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Lernen zuhause – Anregungen für Schüler*innen und ihre Eltern

Selbständig lernen und die Zeit zu Hause gut gestalten

Selbstständig lernen und die Zeit zu Hause gut gestalten

Stand: 30.06.2020 (Zentraler Schulpsychologischer Dienst)

Der Unterricht an der Schule beginnt schrittweise wieder. Viele von Euch verbringen noch immer viel Zeit zu Hause – vielleicht mit Mutter oder mit Vater, vielleicht auch mit Deinen Geschwistern, und vielleicht auch häufiger alleine. Das Lernen zu Hause fällt manchmal leicht und manchmal ist es schwerer. Auch Deine Freizeitaktivitäten mussten in den vergangenen Wochen an diese ungewöhnliche Situation angepasst werden. Um zu Hause weiterhin sowohl Deine Lernzeit und schulischen Aufgaben als auch Deine Freizeit gut gestalten zu können, findest Du im Folgenden einige Anregungen, die Du je nach Alter mit Deinen Eltern auf Eure Situation anpassen kannst.

Tagesablauf strukturieren

Normalerweise ist Dein Tag durch die Schule und Aktivitäten außerhalb der Schule wie Sportverein usw. strukturiert. Wenn dies immer noch an vielen Tagen wegfällt,  stehst Du vor der Herausforderung, den Tag selbst bzw. zusammen mit Deinen Eltern zu gestalten. Ein strukturierter Tagesablauf ist wichtig, da er Sicherheit gibt und Dich fit hält. Alltagsroutine trägt dazu bei, eigene Vorsätze umzusetzen (z.B. aufstehen, Sport, Frühstück, Lernzeit mit Pausen, feste Schlafenszeiten). Gewohnheit trägt dazu bei, auch unangenehme Dinge zu erledigen. Ein paralleler zeitlicher Ablauf mit Geschwistern oder Klassenkamerad*innen (per Telefon oder Chat vereinbart) kann hilfreich sein. Schreib Dir einen Tagesplan. Hier eine Vorlage. Ein (Handy)Wecker kann helfen, sich an festgelegte Zeiten zu erinnern.

In Kontakt bleiben und Chats verantwortungsbewusst nutzen

Nach wie vor sind wir alle aufgefordert, die Anzahl der persönlichen sozialen Kontakte möglichst gering zu halten bzw. sich auf einen Kontakt mit einem weiteren Haushalt zu beschränken, damit sich möglichst wenig Menschen zur gleichen Zeit gegenseitig anstecken. Suche persönliche Kontakte nur mit einzelnen Klassenkamerad*innen unter Einhaltung von Abstand und Hygieneregeln; weitere Kontakte besser über andere Wege wie soziale Medien oder Telefon. Videotelefonie kann das Gefühl von Kontakt und Gemeinschaft stärken.

Haltet Euch an Vereinbarungen zum Umgang mit (Klassen-)Chats, die in der Schule bestimmt schon getroffen wurden.

Mehr denn je ist es nun wichtig, miteinander freundlich und wertschätzend im (Klassen-) Chat umzugehen. Dafür kann sich jeder von Euch einsetzen!

Denkt (wie immer) nach, bevor Ihr etwas postet, ob es jemanden verletzen könnte oder geschmacklos ist bzw. gegen die Menschenwürde verstößt.

Haltet zusammen und macht Euch Mut! Unterstützt Euch gegenseitig in der Bewältigung der Lernaufgaben.

Es dürfen keine Gerüchte verbreitet werden, verzichtet auf Sensationsmeldungen! Schlechte Nachrichten gehören nicht in einen Klassenchat!

Nachrichten mit der Aufforderung, sie weiterzuleiten (Kettenbriefe) enthalten oft falsche Meldungen, verbreiten Angst oder sind mit Drohungen verbunden. Leitet diese nicht weiter und sprecht mit einem Erwachsenen darüber.

Kettenbriefe: https://www.klicksafe.de/themen/kommunizieren/whatsapp/kettenbriefe-in-whatsapp/

Tipps für Eltern, Umgang mit Problemen: https://www.klicksafe.de/

Vielleicht kannst Du die Situation auch nutzen, mit einer Person Kontakt aufzunehmen, mit der Du schon länger keinen Kontakt mehr hattest, die neu in der Klasse ist oder die nicht so viele Freund*innen hat.

Sich bewegen und Sport machen

Um gesund und gut gelaunt zu bleiben, ist Bewegung wichtig. Auch Stress kann durch Bewegung abgebaut werden. Auch in der Wohnung kannst Du Dich bewegen (z.B. auf der Stelle laufen, Liegestützen, Sit-Ups, Seilspringen) oder mit einer/m Freund*in Sport im Freien machen. Im Internet findest Du weitere Beispiele. Wenn Du außerhalb der Wohnung Sport treibst, z.B. alleine oder mit einer/m Freund*in Fußball spielst oder joggst, musst Du berücksichtigen, welche Hinweise es jeweils zum Kontakt mit anderen Personen gibt.

Anregungen und Angebote für Sport und Bewegung zuhause findest Du z.B. hier: 

– Linksammlung der Initiative in form

– Fitbleiben mit Übungen und Live-Videos unter www.aha.li/corona-sport

http://buntkicktgut.de/ bietet täglich neue Infos und Shows zu Fußballthemen

Lernen und Arbeitsaufträge bewältigen

Informiere Dich täglich, wie mit den Lehrkräften vereinbart, welche Arbeiten für die Schule zu erledigen sind.

Verschaffe Dir einen Überblick und überlege, welche Aufgaben heute zu erledigen sind und welche an einem anderen Tag erledigt werden können. 

Teile den Lernstoff in überschaubare Portionen ein und plane Pausen ein. Hier eine Vorlage für einen Wochen- und Tagesplan. Verzichte während der Pausen auf Bildschirmzeit. Bewege Dich stattdessen, trinke was, höre oder mache Musik,…

Oder mach Dir eine Liste, was zu tun ist und streiche ab, was Du erledigt hast, damit Du den Fortschritt siehst! Vielleicht hilft Dir diese Vorlage

Verzichte während der Pausen auf Bildschirmzeit. Bewege Dich stattdessen, trinke was, höre oder mache Musik,… Wenn Du beim Lernen Hunger bekommst, ist es sinnvoll in einer Pause etwas zu essen. Am besten eignen sich Obst, Nüsse oder etwas Leichtes, so dass die Konzentration aufrecht erhalten bleibt. Vermeide Softdrinks oder zuckerhaltige Lebensmittel- auch wenn diese kurzfristig viel Energie geben, führen sie dazu, dass die Konzentration sehr schnell wieder absinkt.

Lüfte ab und zu, so dass Dein Gehirn mit genügend Sauerstoff versorgt ist.

Achte darauf, dass Dein Arbeitsplatz frei von ablenkenden Sachen ist, z.B. Smartphone weglegen.

Belohne Dich für Deine Anstrengung (z.B. ein leckeres Getränk, eine kleine Entspannungsübung oder ein Gedanke wie „Das habe ich gut gemacht!“).

Falls Du es nicht schaffst mit der Arbeit zu beginnen, bleibe am Arbeitsplatz sitzen. Überlege dann: Was ist jetzt zu lernen oder zu bearbeiten? Was ist daran schwierig? Welche schulischen Arbeiten könnten Freude bereiten oder sind angenehmer? Was oder wer könnte mir helfen? Auf diese Art und Weise beginnst Du, Dich mit dem Stoff auseinander zu setzen (Du musst immerhin ins Buch oder Heft schauen).

Sich selbst motivieren

Denke an Deine Stärken und sieh sie unabhängig vom schulischen Erfolg!

Mache Dir die Rahmenbedingungen für die Arbeit so angenehm wie möglich, z.B. mit einem Getränk und einer Decke.

Manchmal ist es leichter, mit einer angenehmeren Tätigkeit zu beginnen und im Wechsel unangenehmere und angenehmere Arbeiten zu erledigen.

Überlege Dir eine Belohnung, die Du Dir nach getaner Arbeit gönnst! Z.B.: „Nach dem Lernen telefoniere ich mit meiner Freundin.“

Richte den Blick auf das, was Du schon geschafft hast und betrachte nicht so sehr die noch zu bearbeitende Menge! Betrachte den Unterschied, was Du am Anfang der Lernphase konntest (nicht konntest) und was Du nun bereits beherrschst.

Zeige jemandem, was Du geschafft hast (z.B. auch per Foto) oder lass Dich von jemandem abfragen (z.B. auch am Telefon).

Lobe Dich selbst für jeden Schritt, den Du schaffst!

Motivation entsteht, wenn eine Person 

-ein Ziel hat, das ihr wichtig ist und auf das sie hinarbeitet und

– es als wahrscheinlich einschätzt, dass sie dieses Ziel auch erreichen kann.

Um Deine Motivation, die Arbeitsaufträge zu bearbeiten, zu erhöhen, kannst Du also

– ein paar Stichworte notieren, welche persönlichen Ziele Du hast (z.B. mit den Freund*innen in einer Klasse bleiben, englische Videos ohne Untertitel verstehen)

– die Schritte beim Lernen so planen, dass Du sie auch erreichen kannst (z.B. lieber viermal pro Woche 10 Vokabeln als einmal 40 Vokabeln lernen)

– Dir jemanden suchen, der Dir helfen kann, wenn Du etwas nicht verstehst (siehe Abschnitt: “sich beim Lernen Unterstützung holen”)

Arbeitsplatz in der 'Homeschool'

In der Schule hast Du einen festen Platz im Klassenzimmer. Auch zu Hause ist es wichtig, dass Du beim Lernen einen festen Arbeitsplatz hast, wenn es irgendwie möglich ist. 

Hilfreich ist es, wenn Dein Schreibtisch in einem ruhigen Zimmer steht, wo Du genügend Licht und Deine Bücher, Hefte, Stifte, sowie Deinen PC an einem festen Ort o.ä. hast. 

Wichtig ist es auch, dass Du diesen Raum regelmäßig lüften kannst. 

 
Sich beim Lernen Hilfe holen

Viele Lehrkräfte bieten Schüler*innen an, bei Rückfragen zum Stoff oder Übungen zu unterstützen. Trau Dich, die Lehrkraft zu kontaktieren, wenn sie Dir dies angeboten hat.

Du hast vielleicht einige Wissenslücken aufzuholen, oder hast in einem Fach besonderen Unterstützungsbedarf, dann gibt es folgende kostenfreie Möglichkeiten in München:

– Der gemeinnützige Verein Studenten bilden Schüler e.V. ist eine durch ehrenamtlich engagierte Studenten betriebene Initiative. Ihre Schwerpunkte liegen auf Einzelunterricht und der Förderung des selbstständigen Lernens.

– Ehrenamtliche Mitarbeiter*innen der InitiativGruppe – Interkulturelle Begegnung und Bildung e.V.  unterstützen Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene ausländischer Herkunft auf ihrem Bildungs- und Ausbildungsweg und helfen bei den Hausaufgaben und dem Erlernen der deutschen Sprache. Dieses Angebot richtet sich aber auch an Schüler*innen, die keinen Migrationshintergrund haben.

– Der Zenetti-Treff bietet kostenfreie Nachhilfe für Schüler*innen rund um das Schlachthofviertel an.


Darüberhinaus findest Du auch Online-Nachhilfe:

– Die Corona School ist ein Angebot, bei dem Studierende Schüler*innen per Videochat beim Lernen unterstützen.

– Ein Angebot von ehrenamtlichen Tutor*innen, die Schüler*innen bei Fragen unterstützen, findest Du unter https://naklar.io/

stayschool ist eine Plattform zur Unterstützung von Schüler*innen beim Homeschooling ab der 5. Klasse.

Wenn Du einiges zum Ausdrucken hast, aber keinen Drucker zu Hause, gibt es hier einen kostenlosen Druckservice für Schüler*innen: JIZ München


Wenn Du einen verpassten Stoff nochmal nachlesen und wiederholen möchtest, kannst Du z.B. auf folgenden Seiten, deine Wissenslücken auffüllen:

https://www.br.de/mediathek/rubriken/themenseite-schule-daheim-100

https://www.binogi.de/

https://de.serlo.org/

Hier findest Du eine Sammlung für weitere digitale Angebot.


Schulpsycholog*innen, Beratungslehrkräfte oder Lerncoaches Deiner Schule können Dir auch helfen. Auf der Homepage Deiner Schule findest Du die Kontakte. 

 

Sich beschäftigen, so dass es Spaß macht und gut tut

Sammle ggf. zusammen mit Deinen Eltern, welche Tätigkeiten momentan möglich sind und Dir Spaß machen und lege eine Liste an, die Du immer ergänzen kannst, wenn Dir etwas einfällt.

Begrenze zusammen mit Deinen Eltern die Zeit an Spielkonsolen, Handy usw. und überlege Dir andere Möglichkeiten. Eventuell hilft es Dir, an Deinem Smartphone ein Zeitlimit für Deine Nutzung von Apps und Websites einzurichten oder eine App zur Zeitverwaltung zu installieren.

Vielleicht ist nun auch Zeit für Dinge, für die ansonsten keine Zeit ist (z.B. Zimmer gestalten, ein Video drehen, Tagebuch schreiben, etwas Neues kochen, was Kreatives machen).

Sich informieren und sich schützen

Beziehe Informationen über die Infektionskrankheit und Schutzmaßnahmen nur aus vertrauenswürdigen Quellen.

z.B.:

– Kindernachrichten: zdf.de/kinder/logo, Informationen für Kinder des WDR

– Robert-Koch-Institut (rki.de)

– Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus (km.bayern.de)

– Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (infektionsschutz.de)

Aktuelle mehrsprachige Informationen der Bundesregierung findest Du hier oder im Abschnitt “Mehrsprachige Informationen”.

Achte drauf, welche Wirkung die Berichterstattung in den Medien auf Dich hat und entscheide bewusst, welche Berichterstattung Du anschaust.

Beachte die Hygienetipps:

  • Gründlich und regelmäßig Hände mit Seife waschen – 30 s lang (Merkhilfe: zweimal Happy Birthday singen)
  • Hände aus dem Gesicht fernhalten
  • Husten und Niesen in die Armbeuge oder ein Taschentuch usw.
  • Taschentücher nur einmal benutzen
  • Überlege mit Deinen Eltern, ob Du in Bad und Küche ein Plakat  aufhängst, um Dich an die Regeln zu erinnern und zu gewöhnen. z.B.: Plakat 10 Hygienetipps

Mache Dich mit den Hygieneregeln, die an Deiner Schule gelten, am besten schon vor der Rückkehr in die Schule vertraut.

Zwar sind die Beschränkungen nun etwas gelockert worden, es gilt aber immer noch, die Kontakte auf das Minimum zu reduzieren. Die Polizei kontrolliert die Einhaltung der Regeln und es kann Bußgelder geben, wenn man dagegen verstößt. Halte Dich an die Regeln, um Dich und Andere zu schützen!

Hier findest Du die momentan gültigen Verordnungen: https://www.stmgp.bayern.de/coronavirus/rechtsgrundlagen/

Mit psychischen Belastungen, Sorgen und Ängsten umgehen

Erkrankungen wie COVID-19 und seine Auswirkungen können auch psychische Belastungen auslösen. Das ist nachvollziehbar, denn die Situation ist noch immer neu und ungewöhnlich. Manche reagieren mit Verunsicherung, Angst, Reizbarkeit oder Traurigkeit.

Jeder Mensch reagiert unterschiedlich auf Belastungen – es gibt keine „richtigen“ oder „falschen“ Gefühle.

Gefühle sind auch nützlich – wie z.B. Angst: Sie kann uns motivieren, dass wir uns bestmöglich schützen (und z.B. nun gründlicher die Hände waschen als sonst). Sehr starke Angst kann uns aber auch lähmen und dazu führen, dass wir weniger gut nachdenken und uns schlechter konzentrieren können.

Unterschiedlich ist auch, was Menschen als hilfreich empfinden. Vielen Menschen hilft Folgendes:

– Gespräche über das, was Dich beschäftigt, können Dich entlasten und Dir zu neuen Sichtweisen sowie Ideen verhelfen. Sprich mit nahestehenden Personen (z.B. mit Mutter, Vater, Geschwistern oder Großeltern, Freunden oder Lehrkräften per Telefon) oder mit Außenstehenden per Telefon- oder Onlineberatung. Manche Ängste entstehen, weil man nicht so genau versteht, was eigentlich los ist. Trau Dich, Deine Fragen zu stellen. Manchmal hilft eine klare Antwort, besser damit umzugehen oder auch die Realität anders zu sehen und Ängste abzubauen. Es kann auch sein, dass es auf Deine Fragen keine klare Antwort gibt, aber Du erfährst dann immerhin, wie die anderen damit umgehen. Bringe das Gespräch auch bewusst wieder auf andere interessante, angenehme oder lustige Dinge. 

Ängste werden oft durch Gedanken (z.B. sich Katastrophen ausmalen) geschürt. Wenn wir uns „Schreckliches“ in Gedanken ausmalen und vorstellen, dann reagieren auch unser Körper und unsere Gefühle so, als wäre die Gefahr wirklich da. Denn Gefühle unterscheiden nicht zwischen echter Realität und unserer Vorstellung. Wenn Du also merkst, dass Deine Gedanken um ein Thema kreisen, das Dir Angst macht, kannst du Folgendes tun: Du kannst diesen Mechanismus selbst beeinflussen, indem Du Deine Gedanken bewusst auf etwas anderes lenkst (z.B. auf die Atmung, auf beruhigende Gedanken oder auf Gedanken, die Dir Mut machen) oder etwas tust, was Dir normalerweise auch gut tut (z.B. Malen, Musik hören, Sport, etwas Gutes kochen, einen guten Film ansehen, mit Freunden chatten, basteln). Überlege, wie Du im Kontakt kreativ werden könntest (z.B. sich über Videotelefonie zum gemeinsamen Abendessen verabreden).

  Worte, Bilder und Videos der Berichterstattung in den Medien haben eine Wirkung auf uns. Wenn Dich Medienberichte beunruhigen, sprich mit Deinen Eltern/Bezugspersonen darüber. Stress kann auch entstehen, wenn man sich ununterbrochen informiert. Schränke dies auf bestimmte Zeiten ein und informiere Dich z.B. nur einmal täglich.

  Wenn Du Filme schaust, verzichte auf Filme, die Aufregung zusätzlich schüren. Wähle einen lustigen Film oder z.B. eine Serie aus Deiner Kindheit, die eine gute Stimmung fördern.

– Entspannungsübungen können angenehm sein. Z.B.: Body2Brain App (Android/Apple) mit 15 Übungen für Entspannung für Kinder und Jugendliche; oder diese Anleitungen der Techniker Krankenkasse zum Entspannen für Erwachsene. 

– Sport und Bewegung helfen vielen Menschen bei Belastungen und Stress. 

– Auch Struktur im Alltag (wie z.B. regelmäßige Ess-, Lern- und Schlafenszeiten) kann hilfreich sein.

 

 

Dem Gefühl der Einsamkeit oder gedrückter Stimmung gegensteuern

Normalerweise siehst Du in der Schule Deine Klassenkamerad*innen oder triffst am Nachmittag Deine Freund*innen beim Sport, zum Abhängen, …. Vieles davon fällt jetzt weg.

Vielleicht fühlst Du Dich dadurch etwas einsam, alleine oder niedergeschlagen.

Es gibt einige Möglichkeiten, die dem entgegenwirken können:

– Vereinbare Zeiten (an denen Du Dich normalerweise mit Freunden getroffen hättest), zu denen Du mit Freunden/Verwandten oder anderen vertrauten Personen (video-) telefonierst/chattest.

– Bearbeite schulische Übungsaufträge über Telefon oder Messengerdienste gemeinsam mit Klassenkamerad*innen. Erklärt Euch den Stoff gegenseitig. Das hilft außerdem, den Stoff lange zu erinnern.

– Du kannst Dich mit einem Freund oder einer Freundin verabreden zur gleichen Zeit eine bestimmte Sache zu machen (z.B. einen Film zu schauen, neue Schmink-Tutorials ausprobieren) und dabei über Videotelefonie oder Chat verbunden sein.

– Schlag Deinen Geschwistern oder Eltern eine Aktivität vor, z.B. zusammen ein Kartenspiel zu spielen, gemeinsam backen, gemeinsam alte Fotos anschauen.

– Strukturiere Deinen Tagesablauf (siehe „Tagesablauf strukturieren“). Überlege Dir, welche Aktivitäten momentan möglich sind und Dir Spaß machen und trage sie in den Tagesplan ein. So hast Du etwas zu tun und Einsamkeit und Langeweile treten weniger auf.

– Treibe Sport (siehe „Sich bewegen und Sport machen“), um gesund und gut gelaunt zu bleiben. Kurze Sporteinheiten könnten zu einer festen Routine in Deinem Tagesablauf werden.

– Tue Deinem Körper etwas Gutes! Nimm ein Bad, oder koche – vielleicht zusammen mit Deinen Geschwistern oder Eltern –  ein köstliches Essen. Bestimmt fallen Dir noch andere Möglichkeiten ein, wie Du Dich gut um Deinen Körper kümmern kannst.

– Auch wenn Du „nur“ zu Hause bist: Achte auf Dein Äußeres und pflege Dich wie immer!

– Wenn die Sonne scheint: Gehe, wenn möglich, an die Sonne (alleine oder mit der Familie) oder suche, wenn möglich, einen Ort in Deiner Wohnung, an dem Dir die Sonne ins Gesicht scheint. Licht ist wichtig und hellt die Stimmung auf.

– Auch Medien wie Fernsehen, Streaming-Dienste oder Spielekonsolen machen vielen Menschen Spaß und können dazu beitragen, dass wir uns weniger einsam und etwas weniger niedergeschlagen fühlen. Indem Du z.B. eine Serie anschaust, fühlst Du Dich mit den Schauspieler*innen gedanklich verbunden. Indem Du mit Deinen Freund*innen über das Internet ein Spiel spielst, bist Du darüber mit Deinen Freund*innen verbunden. Achte aber darauf, dass Du Deine tägliche Bildschirm-/Medienzeit einhältst. Überlege Dir zusammen mit Deinen Eltern, wie viel Zeit Du täglich vor dem Bildschirm verbringen solltest. Trage die Zeit in Deinen Tagesplan ein und halte Dich an die geplanten Zeiten.

– Erzähle jemandem, dass Du Dich einsam oder niedergeschlagen fühlst. Vielleicht kommt ihr zusammen auf weitere gute Ideen, was an der Situation geändert werden könnte.

Stress beim Wiedereinstieg in den Unterricht an der Schule reduzieren

Viele werden sich sehr freuen, wenn der Unterricht an der Schule wieder beginnt und sie die Klassenkamerad*innen wieder sehen können. Vielleicht fällt es Dir aber auch schwer, nach der längeren Zeit ohne Unterricht wieder anzufangen- weil Du ein schlechtes Gewissen hast, zu Hause zu wenig gelernt zu haben, weil Dich beschäftigt, wie es mit den Freund*innen weiter geht oder einfach, weil Du Dich daran gewöhnt hast, Dir den Tag selbst einzuteilen statt dem „Takt der Schule“ zu folgen.   

Es ist ganz normal und verständlich, dass dies erst mal ein Gefühl der Anspannung oder Stress auslösen kann. Stress kann sich körperlich bemerkbar machen, z.B. durch Herzklopfen, Kopfschmerzen oder durch Gefühle wie Angst, Gereiztheit oder auf der gedanklichen Ebene, wie z.B. durch Selbstvorwürfe, Konzentrationsschwierigkeiten. Diese Stressreaktionen sind normal und werden von Tag zu Tag weniger werden, wenn Du Dich an die neue Situation gewöhnt hast.

Konkrete Sorgen gehen Dir durch den Kopf? z.B. wegen Versetzungsgefährdung, Verhalten von Mitschüler*innen, Ansteckungsmöglichkeiten in der Schule? Dann sprich mit einem Erwachsenen darüber, Deinen Eltern, Deiner Klassenlehrkraft, einer Vertrauenslehrkraft in der Schule oder einer Schulpsycholog*in. Du kannst auch bei uns anrufen!
Vielleicht lassen sich im Vorfeld Fragen klären und die Sorgen auflösen!?

Sehr wichtig ist: Selbst wenn das Aufstehen und in die Schule gehen am ersten Tag schwierig für Dich ist: Gib einem mulmigen Gefühl am ersten Tag nicht nach und überlasse nicht der Angst die Macht über Dich, sondern zieh es durch, in die Schule zu gehen! Gib Dir die Chance, Dich wieder an einen neuen Tagesrhythmus zu gewöhnen. Vermeidung von Situationen, vor denen man Angst hat, führen in der Regel dazu, dass die Angst immer größer wird.

Überlege Dir am Abend vorher, worauf Du Dich in der Schule freust.

Nimm Dir für den Nachmittag/Abend nach dem ersten Schultag etwas vor, worauf Du Dich besonders freust (z.B. gutes Essen, besonderer Film,….)

Vielleicht findest Du beim Abschnitt „Mit psychischen Belastungen, Sorgen und Ängsten umgehen“ noch Anregungen, die Dir helfen.

Sich weiter konzentriert auf Prüfungen vorbereiten

Versuche Dich ruhig und konzentriert auf die Abschlussprüfungen vorzubereiten. Der Unterricht hat nun für einige wieder begonnen. Die Lehrkräfte setzen alles daran, faire Bedingungen für alle Schüler*innen herzustellen.

Du kannst die verbleibende Zeit nutzen, um den Prüfungsstoff zusammen zu fassen und Lernkarten zu schreiben.

Besorge Dir Prüfungsaufgaben und bearbeite Sie „auf Probe“.

Notiere Dir auftauchende Fragen, versuche sie in Deiner Lerngruppe zu beantworten oder nimm Kontakt zu den Lehrkräften auf.

Richte den Blick darauf, dass der meiste Unterricht in diesem Schuljahr stattgefunden hat im Vergleich zu der kurzen Zeit, die nun entfällt.

Vielleicht kannst Du Dir beim Lernen auch Hilfe holen ? (siehe Abschnitt dazu auf dieser Seite)

Mehrsprachige Informationen und Unterstützungsangebote für Neuzugewanderte

Mehrsprachige Informationen der Bundesregierung zum Coronavirus findest Du hier oder in diesem Beitrag.

Weitere links:

Informationen zum Coronavirus für Geflüchtete

– Informationen mit Zeichnungen (mehrsprachig) von Morgen e.V. München


Beratung in mehreren Sprachen zu Schule und Bildung findest Du in der Bildungsberatung International unter 089 233 26975

Mehrsprachig auf Arabisch, Aserbaidschanisch, Bosnisch, Farsi/Dari (Persisch/Afghanisch), Englisch, Französisch, Griechisch, Kroatisch, Kurdisch, Russisch, Serbisch, Türkisch und Ukrainisch.


Das Bellevue di Monaco bietet Lernhilfe für Geflüchtete jetzt auch digital an. Es werden auch digitale Sprachpartnerschaften organisiert. Der Kontakt ist per WhatsApp und Telefon möglich: 0176 – 455 715 27


Für Menschen, die aufgrund der aktuellen Situation psychisch belastet sind, hat der Psychologische Dienst für Ausländer (Caritas) die telefonischen Sprechzeiten erweitert. Die Beratung wird mehrsprachig angeboten auf dari, englisch, griechisch, italienisch, russisch, serbisch, spanisch und türkisch.

Der Psychologische Dienst der Arbeiterwohlfahrt München bietet Beratung auf türkisch, serbisch, kroatisch, bosnisch und deutsch an.


Wie sich die aktuelle Situation auf geflüchtete Menschen auswirken kann und welche Probleme sich daraus ergeben können, wird in den Videos von Refugio München erklärt.

Was hilft gegen Angst, Nervosität und Langeweile:

auf deutsch

auf englisch / english

auf französisch / français

auf dari / فارسی

auf arabisch / عربي

Telefonische Beratung, Online-Beratung

Möchtest Du gerne mit einem Außenstehenden sprechen? Kreisen Deine Gedanken um ein Thema? Kommst Du nicht zur Ruhe? Hast Du Fragen?

In einer telefonischen oder Mail Beratung bieten Dir z.B. folgende Anlaufstellen eine Möglichkeit zum Gespräch und zur Unterstützung:

Nummer gegen Kummer: für Kinder/Jugendliche :116 111 oder 0800 1110333 (Mo-Sa 14-20 Uhr); Hinweis: Die Beratung findet von Mo bis Fr durch Erwachsene statt, am Samstag nur durch Jugendliche und junge Erwachsene.

Nummer gegen Kummer: für Eltern: 0800 1110550 (Mo-Fr 9-11 Uhr, Di und Do 17-19 Uhr)

Telefonseelsorge: 08001110111, 08001110222, 116 123 (täglich 24 Stunden, Anrufe sind kostenfrei, Mailberatung: Antwort dauert ca. drei Tage; Chatberatung)

Jugendnotmail: Du bist nicht älter als 19? Bei Problemen oder Fragen kannst du dich jederzeit an Jugendnotmail wenden. Diskutiere mit anderen Jugendlichen im Chat oder schreibe eine private kostenlose Nachricht an die Berater*innen. Jede Notmail wird beantwortet und du wirst ernst genommen.

Krisentelefon der AETAS Kinderstiftung: bei allen Fragen zur psychischen Belastung für Kinder und Familien, die durch die Corona-Krise, Quarantäne und Isolation entstehen können, 089 997 40 90 20, (Mo bis Fr 10-13 Uhr);  beratung@aetas-kinderstiftung.de

Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche (im jeweiligen Stadtviertel): Zuständige Beratungsstelle abhängig vom Wohnort; Beratung bei Fragen des Familienlebens, Erziehungsfragen, Entwicklungsproblemen, Gefährdung und Schutz von Kindern und Jugendlichen etc. 

Corona-Hotline der Bayerischen Staatsregierung: 089 122220 (tägl. 8-18 Uhr) , bei Fragen zum Corona-Virus

Servicetelefon des Sozialreferats München: 089 233 96833, bei sozialen Notlagen, Vermittlung in Sozialbürgerhäuser, prekäre Wohnsituation, etc.

Onlineberatung für Jugendliche der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung

Krisendienst Psychiatrie München: 0180 6553000 (tägl. 0-24 Uhr); tel. Beratung, ggf. ambulante Krisentermine 

Hilfetelefon sexueller Missbrauch: 0800 2255530, Niemand darf Dir Gewalt antun, Dich schlagen, Dich mit Worten fertig machen, Dich anfassen, wo Du es nicht willst. (Mo, Mi und Fr 9-14 Uhr, Di und Do 15-20 Uhr) Wenn Du dich nicht telefonisch melden kannst oder möchtest, kannst Du eine e-mail schreiben an:  beratung@save-me-online.de, Miese Anmache im Netz, Cybermobbing, Probleme mit Sexting, sexueller Missbrauch, Zusendung von Pornos oder andere sexuelle Übergriffe, Cybermobbing, …: www.save-me-online.de

 www.jmd4you.de: Du lebst noch nicht lange in Deutschland und hast ein Problem? Im Internet unter jmd4you findest du Hilfe.

Jugendinformationszentrum (JIZ) München, 089 550 521 50, Wohnberatung, Rechtsberatung, Auslandsberatung, Übergang Schule-Beruf… info@jiz-muenchen.de – WhatsApp: 0160 – 994 123 94

Staatliche Schulberatungsstelle für München Stadt und Landkreis, 089 5589989-60, e-mail: info@sbmuc.de, Beratung für Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte staatlicher und privater Schulen

Jugendberufsagentur JiBB (Junge Menschen in Bildung und Beruf), Telefonhotline: 089 5454177942
 

Zentraler Schulpsychologischer Dienst (ZSPD), 089 23366500, e-Mail: schulpsychologie@muenchen.de, Beratung für Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte städtischer Schulen

 

Ergänzende Empfehlungen für Eltern zur Unterstützung der Kinder

Die aktuelle Situation bringt für Eltern eine Fülle von Herausforderungen mit sich: Die  eigene Arbeit muss organisiert werden, der Haushalt erledigt, die Kinder betreut und bei der Lernorganisation unterstützt, dazu kommen vielleicht eigene Sorgen…

Auch wenn momentan viel zu organisieren ist, ist wichtig, dass Eltern und andere Bezugspersonen selbst möglichst ruhig und stabil bleiben und sich Zeit nehmen, mit ihren Kindern über diese möglicherweise belastende Situation zu sprechen.

Das ist viel verlangt. Wenn Sie selbst genervt sind, die Gedanken kreisen oder Sie sich überfordert fühlen, sprechen Sie mit Partner*innen, Freund*innen oder Verwandten oder suchen Sie das Gespräch am Telefon mit einer Beratungsstelle.

Kindern und Jugendlichen bei der Bewältigung der Situation helfen

Empfehlungen, wie Sie Ihre Kinder gut unterstützen können, sowie Tipps für die psychosozialen Bedürfnisse in häuslicher Quarantäne finden Sie in den Flyern des Psychosozialen Krisenmanagements des BBK  “Covid-19: Tipps für Eltern” und ” Tipps bei häuslicher Quarantäne”.

Konflikten vorbeugen

Durch die Corona-Pandemie rücken Familien näher zusammen. Dies kann für Eltern und ihre Kinder eine Chance sein, mehr miteinander zu machen und wirklich auch Zeit füreinander zu haben. Damit dies gut gelingt, hier einige Anregungen, um Konflikten vorzubeugen: 

– Rückzugsräume schaffen: Vielleicht kann man in der Familie absprechen, sich zu bestimmten Zeiten des Tages in bestimmte Zimmer zurückziehen zu können oder sich auch mal alleine  an der frischen Luft zu bewegen. Nicht immer ist es möglich, dass jede*r seinen/ihren eigenen Raum hat, um sich zurückzuziehen. Da kann es hilfreich sein, dass man einen Bereich eines Raumes zum persönlichen “Raum” einer einzelnen Person erklärt und einrichtet, der dieser Person vorbehalten ist. 

– Ruhe: Jede*r sollte die Möglichkeit haben, einige Zeit am Tag in Ruhe zu verbringen. Es ist wichtig, dafür feste Zeiten zu vereinbaren, wenn die häusliche Situation sehr beengt ist.

– Zeit miteinander: Es ist empfehlenswert, gezielt Zeit für angenehme gemeinsame Aktionen (z.B. Spiele, Lesen, Kreatives, Kochen, Sport, Musik machen/hören, etc.) einzuplanen. So bleibt es nicht dem Zufall überlassen, ob die Familienmitglieder sich positiv miteinander beschäftigen.

– Gutes benennen und teilen: Jeden Tag erleben wir etwas Gutes. Es ist für das psychische Wohlbefinden sehr hilfreich, wenn man am Ende eines Tages dies auch benennt. Fünf positive Erlebnisse, Wahrnehmungen oder Gedanken sich selber sagen, aufschreiben oder auch mit den anderen teilen. Wenn dies zum abendlichen Ritual wird, hat man viel für die eigene psychische Stabilität getan.

– Positive Rückmeldung zum Verhalten geben: Es tut gut und bestärkt positive Verhaltensweisen, wenn Eltern diese nicht für selbstverständlich nehmen, sondern den Kindern und Jugendlichen zurückmelden. Vielleicht ist es auch passend, wenn man sich in der Familie regelmäßig positive Rückmeldung gibt. (“Mich freut/ich bin stolz/mir gefällt, dass Du….., weil…..”).  

– Gelassenheit: Da die momentane Situation für uns alle eine Ausnahmesituation darstellt, sollten wir nachsichtiger mit uns selber und unseren Kindern umgehen. Es ist nicht zu erwarten, dass wir den bisherigen Anforderungen in gleicher Weise gerecht werden. Es braucht Zeit, bis sich alles eingespielt hat und Anforderungen und Pflichten der neuen Situation angepasst worden sind.

Tipps für Paare unter https://bayern-gegen-gewalt.de/gewalt-vorbeugen/index.php

Mit Ärger und Konflikten konstruktiv umgehen

Dadurch dass wir viel mehr Zeit miteinander und dazu noch auf engerem Raum verbringen, kann sich das Konfliktpotential aber auch schnell erhöhen oder bestehende Konflikte verschärfen. In dieser besonderen Situation ist es ganz normal, dass man sich u. U. “auf die Nerven geht”.

– Ärger konstruktiv ansprechen: Es ist sinnvoll, den eigenen Ärger über Verhaltensweisen der anderen anzusprechen. Dafür muss ein günstiger Zeitpunkt gewählt werden, wenn alle bereit dazu sind, ruhig zu sprechen. Bewährt hat sich in der Gesprächsführung, z.B. “Mich ärgert/stört/nervt, wenn Du …. (Verhaltensweise konkret benennen), weil …. (Begründung geben) und ich wünsche mir, dass …(Wunsch an das Verhalten des anderen richten).”

– Regeln des Umgangs: Vereinbarung von Regeln des Umgangs miteinander. In gewissen Fällen kann es sinnvoll sein, diese nicht nur zu besprechen, sondern auch sichtbar für alle aufzuschreiben. Regelverstöße sollten nicht mit Strafen/Sanktionen geahndet werden. Stattdessen ist es auch hier wichtig, immer wieder miteinander zu sprechen und sich über die eigenen Gefühle und Gedanken auszutauschen. Kinder und Jugendliche können und wollen die Sorgen ihrer Eltern verstehen und möchten umgekehrt verstanden werden.

– Zurückziehen bei eskalierten Konflikten: Wenn ein Konflikt immer stärker eskaliert, ist es besser, sich aus der Situation zunächst herauszuziehen. Erhitzte Gemüter können nicht mehr klar denken und oft bereut man später, was man gesagt oder getan hat. Also z.B. Raum verlassen, jemanden anrufen, über Kopfhörer Musik hören, etc. Zu einem späteren Zeitpunkt kann man dann einen Termin vereinbaren, um über ein Thema/Problem  zu sprechen und Lösungen zu suchen. Der Zeitrahmen sollte hierfür klar begrenzt sein.

– Strategien zum Umgang mit starken Gefühlen: Wie kann ich merken, dass der/die andere gleich “in die Luft geht”? Vielleicht könnte man hierfür ein Signal (Wort, Handzeichen) vereinbaren. Was hilft meinem Kind oder auch mir, um wieder einen klaren Kopf zu bekommen? (Rausgehen, ins Kissen schreien oder Kissen schlagen, etc.) Wie kann ich besser verstehen, was den anderen ärgerlich werden lässt?

– Bedrohung: Wenn man sich selber bedroht fühlt, ist es wichtig, sich selber zu schützen und damit eine gefährliche Eskalation zu vermeiden. Das bedeutet, dass ich der aggressiven Person eventuell besser nachgebe, flüchte, Schutz suche und damit die Situation deeskaliere. Treten bedrohliche Situationen mehrmals und häufiger auf oder sind sie akut, holen Sie sich Unterstützung (z.B. Erziehungsberatungsstellen, Frauennotruf, Sozialbürgerhäuser, Polizei). Weitere Informationen dazu finden Sie unter www.bayern-gegen-gewalt.de

Mehrsprachige Informationen und Beratungsangebote

Mehrsprachige Informationen der Bundesregierung zum Coronavirus finden Sie hier oder in diesem Beitrag.


Beratung in mehreren Sprachen zu Schule und Bildung finden Sie in der Bildungsberatung International unter 089 233 26975

Mehrsprachig auf Arabisch, Aserbaidschanisch, Bosnisch, Farsi/Dari (Persisch/Afghanisch), Englisch, Französisch, Griechisch, Kroatisch, Kurdisch, Russisch, Serbisch, Türkisch und Ukrainisch.


Für Menschen, die aufgrund der aktuellen Situation psychisch belastet sind, hat der Psychologische Dienst für Ausländer (Caritas) die telefonischen Sprechzeiten erweitert. Die Beratung wird mehrsprachig angeboten auf Dari, Englisch, Griechisch, Italienisch, Russisch, Serbisch, Spanisch und Türkisch.


Wie sich die aktuelle Situation auf geflüchtete Menschen auswirken kann und welche Probleme sich daraus ergeben können, wird in den Videos von Refugio München erklärt.

Tipps für Eltern:

auf deutsch

auf englisch / english

auf französisch / français

auf dari / فارسی

auf arabisch / عربي

Was hilft gegen Angst, Nervosität und Langeweile:

auf deutsch

auf englisch / english

auf französisch / français

auf dari / فارسی

auf arabisch / عربي

Telefonische Beratung, Online-Beratung

In einer telefonischen oder Mail- Beratung bieten Ihnen z.B. folgende Anlaufstellen eine Möglichkeit zum Gespräch und zur Unterstützung:

Telefonseelsorge: 08001110111, 08001110222, 116 123 (täglich 24 Stunden, Anrufe sind kostenfrei, Mailberatung: Antwort dauert ca. drei Tage; Chatberatung)

Familien Notruf München e.V.: bei Paarproblemen und Fragestellungen zum Thema Trennung/Scheidung, auch in der aktuellen Situation: z.B. bei Fragen zur Vereinbarkeit von HomeOffice und Kinderbetreuung; 0892388566, info@familien-notruf-muenchen.de

Krisentelefon der AETAS Kinderstiftung: bei allen Fragen zur psychischen Belastung für Kinder und Familien, die durch die Corona-Krise, Quarantäne und Isolation entstehen können, 089 997 40 90 20, Montag bis Freitag in der Zeit zwischen 10 und 13 Uhr;  beratung@aetas-kinderstiftung.de

Beratungsstellen für Eltern, Kinder und Jugendliche (im jeweiligen Stadtviertel): Zuständige Beratungsstelle abhängig vom Wohnort; Beratung bei Fragen des Familienlebens, Erziehungsfragen, Entwicklungsproblemen, Gefährdung und Schutz von Kindern und Jugendlichen etc. 

Corona-Hotline der Bayerischen Staatsregierung: 089 122220 (tägl. 8-18 Uhr) , bei Fragen zum Corona-Virus

Servicetelefon des Sozialreferats München: 089 233 96833, bei sozialen Notlagen, Vermittlung in Sozialbürgerhäuser, prekäre Wohnsituation, etc.

Münchner Insel, Krisen- und Lebensberatung, aktuell unter diesen Nummern : 089 22 00 41089  210 21 8480160  95 78 63 080151  55 23 53 00

Frauennotruf München: Beratungstelefon und Krisentelefon für Frauen* bei sexuellen Übergriffen und Gewalt, 089 76 37 37, Montag/ Dienstag / Donnerstag/ Freitag von 10 -13 Uhr sowie von 15-21 Uhr, Mittwochs von 10-13 Uhr sowie von 18 bis 21 Uhr

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen: bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die Gewalt erlebt haben oder noch erleben, 08000 116 016

Hilfeportal Sexueller Missbrauch: für Betroffene, ihre Angehörigen und andere Menschen, die sie unterstützen wollen.

Hilfetelefon Sexueller Missbrauch: Vertrauliche und anonyme Beratung bei Verdacht auf sexuellem Missbrauch in der Nachbarschaft oder mittels digitaler Medien: 0800 2255530

Hilfetelefon tatgeneigte Personen: „Stopp – bevor was passiert!“ bietet Hilfe für Personen mit Gewalt- und Sexualphantasien, Neigungen zu sexualisiertem Verhalten und häuslicher Gewalt, 0800 70 222 40

Nummer gegen Kummer: für Eltern: 0800 1110550 Mo-Fr 9-11 Uhr, Di und Do 17-19 Uhr

Onlineberatung für Eltern der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung

Krisendienst Psychiatrie München: 0180 6553000 Tel. tägl. 0-24 Uhr; tel. Beratung, ggf. ambulante Krisentermine 

Staatliche Schulberatungsstelle für München Stadt und Landkreis, 089 558998960, Email: info@sbmuc.de, Beratung für Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte staatlicher und privater Schulen

 

Zentraler Schulpsychologischer Dienst (ZSPD), 089 23366500, Email: schulpsychologie@muenchen.de, Beratung für Schüler*innen, Eltern und Lehrkräfte städtischer Schulen

 

 

Willst Du/möchten Sie mit jemandem sprechen? Hast Du/haben Sie eine Frage? Vermissen Sie etwas?

Bitte schreiben Sie an schulpsychologie@muenchen.de oder rufen Sie an unter 089 233 66500.
Wir sind telefonisch, per Mail, per Video-Beratung oder nach Absprache auch persönlich für Sie da.

*Mach Dich schlau

Zentraler Schulpsychologischer Dienst – Kontakt

Goethestraße 12
80336 München
Telefon: 089 233-66500
Fax: 089 233-66509
E-Mail: schulpsychologie[at]muenchen.de

Auf der Kontakt-Seite finden Sie alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Fachbereichs Zentraler schulpsychologischer Dienst.