebniszentriertem Lernen. Methoden und Planspiele zur Energiewende
Mit Planspielen eröffnen Experimentierfelder, in denen Lernende herausgefordert werden, ihre Positionen kritisch zu reflektieren und sich ein eigenes Urteil zu bilden. Doch der Einsatz von handlungsorientierten und partizipativen Methoden will gelernt sein. Die Seminare im Projekt GenE  des Pädagogischen Institut in Kooperation mit BenE München e.V. vermitteln dazu die nötigen Kompetenzen. In Planspielen zum Thema Energiewende und ökologischer Fußabdruck erhielten wir erste Einblicke, welche Methoden für die Vermittlung von Gestaltungskompetenzen für nachhaltige Entwicklung genutzt werden können.

Workshop 7
BNE lernen - Aus- und Weiterbildung als Schlüssel
Für die Vermittlung von Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) ist die Aus- und Weiterbildung von Pädagoginnen und Pädagogen entscheidend. Während der UN-Dekade sind in München und Umgebung einige Aus- und Weiterbildungsangebote entstanden. Doch wer sind die Anbieter? Was motiviert sie? Was beinhalten die Angebote? Und vor allem: Wie kann BNE in möglichst viele Ausbildungen integriert werden? Erfahrene Aus- und Weiterbilderinnen und Weiterbilder luden zum Dialog ein.

Workshop 8
Gelingensfaktoren für BNE auf kommunaler Ebene - Vernetzung und Kooperation
Kommunen haben die Chance, BNE konkret vor Ort zu verankern. Zentral ist hierbei die Vernetzung und Kooperation der verschiedenen Akteure aus Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Bildungsinstitutionen und außerschulischen Lernorten. Die Stadt München hat es sich zum Ziel gesetzt, nachhaltige Entwicklung auf kommunaler Ebene durch Bildung voranzubringen. Wie das gelingen kann, diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gemeinsam mit den Gastgebern. Darauf aufbauend identifizierten sie Maßnahmen für eine strukturelle Verankerung von BNE in der Münchner Bildungslandschaft.

Workshop 9
Globales Lernen. Die Eine Welt im Klassenzimmer
Globalisierung, Flüchtlinge, Kinderarbeit, Nachhaltigkeit – viele aktuelle Themen drängen in die Schule. Denken in weltweiten Zusammenhängen und interkulturelle Sensibilität werden so zu immer wichtigen Kompetenzen. Globales Lernen ist ein pädagogisches Konzept, das diese Fähigkeiten gezielt trainiert. Der Workshop gab Einblicke in Arbeitsweise und Materialien des Globalen Lernens. Mit praktischen Übungen und Spielen blickten wir auf unser Verhältnis zum Globalen Süden, waren den Bildern in unserem Kopf auf der Spur und erlebten Überraschungen beim Perspektivenwechsel.

Präsentationen und Ergebnisse

Vortrag Prof. Dr. Ute Stoltenberg | Präsentation (PDF, 11 MB)

Workshop 1 | Roter Faden Projektentwicklung (PDF, 88 KB)

Workshop 1 | Verzeichnis Literatur und Quellen (PDF, 81 KB)

Workshop 1 | Dokumentation Ergebnisse (PDF, 308 KB)

Workshop 2 | Präsentation Schule N – Fair in die Zukunft (PDF, 2 MB)

Workshop 2 | Dokumentation Ergebnisse (PDF, 198 KB)

Workshop 3 | Präsentation Umweltschule Europa (PDF, 1 MB)

Workshop 3 | Dokumentation Ergebnisse (PDF, 53 KB)

Workshop 4 | Präsentation Standards Bildungseinrichtungen (PDF, 222 KB)

Workshop 4 | Dokumentation Ergebnisse (PDF, 953 KB)

Workshop 5 | Präsentation Einführung Partizipation (PDF, 1 MB)

Workshop 5 | Präsentation Münchner Kinder- und Jugendforum (PDF, 4 MB)

Workshop 5 | Präsentation Carrotmob macht Schule (PDF, 5 MB)

Workshop 5 | Dokumentation Ergebnisse (PDF, 45 KB)

Workshop 6 | Präsentation Planspiel Offshore (PDF, 1 MB)

Workshop 6 | Handout Planspiel Offshore (PDF, 139 KB)

Workshop 6 | Präsentation Energiespardorf (PDF, 2 MB)

Workshop 7 | Dokumentation Ergebnisse (PDF, 84 KB)

Workshop 8 | Dokumentation Ergebnisse (PDF, 59 KB)

Workshop 9 | Dokumentation Ergebnisse (PDF, 55 KB)

Hände mit Smartphone und Tablet, verbunden mit einem buntem Spiralmuster

Münchner Elternabend Medien 2019

Workshops, Vorträge, Infostände, Kinderangebote für Eltern, Kinder, pädagogisch Verantwortliche

Familien sind mehr denn je mit Fragen der Medienerziehung konfrontiert und suchen Orientierung im alltäglichen Umgang mit den digitalen Medien. Der Münchner Elternabend Medien bietet Hilfestellungen und Anregungen rund um eine zeitgemäße Medienerziehung durch einen Austausch mit Expertinnen und Experten, aber auch mit anderen Erziehenden. Die jährliche Veranstaltung, will den Eltern helfen eigene Wege zu finden.

Beim vierten Medienelternabend standen folgende Themen im Mittelpunkt:

  • Aktuelle Digital-Trends und gesunder Medienkonsum
  • Medien in der Familie: Tipps für die Medienerziehung von klein auf
  • Kreativ-Impulse für Zuhause: Anregungen für ein gemeinsames Erleben und aktives Gestalten daheim
  • Kinder und Jugendliche erklären ihre digitalen Welten
  • Sicherheitseinstellungen: wie machen Sie Ihre Geräte (kinder-)sicher

Am Münchner Elternabend Medien war ein breites Netzwerk medienpädagogischer Einrichtungen beteiligt, die neben Infos zu empfehlenswerten Angeboten für die ganze Familie an Ständen und in Workshops auch persönlich Fragen rund ums Thema Medienerziehung beantworten. Darüber hinaus gab es für die anwesenden Kinder Kreativ-Stationen zum Mitmachen.

Programm

17:30 Uhr
Einlass und Öffnung der Infostände

18:00 Uhr
Begrüßung

Dr. Susanne Herrmann, Leiterin des Geschäftsbereichs KITA, Landeshauptstadt München, Referat für Bildung und Sport
Margit Braun, Leiterin des Städtischen Trägers im Geschäftsbereich KITA beim Referat für Bildung und Sport

18:15 Uhr
„Medienpädagogische Sündenfälle“ (das Handout finden Sie hier)
Sonja Di Vetta und Hans-Jürgen Palme, SIN – Studio im Netz e.V.

18:30 Uhr
Wissensduschen

18:45 Uhr
Workshops, Infostände & Kinderstationen

20:30 Uhr
Ende 

Übersicht der 30-minütigen Workshops

Nach der Begrüßung und den Impuls-Vorträgen im Plenum fanden fünf Workshops zu unterschiedlichen Themen im 30-Minuten-Takt statt. So bestand die Gelegenheit, eine Auswahl nach individuellen Interessen zu treffen.
Es können maximal zwei Workshops besucht werden.
Workshop-Zeiten: 19:00 – 19:30 Uhr und 19:45 – 20:15 Uhr

  • Prävention exzessive Mediennutzung digitale Welt (Tanja Orta, Condrobs)
  • Kreatives in der Kita (Facharbeitsgruppe Medienpädagogik, u.a. Tünde Werner, IT-Bedarfsmanagerin der Landeshauptstadt München, Referat für Bildung und Sport, Geschäftsbereich KITA)
  • Sicherheitseinstellungen am Smartphone (die Checkliste "Sicherheit im Umgang mit dem Handy" finden Sie hier)
    • iOS: Anton Ochsenkühn 
    • für Android: Medienscouts des Louise-Schroeder-Gymnasiums (das Handout finden Sie hier)
  • Krippen-Knigge für Eltern von 0-3-jährigen (Joe Hensel, städt. Kindertagesstätte Helmut-Käutner-Straße) (nur von 19:00 – 19:30 Uhr)
  • Drohne, Roboter, 3D-Drucker fürs Kinderzimmer (Joe Hensel, städt. Kindertagesstätte Helmut-Käutner-Straße) (nur von 19:45 – 20:15 Uhr)

An verschiedenen Stationen im Foyer gab es Informationen á ca.fünf Minuten zu:
Geheimnisse, die Ihre Kinder längst wissen (sollten):

  • Games (Fortnite, Clash of Clans & Co)
  • YouTube, Instagram, TikTok & Influencer
  • Intimität im Netz
  • WhatsApp und Datenschutz (das Handout finden Sie hier)
  • Alternativen zu den großen Anbietern (das Handout finden Sie hier)

Infostände

Zeitgleich zu den Workshops gaben Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Facheinrichtungen weiterführende Informationen zu unterschiedlichen medienpädagogischen Themen und standen zum Austausch gerne zur Verfügung.
Auch Eltern konnten ihr Wissen und ihre Erfahrungen einbringen. Dazu stand ein eigener Raum bereit.

Condrobs e.V., Inside, Inside @ School   
Prävention von exzessivem Mediengebrauch

Deutsches Jugendinstitut
Datenbank Apps für Kinder

FabLab
Basteln in der Hightech-Werkstatt

FLIMMO
Kinderprogramm auf dem Schirm

GEbKri, GKB und GEBHT
Gemeinsame Elternbeiräte der Landeshauptstadt München

Landeshauptstadt München, Referat für Bildung und Sport, Pädagogisches Institut – Zentrum
für Kommunales Bildungsmanagement, Neue Medien Medienpädagogik

Angebote des Medienservice und der medienBOX

Landeshauptstadt München, Sozialreferat, Stadtjugendamt, Jugendschutz
Jugendmedienschutz im Alltag: Aktuelle Fragestellungen von Aspekten des Jugendmedienschutzes, Informationen zu USK und FSK

Medienpädagogische Beraterin digitale Bildung
Souverän im Netz

Münchner Stadtbibliothek
Patenschaften mit Kindertageseinrichtungen und Grundschulen, mediale Angebote 

Stiftung Medienpädagogik Bayern und BLM
Medienführerschein Bayern, medienpädagogisches Referentennetzwerk Bayern,
medienpädagogische Informationsmaterialien

SIN - Studio im Netz e.V.
Empfehlenswerte Apps für Kinder und Jugendliche

pomki.de
Vorstellung des offiziellen Kinderportals der Stadt München

 

Kinderstationen

Für die anwesenden Kinder gab es den ganzen Abend über betreute Stationen im Obergeschoss. Die Kinder konnten dort experimentieren, basteln, ausprobieren und Fragen stellen – auch gerne mit den Eltern.

Einen Rückblick auf den Münchner Elternabend Medien 2018 finden Sie unter:
www.pi-muenchen.de/elternabend2018/

In 2020 wid diese Veranstaltung online stattfinden. Seien Sie gespannt auf Neues. Die Infos dazu gibt es demnächst auf dieser Seite.

Der Münchner Elternabend Medien ist eine kostenlose Veranstaltung der Landeshauptstadt München, Referat für Bildung und Sport in Kooperation mit dem SIN – Studio im Netz e.V.

 

 

 

Hände mit Smartphone und Tablet, verbunden mit einem buntem Spiralmuster

Münchner Elternabend Medien 2018

Workshops, Vorträge, Infostände, Kinderangebote
Für Eltern, Kinder, pädagogisch Verantwortliche

15. Oktober 2018, 17:30 bis 20:30 Uhr
Kongresshalle in der Alten Messe, Theresienhöhe 15, 80339 München
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maedchen schaut in blaue kartonbox

Fachnachmittag Medienkompetenz 2015

Dokumentation des Fachnachmittags

Fortbildung – Messe – Austausch | 21. Oktober 2015
im Beruflichen Schulzentrum Riesstraße, große Aula

Medienkompetenz hautnah: Aus der Praxis für die Praxis – so lautete das Motto des Fachnachmittags „Medienkompetenz München“.
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